Die Bacchanalien

Bevor es ans Schreiben bzw. Lesen geht, erst einmal ein paar Bilder zur Einstimmung.

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By Pierre MignardCoyau, 25 March 2011, Public Domain, Link

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By Frederick William Macmonnies – Brooklyn Museum, No restrictions, Link

SelfhtmlBy JamesMacMillanOwn work, CC BY-SA 4.0, Link

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By Annibale CarracciWeb Gallery of Art:   Image  Info about artwork, Public Domain, Link

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By François Boucher (1703–1770)http://www.sothebys.com/en/auctions/ecatalogue/2013/old-master-paintings-n08952/lot.91.html, Public Domain, Link

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By Roland zhOwn work, CC BY-SA 3.0, Link

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By Roland zhOwn work, CC BY-SA 3.0, Link

Wie man gut erkennen kann, waren die Baccanalien ein rauschendes Fest, das im antiken Rom im März gefeiert wurde, wahrscheinlich auch in Zusammenhang mit verschiedenen anderen Festen, die den Beginn des Frühlings zelebrierten.
Die Bacchanalien haben ihren Namen vom römischen Weingott Bacchus und ein griechisches Pendant, nämlich die Dionysien, vom griechischen Weingott Dionysus.

Während des Festes gab es in Athen einen großen, von verschiedenen Musikern begleiteten, Umzug, bei dem ein riesiger Phallus (repräsentativ für Dionysus) durch die Stadt getragen wurde. An den darauffolgenden zwei Tagen wurden zunächst Tragödien und dann Komödien im Dionysus-Theater aufgeführt. Dabei wurden auch Sieger ermittelt, je nachdem, auf welchen Autoren die Gunst der ausgelosten Richter fiel.

Selfhtml Das Dionysustheater. Von From the German 1891 encyclopedia Joseph Kürschner (editor): “Pierers Konversationslexikon”. Pierers Konversationslexikon. Siebente Auflage. Mit Universal-Sprachen-Lexikon nach Prof. Joseph Kürschners System. Union. (published by) Deutsche Verlagsgesellschaft in Stuttgart, 1891. herausgegeben von (edited by) Joseph Kürschner. – Wikified and scanned by —Immanuel Giel 12:02, 20 May 2005 (UTC), Gemeinfrei, Link

Unter den Siegern waren so bekannte Autoren wie Sophokles und Aischylos oder Aristophanes. Einige der Stücke findet man in sehr ähnlicher oder abgewandelter Form auch in der modernen Literatur wieder. So hat Beispielsweise Goethe ein Stück namens „Iphigenie auf Tauris“ geschrieben, das auf den griechischen Autor Euripides zurückgeht.

SelfhtmlBy Bertholet Flemallehttp://www.culture.gouv.fr/public/mistral/joconde_fr?ACTION=RETROUVER_TITLE&FIELD_5=REPR&VALUE_5=DIANE&GRP=1&SPEC=5&SYN=1&IMLY=&MAX1=1&MAX2=1&MAX3=100&REQ=%28%28DIANE%29%20%3aREPR%20%29&DOM=All&USRNAME=nobody&USRPWD=4%24%2534P, 2012-07-17, Public Domain, Link

In dieser Erzählung geht es um die Opferung von Iphigenie, die – um den trojanischen Krieg zu gewinnen – für ihr Vaterland (Griechenland) geopfert werden soll, und zwar der Göttin Diana.
Es fällt auf, dass es solche Opfer-Geschichten auch in der Bibel (Altes Testament) gibt, wenngleich in einer anderen Beziehungskonstellation (Vater-Sohn) und aus einem anderen Grund (Vertrauen).

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By workshop of RembrandtMrArifnajafov (Privatarchiv Foto von MrArifnajafov fotografiert), Public Domain, Link

Zum Glück retten in beiden Varianten die Götter die potentiellen Opfer!

