Himmel und Erde

cover mit schrift und pfeilen
Cover mit Pfeilen

Amor schlief auf seiner Wolke, als er spürte, wie ein Sonnenstrahl seine Nasenspitze kitzelte. Unruhig wälzte er sich auf die Seite. Der Strahl strich über die Stirn auf seine Wange. Dort stach er zu.
„Lass das!“, schnaufte Amor und zog sich die Wolkenwatte über den Kopf. „Ist noch viel zu früh.“
Der Sonnenstrahl wanderte über die Watte, entdeckte einen nackten Fuß und piekste hinein.
Amor zuckte zurück und blinzelte in die Sonne. „Lass das, Apollo“, schimpfte er.
Direkt vor dem gleißend hellen Punkt entdeckte Amor den Sonnengott in seinem Wagen, der wild winkte.
„Was ist denn los, Mann?“
Amor rieb sich die Augen und erschrak.
Direkt über ihm schwebte die rosa Wolke seiner Mutter Venus. Die Göttin straffte mit den Händen ihre Gesichtszüge. Sie keuchte. Ihr pinker Umhang flatterte im Wind.
Amor rappelte sich auf.
„Das … ist Apollos Schuld … “, stammelte er, woraufhin ihn ein Sonnenstrahl in die Schulter zwackte.
„Au!“
Venus blies sich eine Locke aus dem Gesicht und befahl ihre Wolke mit ausgestrecktem Finger zu Amor. Sie überragte ihren Sohn um eine Haupteslänge.
Trotzig reckte Amor das Kinn. Er war kein kleiner Junge mehr. Er konnte tun und lassen, was er wollte. Irgendwann musste seine Mutter das einsehen. Vielleicht war heute der Tag gekommen.
In Venus Augen funkelte es bedrohlich.
„Du riechst wie eine ganze Taverne! Was ist hier vorgefallen? Woher kommt dieses Durcheinander?“
„Äh.“
Sogleich ärgerte Amor sich, dass ihm nichts Besseres als „Äh“ eingefallen war.
Venus stapfte mit gerafftem Kleid auf seine Wolke. Mit ihrem feinen, weißen Schuh berührte sie eine Amphore. Dann noch eine. Und noch eine.
„Hast du die alle alleine getrunken?“
„Apollo …“
Venus hielt Amor eine Hand entgegen. Ihre Augen waren zusammengekniffen.
„Spar dir deine Ausreden! Das ist so grauenvoll … Argh! Was ist das?“
Venus sprang erschrocken zurück. „Es hat geknackt! Was ist das? Was ist das, Cupido?“
„Ma …“
„ZEIG ES MIR!“
Sofort kniete Amor sich nieder und nestelte in Wolkes Watte. Venus hatte ihn „Cupido“ genannt. Wie er diesen Namen hasste! Es wäre besser, wenn Venus das, was er zu fassen bekam, nicht sehen würde. Aber in seinem Kopf herrschte nur Leere, kein genialer Einfall weit und breit. Verlegen stand er wieder auf.
„Ein Knochen? Bist du verrückt geworden?“
„Apollo und ich … wir haben gejagt“, entgegnete Amor. „Das macht Spaß … und Fleisch … Fleisch ist echt lecker.“
Ehrlich währt am Längsten, dachte Amor. Er war ganz zufrieden mit seiner Antwort. Erstaunt beobachtete er, wie Venus die gesamte Mimik entglitt.
„Igitt!!! Wie könnt ihr nur! Und was sagt überhaupt Diana dazu … und … und was ist das hier?“
Venus Fuß zeigte auf eine kleine, tönerne Schale, in der sich verkohlte Überreste befanden.
„Das ist Asche“, sagte Amor und verschränkte die Arme. Er war alt genug, bald dreihundert Jahre. Er hatte eigene Vorstellungen, einen eigenen Kopf! Fieberhaft suchte er nach Worten, mit denen er sich seiner Mutter verständlich machen konnte.
„Ich glaube es nicht!“, kreischte Venus. Sie raffte ihre Röcke und kehrte spitzfüßig zurück auf ihre Wolke. Sie hielt kurz inne, nahm einen Spiegel zur Hand und strich sich über die Stirn und die Augenpartie.
