Oh Wunderwerk der Konjunktionen!

 

Descartes-moncornet

Rene Descartes: “Ich denke, also bin ich.”

Ich denke, wenn ich bin. Ich bin, wenn ich denke.

Ich denke, obwohl ich bin. Ich bin, obwohl ich denke.

Ich denke, bis ich bin. Ich bin, bis ich denke.

Ich denke und ich bin. Ich bin und ich denke.

Ich denke, nachdem ich bin. Ich bin, nachdem ich denke.

Ich denke, während ich bin. Ich bin, während ich denke.

Ich denke, als ich bin. Ich bin, als ich denke.

Ich denke, wie ich bin. Ich bin, wie ich denke.

Ich denke, damit ich bin. Ich bin, damit ich denke.

Ich denke, indem ich bin. Ich bin, indem ich denke.

Ich denke, da ich bin. Ich bin, da ich denke.

Ich denke, um zu sein. Ich bin, um zu denken.

Ich denke, weil ich bin. Ich bin, weil ich denke.

Ich denke, dass ich bin. Ich bin, dass ich denke. Das, was ich denke.

 

 

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gettyimages – Wo sind die Bilder hin?

Schweren Herzens habe ich mich dazu entschlossen, mich von “gettyimages” zu trennen, deren Bilder ich gerne nutzte, um meine Beiträge zu verschönern.

Es ist so, dass ich hier demnächst informiere, wann und ob mein erstes eBook erscheint, das ich auch verkaufen möchte.

Internet und Bilder; Kommerzielles und Urheberrecht und so, das könnte vielleicht problematisch werden … also habe ich mich bei gettyimages erkundigt, ob mein Vorhaben in Ordnung sei.

Telefonisch: “Gar kein Problem!”

Ich hätte es aber gerne schriftlich und fragte sicherheitshalber noch mal per E-Mail nach. Und siehe da: Getty teilte mir diesbezüglich heute mit, dass ich die Bilder käuflich erwerben müsste, wenn ich “Werbung” für ein eBook mache. Und zwar “Social-Media” lizensiert.

Mir taten sich zweierlei Fragen auf:

  1. Warum gibt es eine Diskrepanz zwischen telefonischer und schriftlicher Auskunft?
  2. Warum gibt es eine weitere Diskrepanz zwischen der schriftlichen Auskunft und den Bestimmungen bei gettyimages?

Denn: Es gibt auf Getty auch die Möglichkeit, die Bilder für ein “kommerzielles Blog” zu lizensieren, was in meinem Fall, streng genommen, dann doch so wäre. (?) Also nicht “nur” Social Media, wie von Getty in der E-Mail gefordert.

Wie dem auch sei, in beiden Fällen (kommerzielles Blog/Social Media) würde die Einbettung eines Bildes weit über 200 Euro kosten, und das – kann doch nicht wahr sein!

Ich hatte gehofft – und es ist eine rechtliche “Lücke” -, dass die Lizenzbestimmungen “nur” für einzelne Beiträge, d.h. “Posts” gelten. Wen es interessiert: siehe hier unter Punkt 3.

http://rechtsanwalt-schwenke.de/faq-einbettung-bilder-getty-images-urheberrecht-top-datenschutz-flop/#f3

Tatsächlich aber wirken sich die Bestimmungen auf das gesamte Blog aus. Oder könnten es.

Fazit: Mir ist das zu riskant und daher werde ich all die schönen Bilder löschen und zukünftig nur noch auf eigenes Material zurückgreifen.

Vorschlag: Ich wäre gerne bereit für schöne Bilder, genauso wie für ein schönes eBook, einen kleinen, aber feinen Obolus zu zahlen. Also irgendwas zwischen 99 Cent und 9,99 Euro. Aber über 200 Euro für EIN Bild??? Wer kann sich denn sowas leisten?

Der Stil und seine Mittel (2) – Ein lustiger Gesell´

Die Mode ist das, wodurch das Phantastische für einen Augenblick allgemein wird. (Oscar Wilde) 

DAS BÁTHOS

Zugegeben, es kommt nicht ganz so stark daher wie seine großen Freunde, Sarkasmus, Ironie, Zynismus. Es ist auch nicht ganz so widerspenstig wie ein Oxymoron, nicht ganz so gegensätzlich wie eine Antithese. In seinem Namen aber schwing Pathos mit, Leidenschaft und Kraft, die allerdings -seinem Namen nach – in der Tiefe bleiben.