Auch psychologische Erkrankungen werden in den griechischen Tragödien, die damals bei den Dionysien aufgeführt wurden, schon benannt, z.B. der Oedipus-Komplex im Stück „König Oedipus“ von Sophokles.

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By Bénigne Gagneraux – Nationalmuseum, Stockholm, Public Domain, Link

Oedipus ist jemand, der nichtsahnend seine Mutter heiratet und seinen Vater tötet und sich darüber dann aus Verzweiflung die Augen aussticht. Den Kindern, die er mit seiner Mutter gezeugt hat, ergeht es auch sehr tragisch (z.B. Antigone).
Bachhofen, ein Gelehrter aus dem 19. Jahrhundert, wollte insbesondere in der Geschichte der Antigone die mythische Verarbeitung der gesellschaftlichen Veränderung vom Matriarchat zum Patriarchat sehen. Die Geschichte in Kurzform: Antigone hat Probleme mit ihrem Onkel Kreon, der ihr nicht gestatte will, ihren Bruder zu bestatten, der im Krieg (gegen seinen Bruder) umgekommen war.
Bachhofen schreibt nun davon, dass diese „kriegerischen“ und „staatlichen“ Elemente (Krieg, König, Verbot der Beerdigung) etwas „Neues“ und „Partriarchales“ seien, da es in einer Gesellschaft, in der die Frauen frei entscheiden, von wem sie wann Kinder bekommen, eigentlich nur Geschwister gebe.
Na, ich finde es auf jeden Fall ganz erstaunlich, dass solche Aussagen von einem Gelehrten des 19. Jahrhundert stammen, wo doch tendenziell eher der Tenor von Weibern und Peitschen schwang. 😉
https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96dipus#Aufnahme_des_Mythos_in_Psychoanalyse_und_Philosophie

Es gab darüber hinaus auch Stücke, die – das wird jetzt ein bisschen Mise en abyme hier- 😉 bei den Dionysien aufgeführt wurden und das Thema des heutigen Beitrags behandeln, so zum Beispiel „Die Bakchen“ von Euripides.

Selfhtml So sah er vermutlich aus, der gute Euripides. By Marie-Lan Nguyen (2006), Public Domain, Link

„Die Bakchen“ ist eine Tragödie und darin geht es eher drastisch zur Sache.

Die Geschichte:
Dionysus, der Gott des Weines und der Freude, kehrt in seine Heimatstadt Theben zurück, doch der dort ansässige König Pentheus will ihn nicht empfangen und verehren, sondern ganz im Gegenteil, er will Krieg gegen ihn führen.
Frauen begleiten und feiern mit Dionysus auf einem Berg in der Nähe der Stadt, Pentheus wird neugierig und schleicht sich (auf Rat von Dionysus) als Frau verkleidet auf die Party.
Dummerweise kriegen die Frauen aber mit, dass sich ein Mann unter ihnen befindet und dummerweise finden die das – in ihrer göttlichen und berauschten Stimmung – gar nicht gut und zerreißen ihn.
Besonders makaber ist, dass sich unter den feiernden Frauen sogar die Mutter von Pentheus, Agaue, befindet, die ihren Sohn aber nicht erkennt und ihm daher auch nicht hilft.

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By UnknownJastrow (2007), Public Domain, Link

In den „Bakchen“ findet man, – einer modernen Interpretation zufolge – ebenfalls die Auseinandersetzung mit dem „wilden, unstaatlichen Leben“. Quelle: Louise Bruit Zaidman / Pauline Schmitt Pantel: Die Religion der Griechen. Kult und Mythos. Beck Verlag, München 1994. S. 178.

Ein ganz ähnliches Todesschicksal wie Pentheus erleidet übrigens Orpheus, der als bester Musiker der Antike galt und um den sich verschiedene Erzählungen ranken. Angeblich hat er so gut gespielt, dass sogar die wilden Tiere kamen, um seiner Musik zuzuhören.

