Ovid

Heute geht es mal weniger um Mythen und Götter als vielmehr um einen Menschen, der vieles davon aufgeschrieben hat.

Sein Name war Publius Ovidius Naso und gerade bei letzterem Namen fragt man sich – zu Recht –, ob er ihn aufgrund seiner Nase bekommen hat.

Selfhtml By AuréolaOwn work, Public Domain, Link

Ovid wurde 43. v. Chr. in Sulmo (ca. 100 km entfernt von Rom) geboren, er starb – wahrscheinlich – im Jahr 17. n. Chr. in Tomis. Seine Eltern gehörten dem Ritterstand an und Ovid wurde eine klassische Ausbildung zuteil, die unter anderem auch Bildungsreisen nach Griechenland beinhalteten.
Eigentlich sollte er wohl eine eher politische Laufbahn einschlagen, aber die Liebe zu den Worten führte ihn schnell in den Autorenkreis rund um den reichen Kunstpatron Messalla (Marcus Valerius Messalla Corvinus).
Mit etwa 35 Jahren war er, nach der Veröffentlichung seines Werkes „Amores“ einer der meistgefeierten Dichter des antiken Roms.

Die Autoren damals schrieben nämlich keine Prosa sondern Verse, – also Dichtung. Diese Gedichte reimten sich aber nicht wie bei uns heute, sondern wurden in einer Art Singsang vorgetragen. Wie das klingt, kann man ganz wunderbar in diesem Video hören, das die lateinische Metrik (bzw. einen Teil davon, das sogenannte „elegische Distichon“) thematisiert. (Ich komm übrigens auch drin vor, -mit dem Käpppi der 10. Saturnalien. 🙂 )

Der Ganam-Style-Song thematisiert den Anfang der Amores, in dem Ovid beschreibt, dass er eigentlich im sogenannten Versmaß Hexameter dichten wollte – und zwar Kriegsgeschichten – , dann aber Cupido kam (also Amor) und ihm einfach einen Fuß vom letzten Vers geklaut habe. So entstand – laut Ovid – der Pentameter.
Hexameter und Pentameter ergeben im Wechsel das „elegische Distichon“, das typisch ist für die römische Liebeslyrik. – Danke Cupido! 😉

Ovids Werke haben die gesamte europäische Literatur irgendwie beeinflusst, darunter auch so berühmte Leute wie z.B. Shakespeare – man denke z.B. an den “Mitsommernachtstraum”. Auch sein Gönner Messalla wurde im 17. Jahrhundert noch auf der Giebelfassade des Palastes der polnischen Adelsfamilie Krasinski verewigt. Messalla war sowohl ein Förderer der Künste als auch jemand, der sich in der Politik und im Krieg hervorgetan hatte. Im Kreis um Messalla fanden sich so bekannte Persönlichkeiten wie Horaz (Carpe Diem) oder Tibull. Bevor Ovid ein berühmter Dichter wurde, befand sich das Römische Reich eigentlich permanent in irgendwelchen Aufständen und/oder Bürgerkriegen, die erst 31. v. Chr. in der Schlacht bei Actium ihr Ende fanden. Ovid war damals erst 12 Jahre alt.

Selfhtml Mittsommernachtstraum. By Fuseli, Henry, 1741-1825, artist. Simon, John Peter, 1764?–c.1810, engraver. – Library of Congress[1], Public Domain, Link

Selfhtml Messalla Relief. By MMOwn work (Original text: Self made photo), Public Domain, Link

Ovids Förderer Messalla war eigentlich ein Befürworter der Republik, also jemand, der sich für eine weitgehend demokratische Ordnung einsetzte und dafür kämpfte, allerdings wechselte er irgendwann die Seiten und unterstützte Kaiser Augustus, für den er auch den Titel „pater patriae“ (Vater des Vaterlandes) ersann.
Die, die damals miteinander kämpften, kann man grob in zwei Gruppen einteilen: die einen wollten mehr Mitbestimmungsrecht für das Volk (Populare), die anderen wollten die bestehenden politischen Institutionen so beibehalten (Optimaten). Raus kam dann, nach einigem Hin und Her, was ganz Neues.