βάθος ist altgriechisch und bedeutet “Tiefe”.

Die rhetorische Figur nutzt man, wenn in einem Satz ein hoher „Wert“ einem niedrigen „Wert“ gegenüber gestellt wird. Dieser hohe Wert kann sowohl etwas “Positives” oder “Negatives” sein.

Beispiele

„Bei dem Sturz habe ich mir den Oberschenkel gebrochen und mir ist ein Haar ausgefallen.“

Dieses Báthos besteht aus dem Bruch des Oberschenkels und dem Ausfallen des Haares. Es findet sich sowohl auf syntaktischer Ebene (beides sind Akkusativ Objekte), als auch auf inhaltlicher Ebene. Ein Bruch ist “höher” (in diesem Falle “schlimmer” als das Ausfallen eines einzelnen Haares). Daher ist dieses Báthos sogar ein doppeltes Stilmittel, wenn man so will, denn hier liegt auch eine parallele Konstruktion (siehe “mir” = Dativ) auf syntaktischer Ebene vor. Ein Parallelismus. Ein kleiner.

„Das Unwetter zerstörte das gesamte Dorf und auf unserem Hof wurde ein Vogelnest aus der Regenrinne geweht.“

Báthos inhaltlich, syntaktisch nicht 100% ausgeführt. Denn “das Dorf” ist Akkusativ (wen/was?), “ein Vogelnest” (aufgrund des Passivs) Subjekt und damit Nominativ.

„Er liebte sie von ganzem Herzen und betrog sie nur selten.“

Syntaktisch sind hier die Verben am Werk. Unter der Annahme, dass “Liebe” etwas sehr Hohes ist und damit einen Betrug ausschließt, wird diesem hohen Wert ein extrem niedriger Wert, “Betrug”, gegenüber gestellt.

„Ich bin wirklich sehr kleinlich und extrem genau. Meistens.“

Dieses Báthos funktioniert nur auf inhaltlicher Ebene. Es schließt sich aus, “meistens” “sehr kleinlich” und “extrem genau” zu sein. Entweder man ist es oder eben nicht.

“Das Phantastische wird für einen Augenblick allgemein.”

“Das Phantastische”, ein hoher, ideeller Wert – wird hier inhaltlich “allgemein”. Ebenfalls ein Báthos, wenn mich nicht alles täuscht.

Zur Funktion und Verwendung

Das Báthos ist ein wunderschönes Stilmittel, wie ich finde. Ich meine auch, es in verschiedenen, insbesondere humorvollen Texten schon (unbewusst) gelesen zu haben. Möglicherweise ist es daher sogar “modern”.

Das Báthos macht Texte oder/und Figuren interessant, überraschend und „locker“. Man spürt die leise Ironie in diesen leicht widersprüchlichen Aussagen. Irgendetwas wird nicht ganz ernst genommen. Oder meinen der Text/die Figur vielleicht doch ernst, was sie sagen?

Der Leser wird ein wenig an der Nase herumgeführt, denn er weiß nicht recht „Was soll das eigentlich?“. Das verwirrt und macht – im besten Fall-  neugierig auf mehr.

Beste Grüße

Eure

Runa

PS. Wie ich eingangs erwähnte, ist die Verwendung von Stilmitteln eine sehr individuelle Angelegenheit.

https://lehmofen.wordpress.com/2015/07/11/der-stil-und-seine-mittel-1-welches-kleid-passt-meiner-geschichte/

Es mag daher nicht alles 100% stimmig sein oder “passen”, was ich hier schreibe. Ich würde mich sehr über eure Gedanken und Beispiele freuen, auch Widerspruch (am besten begründet) ist gerne gesehen! Dankeschön!

Der Stil und seine Mittel (1) – Welches Kleid passt meiner Geschichte?

Bei Mode geht es darum Sachen zu tragen, die einem stehen. (Vivienne Westwood)

Heute geht es um Mode. Es geht um Stil. Es geht ums Schreiben.