Als sie Amor wieder ansah, war ihr Gesicht ganz glatt, aber aus ihren Augen blitzte es.
„Wir Götter trinken Nektar, wir essen Ambrosia und wir lassen uns von den Menschen beräuchern! Du, mein Sohn bist ein Trunkenbold, ein Fleischfresser und ein Dichselbstbeweihräuchernder! Das erklärt alles!“
„Ma, es ist doch so …“, hob Amor an.
Venus ließ sich in ihre Wolke sinken.
„Ich bin verloren!“
Nun übertreibt sie es aber gewaltig, fand Amor. Nur weil er und Apollo mal eine Nacht lang gefeiert hatten, ging doch nicht gleich die Welt unter. Perplex stellte er fest, dass Venus schluchzte.
„Äh, Ma“, versuchte es Amor, „alles okay?“
Sie wandte sich ab und schnäuzte in ein rosa Taschentuch.
„Nein!“, rief Venus. In ihrem Blick lag solch ein Vorwurf, dass Amor erschauderte.
„Wie lange geht das schon so?“, fragte Venus.
„Was?“, fragte Amor.
„Stell dich nicht dümmer an, als du bist!“, schimpfte Venus aufgebracht. „Seit wann säufst du, rauchst du, und vernachlässigst all deine Aufgaben?“
„Äh …“
„Du weißt es nicht mehr? Oh, ich kann es dir genau sagen! Seit zwei Monden. Seit du von zu Hause ausgezogen bist! Du hast dich nie gemeldet und jetzt … jetzt sehe ich DAS HIER!“
„Sorry, Ma“, sagte Amor kleinlaut. Ihm wurde gerade bewusst, wie schnell die Zeit vergangen war.
„Du hättest wenigstens Mal zum Essen vorbeikommen können!“, klagte Venus.
Ein geniales Argument poppte in Amors Gedanken auf.
„Du siehst doch, dass ich mich selber versorgen kann. Ich bin … selbstständig.“
Er zeigte auf den Knochen.
Venus verzog spöttisch den Mund.
„Tatsächlich, schlanker bist du nicht geworden.“
„Ma!“ Amor war empört. Eine Frechheit war es, dass sie ihn mit seiner Figur neckte.
Venus warf ihr Haar zurück und lachte.
„Selbstständig … hahaha!“
Tränen liefen ihre Wangen hinab. „Mein kleiner Cupido … selbstständig …“
Vorsichtig betupfte sie ihr Gesicht und erhob sich. Das Rosa der Wolke verdunkelte sich mit einem Mal in ein tiefes Rot und aus seiner Mitte entfaltete sich ein Unwetter.
„Du Taugenichts! Du Faulpelz! Du … Menschgewordener! Wie erklärst du, dass ich seit zwei Monden kaum noch Opfergaben erhalte?“
„W… was?“
„Du hast richtig gehört, mein Kleiner! Die Gaben werden weniger, von Tag zu Tag! Und du bist der Grund dafür! Ich frage mich, ob sich da unten überhaupt noch jemand verliebt. Ab sofort ist alles gestrichen. Alles. Du kriegst nichts mehr von mir, nichts! Bis … bis das da unten wieder in Ordnung ist!“
„Ma“, stammelte Amor entsetzt. „Das kannst du nicht machen!“
„Doch, kann ich“, sagte Venus seelenruhig, während es in ihrer Wolke knallte und blitzte, als gehöre sie Jupiter persönlich.
„Aber …!“
„Da lässt man dich einmal alleine und dann … so was. Ich wusste von Anfang an, dass du noch zu jung dafür bist. Aber du wolltest es ja nicht anders. Du willst alles alleine machen. Jetzt sieh auch alleine zu, dass sich die Menschen ineinander verlieben und mir opfern. Mach deine Arbeit.“
„Aber Ma, ich kann nicht … es war tragisch!“, quiekte Amor verzweifelt.
„Was war tragisch?“
„Das mit Pyramus und Thisbe! Sie sind tot!“
Venus verdrehte die Augen. „Werde erwachsen, Cupido.“
„Aber …“
„Ich bin die Göttin der Liebe und du bist derjenige, der für die Liebe sorgt. Mach deine Arbeit und enttäusche mich nicht. Meine Schönheit verträgt keinen weiteren Ärger.“