Selfhtml By Jacob HoefnageltgFGkixo83eXkQ at Google Cultural Institute, zoom level maximum, Public Domain, Link

Bekannt ist die Geschichte von Orpheus und Eurydike, in der der Sänger seine verstorbene Liebste aus der Unterwelt geleiten darf, weil er den Gott des Todes mit seinem Gesang so sehr berührt, dass der sich ausnahmsweise mal entschließt, von seinem Credo “Niemand kommt hier wieder raus” abzuweichen. Die einzige Bedingung, die Orpheus einhalten muss ist, dass er der Liebsten voranschreitet und sich nicht umdrehen darf. Leider tut er es kurz vor Ende des Aufstiegs dann doch und sie verschwindet zurück in Staub und Schatten.

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By Urheber: Erich SchicklingNutzungsrechtinhaberin: Erich-Schickling-Stiftung – Erich Schickling, CC BY-SA 4.0, Link

Es gibt eine interessante historische Verbindung zwischen Orpheus und Dionysus. Orpheus war der Sohn von der Muse Kalliope und einem Flussgott (oder Apollo). Historisch betrachtet gab es in der Antike tatsächlich einen „echten“ Kult um ihn, einen sogenannten Mysterienkult, genauso wie es auch für die Götter Bacchus/Dionysus zutraf, – von ihrem Fest ist hier die Rede. Die Orphiker, wie die Anhänger von Orpheus hießen, waren wahrscheinlich jüngeren Datums und haben sich möglicherweise als eine Art Gegenbewegung zum Bacchus-Kult gegründet.

Bei ihnen ging es um die Unsterblichkeit der Seele und in erhaltenen “orphischen Schriften”  ist oft von der Entstehung der Erde die Rede.
In der Spätantike (nach der Entstehung des Christentums), gibt es dann auch die theologische Verbindung von Orpheus und Jesus. Orpheus wird durch seinen Gang in die Unterwelt als so eine Art „Vor“Jesus angesehen. Man kennt diesen Erzählstrang aber auch schon aus den ganz alten Mythen, z.B.  Inanna und Dumuzi.

In den orphischen Schriften kann man dann auch (noch mal) etwas über die antike Vorstellung der Weltentstehung lesen, inklusive „orphischem Ei“ und Dionysus. Ich zitiere:

„In [einem] Überlieferungszweig erscheint die Zeit (Chronos) als das Prinzip, das den Ursprung von allem bildet. Chronos bringt zunächst zwei Prinzipien hervor, Aither und Chaos. Die zweite Phase der kosmischen Geschichte beginnt mit der Entstehung des silbrig glänzenden Welteis, das Chronos im Aither erschafft. Aus dem Weltei wird der geflügelte Lichtgott Phanesgeboren. Phanes ist eine Hauptgottheit der Orphiker, außerhalb orphischer Kreise scheint er nicht verehrt worden zu sein. Er wird in der spätantiken, vielleicht auch schon in der frühen Orphik mit Eros gleichgesetzt. Seine Gefährtin ist Nyx, die Nacht; ihr vertraut er sein Szepter an. Nyx gebiert den Gott Uranos, der als nächster die Welt regiert. Dies ist die dritte Phase. Uranos wird von seinem Sohn Kronos gestürzt; dieser Machtwechsel leitet die vierte Phase ein. Auf Kronos folgt Zeus, dessen Regierung die fünfte Phase bildet. Zeus verschlingt Phanes, womit er sich dessen gesamte Kraft und Macht aneignet. Mit seiner Mutter zeugt er die Tochter Persephone, mit Persephone den Sohn Dionysos. Später überlässt Zeus die Herrschaft dem noch kindlichen Dionysos, womit die sechste Phase beginnt. Gegen Dionysos stachelt Hera, die eifersüchtige Gattin des Zeus, die Titanen auf. Die Titanen locken Dionysos in eine Falle, töten und zerstückeln ihn. Dann kochen sie seinen Leichnam und beginnen ihn zu verzehren, wodurch sie etwas von seinem Wesen in sich aufnehmen. Zeus überrascht die Mörder jedoch und verbrennt sie mit seinem Blitz zu Asche. Aus der Asche, in der Titanisches mit Dionysischem gemischt ist, steigt Rauch auf und es bildet sich Ruß; daraus erschafft Zeus das Menschengeschlecht. Damit erklärt eine Variante des Mythos die Ambivalenz der menschlichen Natur, die zwei gegensätzliche Tendenzen aufweist: einerseits einen zerstörerischen, titanischen Zug, der zur Rebellion gegen die göttliche Ordnung anstachelt, andererseits aber auch ein dionysisches Element, das zum Göttlichen hinführt. Apollon sammelt die Stücke von Dionysos’ Leichnam ein, Athene bringt sein intaktes Herz zu Zeus, der nunmehr den Ermordeten zu neuem Leben erweckt.“ Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Orphiker#cite_ref-15