Die letzten Tage und Wochen habe ich mich mit Stilmitteln beschäftigt.

Unzählige gibt es! Seit Menschengedenken! Erstmals schriftlich festgehalten in der Antike. Z.B. in der Poetik von Aristoteles oder später von Cicero in De Oratore (Über den Redner).

Grundsätzlich habe ich festgestellt, dass  die meisten literarische Hüpfer heutzutage nicht mehr en vouge sind. Zumindest fallen sie kaum auf. Das heißt, die “Schreibmode” scheint zur Zeit eher “schlicht” zu sein, kurze Prägnanz, einfache Sätze, wenig Schmuck und Gepränge.

Nichtsdestotrotz habe ich gemerkt, dass die feinen Kniffe stilistischer Art Verschiedenes vermögen, sofern sie nicht inflationär eingesetzt werden.

Stil wirkt also noch heute.

Der geneigte Autor muss also “nur noch” die richtigen Klamotten für seine Figuren, Sprache und Werk finden – et voilá! Sieht gleich viel besser aus.

Viele Seiten im Internet informieren über Stilmittel, gut finde ich diese hier:

http://www.wort-satz-buch.de/wichtige-rhetorische-stilmittel-deutsch-liste/

Dort sind die 38 wichtigsten Mittel aufgelistet, ganz kurz und knapp.

Sehr ausführlich, weil weiterverlinkend, ist das gute alte Wikipedia. Fast jede der rhetorischen Figuren hat ihren eigenen Wikipedia Eintrag. Man könnte sich wochenlang damit beschäftigen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_rhetorischer_Stilmittel

In beiden Fällen und insgesamt betrachtet fehlen mir allerdings Überlegungen dazu, wann und vor allem zu welchen Zweck die Stilfiguren eingesetzt werden sollen.

Auch dazu habe ich geforscht/mir Gedanken gemacht und kam zu dem Schluss:

Es gibt kein Patentrezept für Stilmittel.

Es muss genau geprüft werden, wie sich das Mittel auf den Inhalt (und andersherum) auswirkt. Anders gesagt: jeder Geschichte steht was anderes. Solange es gut aussieht, ist alles erlaubt. Und es gibt sogar Modedesigner, die behaupten, dass es “geschmacklos” sein muss, um großartig zu sein.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Eure Runa

 

Schreibtipps für blutige Anfänger (4)

Weiter geht es mit den Schreibtipps. Grundlage ist das famose Werk: Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben von Roy Peter Clark, das ich jedem angehenden oder professionellen Schreiber nur empfehlen kann.

http://www.amazon.de/Die-Werkzeuge-f%C3%BCr-gutes-Schreiben/dp/3866710313

Ein paar Punkte habe ich während der letzten Beiträge übersprungen und liefere sie hiermit nach:

5. Starke Wörter an den Anfang und/oder an das Ende

Leidenschaft, ein Feuer, das in der Seele brennt.

Hier haben wir ein recht starkes Wort direkt am Anfang des Satzes. Das ist sinnvoll, weil es den Leser von Beginn des Satzes an zu “packen” vermag. Immer geht es darum, den Leser zum Weiterlesen zu animieren. Dazu ist ein “starker Anfang” in einer Geschichte sinnvoll, dasselbe gilt für die “Satzebene”.

Nun heißt das nicht, dass jeder Satz mit einem starken Wort beginnen muss. Nach meinem Dafürhalten ist Schreiben ein wenig, als ob man mit Wörtern malte – und da kann der ein oder andere “rote Tupfer” in der Geschichte sehr angebracht sein.

Genauso – oder zumindest ähnlich – verhält es sich mit den starken Wörtern am Ende eines Satzes. Tendenziell würde ich solche starken Endwörter erst am Ende des Kapitels nutzen. Warum? Weil es das Kapitel gegen Ende “steigert” und – was wollen die Autoren? – genau, richtig: ihre Leser zum Weiterlesen animieren.

Beispiel:

Es war nichts, was er in den Händen hielt. Nicht ein Stückchen des Ganzen, nicht ein kleines Bisschen. Es war flüchtig wie Luft. Vielleicht ein kleiner Tod.

– Was immer mir da gerade aus den Fingern geflossen ist: “der Tod” als solcher, denke ich, kann durchaus als “starkes Wort” gelten.