Selfhtml Kaiser Augustus. By Alexander Z.Own work, CC BY-SA 3.0, Link

Augustus war jemand, der sich in direkter Nachfolge von Gaius Iulius Caesar sah (er war auch sein Adoptivsohn). Er erfand das Kaiseramt sozusagen und erschuf damit eine Art Ehrenamt, um an seinen Adoptivvater zu erinnern (der Begriff Kaiser leitet sich ab von „Caesar“). Er machte es so: die Strukturen der Republik (Senat, Volksversammlung, Magistraten) ließ er bestehen, besetzte aber alles mit seinen eigenen Leuten. Es führt nicht zu weit zu behaupten, dass Augustus im Prinzip eine Diktatur errichtete.
Allerdings eine Diktatur, die – nachdem ein paar Köpfe rollten – den Römern eine lange Friedenszeit brachte. Man sprach schon damals von der sogenannten „pax augusta“, dem Augustusfrieden.

Selfhtml Augustusbogen in Rimini. Ältester erhaltener Triumphbogen, (ca. 27. v. Chr.) By Carole Raddato from FRANKFURT, Germany – Arch of Augustus at Ariminum, dedicated to the Emperor Augustus by the Roman Senate in 27 BC, the oldest Roman arch which survives, Rimini, Italy, CC BY-SA 2.0, Link

Ovid also blieb vom Krieg – anders als viele römische Autoren vor ihm – weitgehend verschont und konnte sich voll und ganz seinem literarischen Schaffen widmen. Zumindest bis zu dem Tag, als er mit dem Diktatorenkaiser aneinander geriet.

Zuvor jedoch hielt er sich nicht nur im Dichterkreis und Messalla auf, sondern es gab noch andere Autorengruppen in Rom, die unterschiedliche Förderer hatten, so auch jemanden mit dem Namen „Maecenas“ (Gaius Cilnius Maecenas, auch Mäcenas).  Sein Name hat die Jahrhunderte in etwas abgewandelter Form überdauert, nennt man doch noch heute einen Kunstförderer auch „Mäzen“. Maecenas war ebenfalls politisch unterwegs, kämpfte in vielen Schlachten und beriet dann in seinen letzten Lebensjahren den jungen Kaiser Augustus in politischen Fragen.

Kaiser Augustus ist übrigens der Kaiser, von dem auch in der Weihnachtsgeschichte die Rede ist, die man jedes Jahr in der Kirche hört, sofern aus dem Lukasevangelium vorgelesen wird. Ich zitiere:

„1 Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. 2 Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger von Syrien war. 3 Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.
4 Da machte sich auch auf Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum daß er von dem Hause und Geschlechte Davids war, 5 auf daß er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die ward schwanger.“ (Lk 2, 1-5)

Selfhtml Allerdings dauert es von da an noch 300 Jahre, bis sich das Christentum in Rom etabliert. By Unknown Master, Bohemian (active around 1430 in Vyssi Brod)Web Gallery of Art:   Image  Info about artwork, Public Domain, Link

Die Zeit um das Jahr 0 war also in vielerlei Hinsicht besonders. Historisch, politisch, religiös … und eben auch kulturell-künstlerisch. Das sieht man auch mit Blick auf folgende, die Zeit überdauernde, Zitate:

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. +++ Gut Ding will Weile haben. +++ Im Dunkeln ist gut munkeln. +++ Steter Tropfen höhlt den Stein. +++ Doppelt hält besser. +++ Gegen die Liebe ist kein Kraut gewachsen. +++ Wie du mir, so ich dir. +++ Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. +++ Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. +++ Jedes Ding hat zwei Seiten. +++ Aller Anfang ist schwer. +++ Einmal ist keinmal. +++ Man muß das Eisen schmieden, solange es heiß ist. +++ Was lange währt, wird endlich gut. +++ Nachts sind alle Katzen grau. +++ Von nichts kommt nichts. +++ Wehre den Anfängen! Zu spät wird die Medizin bereitet, wenn die Übel durch langes Zögern erstarkt sind. Quelle: https://www.aphorismen.de/suche?f_autor=2850_Ovid (Seite 1ff.)