In dieser Erklärung zur Weltentstehung sind viele Elemente der bekannten Autoren Hesiod, Homer u.a. enthalten, aber Damaskios, auf den der Text zurückgeht, hat sich im 5. Jahrhundert nach Christus, als er den Text schrieb, auch ein paar Dinge dazu gedacht und damit eine eigene Deutung geschaffen: Weltentstehung auf Grundlage des dionysischen und titanischen Prinzips, womit sich wieder so ein schöner Dualismus findet, auf den ich bei meinen ersten Beiträgen im August schon einmal hingewiesen hatte.

In einer anderen der orphischen Schrift heißt es laut Damaskios: „[Anfangs gab es] zwei Prinzipien, das Wasser als Prinzip der Zerstreuung und die Erde als Prinzip der Zusammenfügung. Aus ihnen ist als drittes Prinzip ein Drache hervorgegangen, der zugleich den Namen des nicht alternden Chronos (Zeit) und des Herakles trägt. Dieses Wesen trägt Flügel auf den Schultern und ist dreiköpfig; neben einem Stier- und einem Löwenkopf hat es in der Mitte einen göttlichen. Seine Gefährtin ist Ananke, die weltumfassende Notwendigkeit. Chronos ist der Vater von Aither und Chaos. Später erzeugt Chronos aus Aither, Chaos und Erebos (der Finsternis) das Weltei.“ Quelle: ebd.

Selbstverständlich gibt es noch ein paar andere Varianten, wie die Welt entstanden sein soll – und das nur bei den Orphikern! Wer soll da denn noch wissen, was richtig ist? 🙂

Gerade mit Blick auf die erste Ausdeutung zur Weltentstehung wundert es mich übrigens, dass man an vielen Stellen lesen kann, Bacchus/Dionysus und Orpheus wären voneinander getrennte Kulte gewesen. Vielleicht hatten sie ja doch mehr gemeinsam, als bisher bekannt ist?
Den Orphikern wird auf jeden Fall abseits der Hymnen nachgesagt, dass sie streng vegetarisch lebten und selbst Eier (Kosmisches Ei) bei ihnen Tabu waren. Ein hoher Anteil Orphiker war weiblich. Alkohol war wohl zumindest in der Anfangszeit noch erlaubt. Der Kult existierte etwa vom 5. Jh. v. Chr. bis zum 5. Jh. n. Chr., aber auch in den Jahrhunderten danach ist immer mal wieder von Orpheus – und seiner Verbindung mit Jesus – die Rede.