Einschub: Was eigentlich sind “starke Wörter”?

Grundsätzlich denke ich dabei an Substantive, die viele Assoziationen auslösen. “Leidenschaft”, “Tod” … das sind Wörter, mit denen jeder etwas anfangen kann, da jeder Mensch irgend etwas damit verbindet.

Es gibt andere, starke Substantive, die “weniger abstrakt”, aber genauso vieldeutig, bzw. Assoziationen erweckend, sein können:

Sonne, Mond, Sterne. Ein steiler Berg. Ein Baum.

Viele starke Wörter stamme also, sehe ich gerade, aus der Natur.

(Heute war ich in einer Ausstellung über Vinzent van Gogh. Ein Zitat von ihm war, dass der “Maler” nicht so sehr auf andere Maler hören sollte, sondern vielmehr auf das, was ihm die Natur zu sagen hat. Ich denke, das gilt für Schreiber, Autoren, Schriftsteller. 😉 )

6. Mit Adverbien und Adjektiven sollte man als Schreibender grundsätzlich vorsichtig sein

Dieser Rat hält sich wie ein Gebot in allen Schreibschulen. Ich finde ihn allerdings durchaus hinterfragenswert, da ich vor einiger Zeit hörte, dass z.B. J.K. Rowling sich gar nicht daran hält.

Insgesamt betrachtet denke ich: Zum Einen stimmt es. Denn es besteht die Gefahr dabei zu allgemein und beliebig zu schreiben.

Beispiel:

Hier steht eine Lampe auf einem unordentlichen Schreibtisch.

VERSUS

Hier steht eine Lampe. Sie steht auf meinem Schreibtisch inmitten von Stiften, Filterpäckchen, Büchern, Mappen und Ordnern.

“Unordentlich” ist recht allgemein. “Filterpäckchen, Bücher, Mappen, Ordner” dagegen viel konkreter, zumal der Leser selbst diese Dinge zum Leben erwecken kann, indem er sich eine Vorstellung, ein Bild davon macht.

Zum Anderen, siehe oben, denke ich, dass es “nicht” stimmt.

Denn: Ich vermute, je konkreter die Dinge beschrieben werden, desto mehr Adjektive und Adverbien “darf” man als Autor verwenden. Es geht bei diesem “Verbot” also vor allem darum, Allgemeinplätze zu vermeiden.

Beispiel:

Hier ist eine weiße Lampe. Sie steht auf meinem Schreibtisch aus Mahagoni inmitten von roten und blauen Stiften, schwarzen Büchern, grünen Mappen und Leitz-Ordnern.

– Erscheint das Bild möglicherweise sogar genauer vor dem Auge des Lesers.

Aber auch hier sollte man etwas aufpassen. Denn wer ein Bild zu genau beschreibt, läuft Gefahr, die Assoziationskraft des Beschriebenen einzudämmen. Man sollte bzw. “muss” dem Leser seine gedankliche Freiheit lassen. Detaillierte, penible Beschreibungen sind eher etwas für wissenschaftliche Aufsätze, z.B. in der Biologie.

😉

Zum Abschluss noch ein kleiner Ausblick:

Demnächst gibt es eine allgemeine Info zu Stilmitteln. ❤

Einfach mal so …

Am heutigen Tage möchte ich, unabhängig jedweder Literaturvorgabe, meine persönlichen Schreibtipps zum Besten geben.

1. Spreche mit deinem Material

Das mag sich erstmal merkwürdig lesen. Wie oder wieso sollte man mit einem Thema “sprechen” oder – womit überhaupt soll man sprechen?

Relativ verständlich ist dieser Vorschlag bei Figuren. Man hat also Figur x,y und z und an mancher Stelle weiß man nicht, wieso sie dies oder das tun – oder: was sie überhaupt tun.

Fragt sie! Redet mit ihnen! Schreibt mit ihnen!

Es gibt die Möglichkeit, einen Steckbrief auszufüllen. Das Internet ist voller Vorschäge (Steckbrief Figur, Charakterisierung), aber ich glaube, das ist nur eine und vielleicht sogar eine “schlechte” Variante, um herauszubekommen, was und wer und wie die Figur eigentlich ist.