Ich war selber ein wenig überrascht, als ich es entdeckte, denn: alle diese – ich sage jetzt mal etwas salopp – „Binsenweisheiten“ stammen von Ovid. Wer bei Facebook ist, wird ein paar davon in den letzten Tage auf meiner Seite gelesen haben.

Die Sinnsprüche entstammen natürlich seinen literarischen Werken, die sich in drei relativ klar voneinander getrennte Phasen einteilen lassen, die sich sogar reimen: 1. Liebe, 2. Sage, 3. Klage.

Zur Liebesdichtung gehören die oben erwähnte „Amores“, darin geht es um Liebe und was dieses Gefühl mit einem macht, dann die „Ars Amatoria“, ein etwas praktischeres Werk – z.B. wie man ein Mädchen für sich gewinnt -, die „Remedia Amoris“, Heilmittel und Tipps gegen Liebeskummer, und auch solche lustigen Titel wie „De Medicamine Faciei“ – ein Buch über Schönheitsmittel. Er schreibt in dieser Phase auch fiktive Liebesbriefe antiker Heldinnen, z.B. Dido (Freundin von Aeneas), Penelope (Frau von Odysseus) und anderen … Ein Welt-Reporter betitelte Ovid jüngst als “Roms-Sex-Experten”, womit er vielleicht sogar Recht haben könnte. Ich verlinke euch den Artikel unten.

Selfhtml

By Kempffer – http://gso.gbv.de/, Public Domain, Link

Zur Sagendichtung gehörten vor allem die Metamorphosen, ein sehr großes, umfangreiches Werk mit vielen Bezügen zur Weltentstehung und Mythologie (aus dem ich übrigens auch für Amor und Psyche schöpfe) und die Fasti, – ein römischer Erklärtext zu den zahlreichen Feiertagen, inklusive mythischen Erläuterungen.

Selfhtml

Hier erschaffen Deukalion und Pyrrha nach einer Sintflut gerade neue Menschen. (Metamorphosen, Buch 1) By Scan by Hans jean paul gautier – http://www.latein-pagina.de/ovid_illustrationen/virgil_solis/buch1/vs1_11.htm (see main page), Public Domain, Link

In der letzten Phase, der Klagephase, schrieb Ovid angeblich aus seinem Exil in Tomis, wohin er von Augustus verbannt wurde. Angeblich, denn die neuere Forschung geht davon aus, dass diese Verbannung möglicherweise reine literarische Fiktion war, dass Ovid also gar nicht verbannt wurde.
In den Tristien (Tristia), beschreibt Ovid nämlich die Geschichte eines verbannten Dichters, der Geschichten schreibt. (Schon wieder so ein wenig mise-en-abym-mäßig hier.) Es finden sich auch traurige Briefe, in denen er wieder und wieder betont, wie sehr er Rom vermisst. – Aber ob er wirklich verbannt wurde, wird diskutiert.

Sollte es so gewesen sein, dann ist Ovid hier gelandet.

Konstanza, eine Stadt im heutigen Rumänien, hieß damals noch Tomis und liegt laut GoogleMaps 1709 Kilometer und 321 Stunden Fuß- und Schwimmweg von Rom entfernt. (Mit Schwimmen wahrscheinlich noch längern.)

Es wäre auf jeden Fall ein tragisches Schicksal gewesen, … fernab von Frau, Tochter, Enkelkind(ern), Freunden und der pulsierenden Metropole Rom.

Selfhtml Ovids Verbannung. Turner 1838. By J. M. W. Turner – The Athenaeum (http://www.the-athenaeum.org/art/detail.php?ID=21466), Public Domain, Link

Apropos Frau:
Ovid war drei Mal verheiratet.
In Bezug darauf und mit Blick auf sein Werk kann man wohl behaupten, dass er ein sehr lebensfroher und umtriebiger Mann gewesen sein muss, der auch nicht allzu viel auf Anstand und Moral gegeben hat.

In seinen Liebesbüchern ist immer wieder die Rede von Ehebruch und davon, dass das alles halb so wild sei, wenn man sich nur wirklich liebt. Die Texte, die Ovid schrieb, führten unter anderem auch dazu, dass im – doch eher prüden?- 16. Jahrhundert dieser recht freizügige Holzschnitt mit dem Titel „Ovid und Corinna“ erschien. Corinna ist die Liebste, um die das lyrische Ich (möglicherweise identisch mit Ovid?) in den Amores wirbt.