Psyche zog den Mantel eng um sich und knetete ihre tauben Finger. Vom Morgengrauen an hatte sie im kalten Burghof gesessen, unbeweglich wie eine Statue, das Gesicht von einem Schleier verdeckt.
Beim ersten Sonnenstrahl öffneten die Sklaven das Tor und Menschen strömten hinein, umrundeten die Königstochter, wisperten und staunten. Mit einem Schaudern dachte Psyche daran, dass heute jemand versucht hatte, ihr den Schleier vom Gesicht zu reißen. Zum Glück hatten die Wachen ihn rechtzeitig eingefangen.
„Ich bin so froh, dass ihr da seid“, sagte sie zu ihren Schwestern Gorda und Tessa.
„Das ist doch selbstverständlich“, antwortete Tessa.
„Heute Abend findest du einen Ehemann!“, sagte Gorda und zwinkerte Psyche zu. Durch den dünnen Stoff sah Psyche die beiden auf ihrer Lagerstatt sitzen, um sie herum unzählige Gefäße mit Wassern, Ölen und Pulvern in den verschiedensten Farben, die sie eifrig kombinierten und vermischten.
„Mutter hat das ganz richtig gemacht“, plauderte Gorda. „Dass sie diesen Ball organisiert, jetzt, wo Vater fort ist. Wäre doch gelacht, wenn da kein Mann für dich dabei wäre. Und dann kommt Vater zurück und wir haben einen Bräutigam für dich gefunden. Da wird er aber Augen machen!“
„Ich hoffe es so sehr“, seufzte Psyche, „dass es dieses Mal klappen wird.“
„Wir haben einen Plan“, sagte Tessa zuversichtlich. „Obwohl es schon schade ist, dass du deiner Tätigkeit nach einer Hochzeit nicht mehr nachgehen könntest. Das, was das Volk hier lässt, ist durchaus profitabel.“
Psyche lächelte. Ihre Schwester Tessa hatte sich kaum verändert. Immer den Gewinn im Blick.
Es waren Jahre vergangen, seit sie Gorda und Tessa das letzte Mal gesehen hatte. Beide waren verheiratet und lebten mit ihren Gatten weit entfernt. Längst war es überfällig, dass sie, die Jüngsten, es ihnen gleich tat.
„Es ist Psyches Herzenswunsch!“, sagte Gorda sanft. „Sie wünscht sich doch so sehr einen Mann …“
Verlegen senkte Psyche den Blick. Ja, sie wünschte sich nichts sehnlicher, als jemanden zu finden, der sie akzeptierte, wie sie war, der sie vielleicht sogar lieben konnte.
„Ich tu mein Bestes“, sagte Tessa und vermengte in einem weiteren Tongefäß Pulver und Paste. „Das wird allerdings etwas stinken, fürchte ich.“
„Hauptsache, es hilft …“, murmelte Psyche.
„Hier, rühr weiter, es muss ganz sämig sein“, sagte Gorda und drückte Psyche ein Schälchen mit Stößel in die Hand.
„Ich mach dir jetzt noch was für die Haare …“
Gedankenverloren rührte Psyche in der Schale. Sie war ihren Schwestern so dankbar, dass sie gekommen waren. Schon früher hatte Psyche ihre kohlschwarz gerahmten Augen bewundert, ihre roten Lippen, die zarte, weiße Haut. Niemand wusste besser, mit Farben umzugehen, als sie.
„Gut so“, sagte Gorda und nahm Psyche das Schälchen aus der Hand. „Dann wollen wir mal sehen, was wir für dich tun können.“
„Muss ich dafür …“, fragte Psyche und hielt ihren Schleier fest.
„Liebes“, wisperte Gorda, „natürlich musst du dafür den Schleier abnehmen.“
„Ich weiß nicht …“, sagte Psyche zögernd.
„Stell dich nicht so an!“ Tessa grinste. „So furchtbar kann es doch nicht sein.“
„Ich weiß nicht …“, seufzte Psyche.
„Wir sind deine Schwestern, Psyche“, sagte Gorda.
Psyche nickte. Sie hob das Tuch auf das Schlimmste gefasst und das Schlimmste ereignete sich.
„Oh ihr Götter!“, stöhnte Gorda und wich einen Schritt zurück. Tessa sprang erschrocken von der Schlafstatt auf. Ein Tonschälchen zerbrach und das rote Pulver spritzte auf den Lehmboden.
Sofort zog Psyche den Schleier wieder über ihr Gesicht. Selbst ihre Schwestern schienen sie nicht wieder zu erkennen. Wie sie dasaßen, wie entsetzt sie guckten. Als wären sie Pluto, dem Gott der Unterwelt, persönlich begegnet. Oder seinem Höllenhund Zerberus, einem dreiköpfigen Ungeheuer. Wenn selbst ihre Schwestern sie nicht mehr ansehen konnten, dann war alles verloren …
Da stemmte Tessa die Hände in die Hüften und marschierte geradewegs auf Psyche zu.
„Darf ich?“, fragte sie.
Psyche seufzte traurig.
Tessa fasste beherzt an das Tuch und hob es hoch. Sie kniff die Augen zusammen und schüttelte den Kopf, während sie Psyches Antlitz betrachtete.
„Das ist unmöglich“, sagte Tessa.
„Nichts ist unmöglich“, sagte Gorda, die sich mittlerweile von ihrem Schock erholt hatte. „Wir kriegen das hin.“
„Meint ihr?“, fragte Psyche hoffnungsvoll.
„Gewiss“, murmelte Tessa.
Der Blick, den sie sich zuwarfen, entging Psyche nicht.
Beide begannen, die Pasten und Öle vorsichtig in das Gesicht ihrer Schwester einzuarbeiten. Psyche schloss die Augen und versuchte, den Gestank zu ignorieren. Sie wollte versuchen, ihren Schwestern zu vertrauen. Niemand verstand sich besser auf das Mischen von Farben als sie. Der Ball an diesem Abend war vielleicht ihre letzte Chance, einen Mann zu finden.
„Die Gäste sind da“, hörte Psyche die Stimme ihrer Mutter. „Wie weit seid ihr?“
„Noch ein paar Tupfer“, antwortete Gorda. „Psyche, stillhalten!“
„Lasst mich sie sehen!“, forderte die Königin.
Psyches Herz klopfte. Wie würde ihre Mutter reagieren? Hatten die Schwestern gute Arbeit geleistet?
Die gespannte Neugier im Gesicht der Königin verwandelte sich in helle Freude. Entgegen ihrer üblichen, beherrschten Art, musste sie um Worte ringen. Sie drückte die Hände von Gorda und Tessa. Dann wandte sie sich zu ihrer jüngsten Tochter.
Die Augen der Königin glitzerten tränennass.
„Psyche“, sagte sie, „du siehst ja aus wie … wie ein Mensch! Heute Abend wirst du einen Bräutigam finden!“

