Schreibtipps für blutige Anfänger (3)

Numero 4 (quatro – por mis amigos españoles!)

Beim Schreibern verzichten wir auf möglicherweise und ganz vielleicht auf theoretische oder wie auch immer geartete: FÜLLWÖRTER, denn – wie ihr diesem Text entnehmen könnt, liest es sich einfach besser:

Beim Schreiben verzichten wir auf Füllwörter. [Punkt]

Denn: Füllwörter schwächen und verzögern und beim Schreiben ist es wichtig, auf den PUNKT zu kommen.

Dazu zählen übrigens auch Substantivierungen

(Er machte etwas Gekochtes = Er kochte)

Doppelbedeutungen

(Er bemühte sich Füllwörter zu vermeiden und immer auf den Punkt zu schreiben)

Oder auch “Er bemühte sich Füllwörter zu vermeiden[Punkt] und immer auf den Punkt zu schreiben.”

Das Ganze funktioniert auch bei Handlungen:

Er kochte das Essen und setzte einen Topf auf den Herd, um Wasser zu erhitzen.

Was lassen wir weg?

Hier ist das allgemeine “Er kochte das Essen” wahrscheinlich besser wegzulassen, denn die Thematik: Einen Topf mit Wasser erhitzen – zeigt schon, dass der Protagonist möglicherweise essen will.

Grundsätzlich gilt auch, immer so anschaulich wie möglich zu schreiben. Und da ist es besser, einen Topf auf den (dreckigen) Herd zu stellen, als einfach nur “Essen zu kochen”.

Besonders anschaulich wird es dann, wenn wir auch wissen, was der Protagonist – oder klar, die Protagonistin – essen will.

Ich zum Beispiel esse heute Kartoffeln mit Tzatiki und gebratennen Soja-Schnitzeln. Als Halbveganerin ein tolles Futterwerk! Famos! 😉

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7 thoughts on “Schreibtipps für blutige Anfänger (3)

  1. Also, im Normalfall, mache ich etwas ganz anderes. Zuerst lange und breit geschrieben und mit möglichst vielen verschachtelten und eingeschobenen Sätzen, Zwischen- und sonstigen Bestandteilen ausgeschmückt. Erst wenn ich mich selbst nicht auskenne und den Durch- sowie den Überblick verloren habe und der Sinn des ganzen sich selbst mir nicht mehr erschließt – dann, ja dann, bin ich zufrieden und mache mich daran, das alles wieder aufzulösen. Wie schon Pareto festgestellt hat: mit 20 Prozent 80 Prozent zu erreichen sind genug. Aber es gibt dazu auch eine einfache Formel: nicht mehr als 10 bis maximal 12 Wörter pro Satz. Dann bleibt es schön übersichtlich. Und der Leser wie auch die Leserin (gegendert wird alles dann absolut unlesbar) können dem Sinn folgen. Das gilt auch für Gesprochenes. So – LG von einem der gerne viel spricht und schreibt W 🙂 lfgang

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    1. Klar, das kannste halten wie ein Dachdecker. 🙂 Ein Patentrezept gibt es ja – leider- (?) oder zum Glück(?) noch nicht. Aber ich mach es ähnlich. Ich schreib auch erstmal alles so, wie ich es miir denke bzw. es aus den Fingerspitzen fließt. Und dann heißt es halt: Überarbeiten, Überarbeiten … aber bitte nicht sich selbst Überarbeiten. 😉 Beste Grüße und Danke für den ausführlichen, hilfreichen Kommentar! Runa

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