Selfhtml Orpheus. By Gustave Surand – http://www.mutualart.com/Artist/Gustave-Surand/640C684E1ED61D52/AuctionResults, Public Domain, Link

Die Bacchanalien als Fest in Rom waren wie die Dionysien in Athen ebenfalls ein Frühlingsfest, die mit der Zeit aber eine Ausweitung erfuhren und zum Teil mehrere Nächte jeden Monat zelebriert wurden.
Der englischspachige Wikipedia-Artikel über die „Bacchanalia“ ist wirklich sehr gut und ausführlich. Unter Bezug auf Livius, einem römischen Historiker, kann man hier allerhand über die Bacchanalien erfahren. Beispielsweise sollen sie aus Griechenland stammen, zunächst ein eher moderates Fest gewesen sein, dem dann aber Wein hinzugefügt wurde. Meistens waren mehr Frauen anwesend als Männer und angeblich gab es keine Unterschiede, was die soziale Stellung der Mitglieder anbelangte. Die religiösen Praktiken dort waren wohl auch sexueller Natur, Livius schreibt auch von missbräuchlichen Geschehnissen.
Bacchus wurde bei diesen Feiern mit dem Liber Pater identifiziert, der einen Tempel auf dem Aventin besaß und als Gott für das einfache Volk galt (er teilte sich den Tempel u.a. mit Ceres).

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By Published by Guillaume Rouille (1518?-1589) – “Promptuarii Iconum Insigniorum”, Public Domain, Link

Im 2. Jahrhundert v. Chr. wurde dieser Kult dann stark eingeschränkt durch den „Senatus consultum de Bacchanalibus“, wahrscheinlich, weil die Feiern sich nach und nach ausweiteten und in ganz Rom verbreiteten und damit in Konkurrenz zur römischen Religion/Priesterschaft standen.
4000 Menschen wurden zum Tode verurteilt, darunter vor allem führende Priester und Priesterinnen des Kultes.
Man beachte, dass Livius lange nach diesem Verbot und den Ereignissen, nämlich erst im 1. Jh. v. Chr. schrieb. – Wer also weiß, was richtig ist.

Selfhtml Bacchus/Dionysus tröstet Ariadne. By Alessandro TurchiWeb Gallery of Art:   Image  Info about artwork, Public Domain, Link

Ihren Ursprung haben die römischen Bacchanalien wahrscheinlich in den Dionysischen Feiern, von denen oben weiter die Rede war.

Wer sich für die mythische Geschichte von Bacchus/Dionysus interessiert, dem sei an dieser Stelle die unten angehängte, sehr gute, gut gemachte und interessante Aufarbeitung von Arte empfohlen. Dionysus/Bacchus ist übrigens auch der Gott, der dafür sorgt, dass die verlassene Ariadne (Theseus, Minotauros, Labyrinth) nicht ganz alleine bleiben musste.

 

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10 thoughts on “Die Bacchanalien

  1. Mal abgesehen davon, dass der Bildhauer der ersten Skulptur ebenfalls unterstellt eine gerade gewordene Mutter könnte einen flachen Bauch haben kommen mir die ganzen Geschichten vor wie Parabeln des heutigen Lebens. Überwesen, dass gemeine Volk und Exzesse aller Orten. Immer wird gegeneinander gekämpft, spätestens, wenn die Sündenfälle ausufern. Götter haben wir heute ebenfalls, die auf dem Olymp des Kommerzes sitzen, die politischen Hohepriester verteigigen diese Kaste, während das Volk zwischen Aufstand und Huldigung schwankt. Damals waren solche Dinge verklausoliert und heute subtil medial verborgen, aber trotzdem fühle ich mich gerade wie in einem blutrünstigen Götterdrama. Sehr feiner Beitrag liebe Runa!

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    1. Ob die Frau gerade Mutter geworden ist, wage ich zu bezweifeln, aber nett, dass Du da so Body-Shaming mäßig argumentierst. 😉 Hast Du schon die neue “Zeit” Ausgabe gesehen? Musste an Deinen Kommentar denken, als ich sie heute geschenkt bekam. Danke lieber Arno für Deine moderne Sichtweise auf das alte Zeugs! 😉 Liebe Grüße und schönes Wochenende!

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