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10 thoughts on “Himmel und Erde

  1. Übrigens: Ich bin weit davon entfernt, ein “Profi” zu sein.
    Oder anders: Wenn euch etwas nicht gefällt, wenn ihr Ungereimtheiten entdeckt (dabei meine ich vor allem Dich, liebe Gerda! – eine Expertin für die Antike und ebenfalls Künstlerin, hier der Link zu ihrem Blog: http://gerdakazakou.com/ ), dann schreibt mir das in die Kommentare!
    Lob und Sterne sind super und ich freu mich über jeden Einzelnen, aber was noch besser ist – “konstruktive Kritik”.

    Der Blogroman soll irgendwann auch mal veröffentlicht werden und bevor das geschieht, werde ich ihn überarbeiten; auch und vor allem anhand eurer Anmerkungen!

    Also:

    Haut rein, wenn ihr mögt, in die Tasten!

    Liebe Grüße

    Runa

    PS. Ich bin übrigens hart im Nehmen. 😉

    Liked by 2 people

  2. Oh, ich liebe Geschichten über die antike Götterwelt mit ihren “menschlichen” Gefühlen und Problemen. Die Geschichte gefällt mir gut. Angenehme Sprache, kurzweilig und gut zu lesen. Inhaltlich interessant und spannend. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. 🙂 Negatives kann ich jetzt auf Anhieb nicht finden.