Selfhtml Public Domain, Link

Möglicherweise war also Ovids lockere Einstellung Augustus ein Dorn im Auge, der zur Zeit seiner Herrschaft die Ehegesetze verschärfte. Augustus führte nämlich eine „Ehepflicht“ ein. Alle Eheleute mit Kindern wurden begünstigt (zum Beispiel kamen sie schneller in wichtige Ämter). Wer nicht verheiratet war, musste Gebühren bezahlen. Grund dafür war, dass nur eheliche Kinder im Römischen Reich in der Armee tätig sein durften und Augustus brauchte zur Sicherung seiner Herrschaft frische Soldaten.

Was genau dann zur Verbannung von Ovid führte – so es denn geschehen ist – bleibt  vage. Mag sein, dass es (auch) an seinem freizügigen Schreiben lag, Ovid selbst deutet an, dass er etwas gesehen habe, das er nicht hätte sehen dürften.
Ungefähr zeitgleich mit Ovid wurde auch Julia, eine Enkelin von Augustus, verbannt, da sie Ehebruch begangen hatte. In diesem Zusammenhang ist auch von einer Verschwörung gegen den Kaiser die Rede, von der Ovid möglicherweise wusste. Trotz oder gerade wegen all seiner Liebeslyrik war Ovid jemand mit klaren Vorstellungen und ein guter Menschenkenner, was die abschließenden, eher unbekannten Zitate eventuell verdeutlichen:

+++
Wenn einer Geld hat, darf er so dumm sein, wie er will.
+++
Auch wenn es dich empört: Das unerlaubte Vergnügen macht Spaß.
+++
Das Geben erfordert Verstand.
+++
Aus schlaffem Bogen fliegt kein Pfeil.
+++
Die Last wird leicht, wenn mit Geschick man sie trägt.
+++
Was sich nicht abbürsten läßt, muß man abstreicheln.
+++
Einst waren Geist und Talent mehr wert als goldene Münze; nichts zu besitzen ist heute die größte Geschmacklosigkeit.
+++
An Versprechungen ist jeder so reich, wie er will.
+++
Entferne die Hoffnung aus dem Herzen des Menschen und du machst ihn zum wilden Tier.
+++

Heimlich und hastig entrinnt uns unbemerkt flüchtig das Leben – schneller ist nichts als die Jahre. Wir aber dachten, es wäre noch soviel Zeit.

+++
Gesetze wurden gemacht, damit der Stärkere seinen Willen nicht in allen Dingen durchsetzt.
+++
Wir loben die gute alte Zeit, leben aber gerne in der Gegenwart.
+++
Wenn Jupiter seine Blitze schleudern würde, sooft die Menschen sündigen, dann wäre er in kurzer Zeit ohne Waffen.
+++
Ein Schiffbrüchiger hat Angst auch vor ruhiger See.
+++
Die Realität hilft mir nicht immer, aber die Hoffnung.
+++
Der Arme liegt überall am Boden.
+++
Welches auch die Gaben sein mögen, mit denen du erfreuen kannst, erfreue.
+++
Es herrscht nun wahrlich das goldene Zeitalter, die meiste Ehre gehört dem Gold, mit Gold verschafft man sich Liebe.
+++
Es bleibt der Weg durch den Himmel; durch den Himmel zu gehen werden wir versuchen!
+++
Gib deinem leeren Geist eine Aufgabe, die ihn packe!
+++
Tugendhaft ist die Frau, die man noch nicht gefragt hat.
+++
Das arme Menschenherz muß stückweis’ brechen.
+++
Das ist Genuß, wenn zugleich Mann ihn empfindet und Weib.
+++
Es müssen sich nicht alle heiraten, die einmal zusammen gähnen.
+++
Erst mach dein Sach, dann lach.
+++
Gleiche Rechte, gleiche Pflichten.
+++
Mancher hat die Einsicht, aber keine Aussicht.
+++
An der einen Seite zieht mich die Liebe, an der anderen die Logik.
+++
Die Seelen kennen keinen Tod; so oft sie ihren Sitz verlassen,
nehmen neue Wohnungen sie auf.