    Viel Spaß und Inspiration für die weiteren Fortsetzungen und herzliche Grüße,

    Caroline

    Liked by 1 person

  3. Habe mich köstlich amüsiert bei lesen! Wüsste allerdings zu gerne wie Psyche unter dem Schleier ausgesehen hat und ob sie den Mann für´s Leben gefunden hat! Kenne mich bei den Sagen nicht so wirklich aus 🙂
    Sehr schön zu lesen ❤

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  4. Liebe Runa,hübsch und lebendig geschrieben, nett erzählt. Die Venus-Amor-Beziehung ist, wie auch die Gestaltung der anderen göttlichen Wesen, eher römisch als griechisch inspiriert, also kann ich dazu nicht wirklich was Konstruktives beitragen. Aphrodite und Eros sind ganz andere Kaliber als Venus und Amor, durchaus nicht niedlich. Psyche ist zwar ein griechisches Wort, das Seele bedeutet, aber ich wüsste nicht, dass sie in der griechischen Mythologie als Gottheit vorkommt.

    Liked by 1 person

  5. Liebe Gerda! Vielen Dank für Deinen Kommentar!
    Ich hoffe, dass ich das Nicht-niedliche, was sich in dir römische Götterwelt “gerettet” hat (z.B. bei Diana), auch unterbringen kann. Grundsätzlich gilt aber natürlich, dass die Hauptfiguren vor allem sympatisch sein sollten. 😉
    Ist ein relativ schwieriger Spagat zwischen “Belletristik” und “Fachwissen” … mal gucken, ob mir das gelingt.

    Liebe Grüße nach Griechenland!

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  6. Liebende Runa

    Einfach genial
    Hölderlin hätte Seine reine Freude an dieser Göttlichen wahren Begebenheit
    Und jeder Methaphsiker Esotheriker und Anthroposoph darselbst
    Der Herabstieg des Göttlichen
    Die Menschwerdung Des Sonnengeistes
    Uns dadurch die Freiheit schenkend
    Denn indem Sie herabsteigen
    Gelangen Wir desto leichter hinauf
    Die Unendlichkeit verbreitet Sich in der Zeit
    Und Beunruhigung Verunsicherung ja Chaos auch ein Gott
    Verbreiten Sich
    Zunächst

    Tief erhellend und Gewichtiges freudenleicht vermitteln
    “Als hätte der Himmel die Erde geküsst”

    danke
    Dir Joachim von Herzen
    El Afibiey

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    1. Dankeschön! Ja, der Hölderlin … weilt leider nicht mehr unter den Lebenden … Manchmal frage ich mich, ob ich mich vielleicht um ein paar Jahrhunderte vertan habe mit meinen literarischen Versuchen … 😉 Freut mich aber sehr, dass es Dir gefällt! Viele Grüße Runa

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  7. Trauernde Runa,

    Der, Hölderlin, ist längst wieder unter uns…
    Vor und Nachleben angenommen und was wären das für kleinlich geizige Schöpfergötter,
    die Elohim , wenn Sie Uns nur dies eine kurze gewährten
    Nein nein Es ist gerade die Not der Zeit archetypische Weisheit in der Gegenwart in Deiner
    fraulich leichten humorvülligen Art zu schreiben über ein solch gewichtiges Geschehen
    Hochliteratur ist zeitlos und Ihre Themen erhaben Ihr Stil alterslos
    Der Genius der Sprache ist Michael Derzeit schon länger aus der Presse entfernt
    Doch wirkt Er gerade durch herzoffene Seelen inspirierend kosmisches und irdisches Leben
    und Erleben wieder zu verbinden dabei zugleich erhöhend
    Denn der Ungeist der Zeit ist Verflachung und Sprachverfall Banalität und Honorarzweckmäßigkeit

    Sende das Werk bei entsprechenden Zeitschriften ungefragt ein
    Gerade das brauchen Wir. Höhen und Tiefen einend Den Objekt Subjekt Gegensatz heilend
    Und sei unbescheiden Dies hier ist kein “lierarischer Versuch” das ist Die Glocke aus der Form befreit
    Aus einem Guß Götterkuß Amrosiagenuß

    Ach
    danke
    Dir Joachim von Herzen

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