Quelle: https://www.aphorismen.de/suche?f_autor=2850_Ovid (Seite 1ff.)

Weiterführende Links:

Ovid, der “Sex-Experte”: https://www.welt.de/geschichte/article155205238/Roms-Sex-Experte-stieg-sogar-Kaisers-Tochter-nach.html

2017 ist das 2000ste Todesjahr von Ovid. Daher möchte ich noch auf folgenden Artikel aufmerksam machen, der einen guten Einblick gibt in das Thema meines Blogbeitrages am nächsten Donnerstag: Woher kommt eigentlich das Wissen über die Antike?

http://www.sueddeutsche.de/kultur/jahre-wiederentdeckung-von-de-rerum-natura-feiert-lukrez-statt-luther-1.3723464

Folgende Blogbeiträge des Lehmofens streifen Ovid:

https://lehmofen.wordpress.com/2017/10/12/kybele/

https://lehmofen.wordpress.com/2017/09/21/cardea/ (!!!)

 

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18 thoughts on “Ovid

  1. Danke für den belesenen und bebilderten Beitrag zu Ovid. Seine Metamorphosen sind reiche Schätze für unsere aktuellen Transformationen. In der Liebeskunst oder Ars Amatoria hatte ich mir unter anderem die Stelle angestrichen: “Was ist härter als Stein, was weicher als Wasser? Trotzdem hölt das weiche Wasser den harten Stein.” (Reclam-Ausgabe 357, S. 37)
    https://transitnuremberg.wordpress.com/2017/04/08/das-weiche-wasser-bricht-den-stein/

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    1. Das Zitat ist auch eines meiner Liebsten. Kurz zusammengefasst: Weich ist stärker als hart. Ich denke auch, dass Ovid immer noch sehr zeitgemäß ist, – und bestimmt in einem gewissen Sinne “moderner” als viele Denkweisen heutzutage. 😉

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  2. Seeeehr interessanter Beitrag liebe Runa. Leider bekomme ich von FB keine Nachrichten, wenn auf meine Kommentare geantwortet wird, es sei denn ich wurde markiert. Natürlich wußte ich es nicht, aber ich wurde mit Ovid erzogen und kenne auch die unbekannteren Zitate, die es heute auch noch gibt, wenn auch in abgewandelter Form. Bestimmt war er nicht nur Menschenkenner, sondern konnte ebenfalls gut die politische Lage einschätzen und mit zunehmendem Alter wurde er vielleicht zynischer und sarkastischer was dieses Thema angeht. Als überaus populärer Dichter seiner Zeit, haben ihm sicher viele Ohren zugehört und so etwas ist für Regierende in der damaligen Zeit sicherlich schwierig gewesen.Ovid muss beeindruckend gewesen sein und seine Meinung wichtig, sonst hätte sein Schaffen nicht so leicht 2000 Jahre überlebt. Danke für den schönen Zeitvertreib 🙂

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  3. Ganz herzlichen Dank für diesen Beitrag. Ovid ist mit seinen Metamorphosen eine nie versiegende Quelle der Inspiration. der großartige Roman von Ransmayr “Die letzte Welt” hat ihn mir noch einmal lebendig gemacht.

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      1. Gern. Übrigens fiel mir eben beim gründlichen (genussreichen) Lesen noch auf, dass du Constanza zu Rumäniens Hauptstadt machst. Das solltest du verbessern.
        Auch fehlen Quellen, wer denn nun das Exil Ovids bezweifelt (was ich für neumodischen Quatsch halte. Oder ist er etwa nicht in Tomis gestorben?)
        Wie immer: dein bebilderter Text ist ein Genuss für alle Sinne.

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      2. 😁 Ich bin eben doch eher phantasievoll als wissenschaftlich. Danke, werde ich alsbald verbessern. Das mit dem Exil kam seit letztem Jahrhundert immer wieder zur Sprache, Quellen gibt es aber nicht, wie es ja nur Selbstangaben von Ovid dazu gibt. Wird also in Seklit, jüngst die neuste Reklam-Ausgabe der Amores. Bin grade im Kino, geht gleich los … 😁

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