Ich mag Interviews. Eigene Fragen, geschriebene Antworten – die ich mir “selbst” gebe, durch die Figur. Kommt viel bei rum, finde ich. Wobei es immer noch eine Weile dauert.

Aber gerade wenn man vielleicht noch nicht in der Lage ist, seine Figuren in einen Steckbrief zu “stecken”, sollte man sich vielleicht einfach mal mit ihnen unterhalten – auf schriftlicher Ebene.

2. Sex

Wie sähe – für Dich persönlich – die beste Liebesnacht Deines Lebens aus? Was müsste passieren? Wer müsste dabei sein und wie würde “man” vorgehen?

Ich finde, um die Rhythmik und Spannung einer guten Geschichte zu eruieren – um diese herauszubekommen – sollte man sich “back to the roots” aufmachen und darüber nachdenken – und nachschreiben – wie eine perfekte Liebesnacht auszusehen hätte.

Das mag auf den ersten Blick wenig mit “der Geschichte” zu tun haben, aber – hey – subcontious it has! Oder anders gesagt: im Unbewussten wird das seine Wirkung tun.

Womit wir schon bei Punkt 3. wären:

3. Esoterik

Es gibt, laut Freud, sowas wie das Unbewusste. Nichts in den großen Romanen ist dem Zufall überlassen. Alles, was dort geschrieben steht, und sei es nur die stupide Beschreibung einer Vase, hat etwas mit unserem Unbewussten zu tun. Mag sein, dass es auch den ein oder anderen Autoren gibt, der sich da nicht 100% drauf verlässt. Aber grundsätzlich gilt: wenn z.B. von einer “Tür” die Rede ist, dann ist das immer eine Möglichkeit, neue Wege zu beschreiten.

Oder wenn von “Tunneln” oder “Höhlen” geschrieben wird: hier sind reinkarnierende Kräfte am Werk! (Reinkarnation = Wiedergeburt; oder im übertragenen Sinn auch einfach: ein Neuanfang).

4. Musik

Schreiben, in letzer Konsequenz, ist meiner Meinung nach Musik. Oder “wie” Musik.

Um sich dessen zu behelfen, kann es sinnvoll sein  – aber das ist eine Typfrage – beim Schreiben Musik zu hören. Diese muss gar nicht mal zum Thema passen, solange sie den Vibe des Themas zu transportieren vermag.

Also: hört Musik und schreibt!

Nun zum letzten und wichtigsten Punkt:

5. Schreiben

Wer schreiben will, sollte schreiben. Ich habe festgestellt, dass es eigentlich egal ist, was geschrieben wird. Z.B. mein Blog hat schon sehr viel in mir ausgelöst … vielleicht auch die Gegebenheit, dass ich durch den Blog viel lese (das als Tipp 5.1. Lesen ist superwichtig), was andere Blogger so schreiben.

Das war es für heute. Morgen gibt es was über den Kaktus. Versprochen.

Beste Grüße und bis bald

Runa

Schreibtipps für blutige Anfänger (3)

Numero 4 (quatro – por mis amigos españoles!)

Beim Schreibern verzichten wir auf möglicherweise und ganz vielleicht auf theoretische oder wie auch immer geartete: FÜLLWÖRTER, denn – wie ihr diesem Text entnehmen könnt, liest es sich einfach besser:

Beim Schreiben verzichten wir auf Füllwörter. [Punkt]

Denn: Füllwörter schwächen und verzögern und beim Schreiben ist es wichtig, auf den PUNKT zu kommen.

Dazu zählen übrigens auch Substantivierungen

(Er machte etwas Gekochtes = Er kochte)

Doppelbedeutungen

(Er bemühte sich Füllwörter zu vermeiden und immer auf den Punkt zu schreiben)

Oder auch “Er bemühte sich Füllwörter zu vermeiden[Punkt] und immer auf den Punkt zu schreiben.”

Das Ganze funktioniert auch bei Handlungen:

Er kochte das Essen und setzte einen Topf auf den Herd, um Wasser zu erhitzen.

Was lassen wir weg?

Hier ist das allgemeine “Er kochte das Essen” wahrscheinlich besser wegzulassen, denn die Thematik: Einen Topf mit Wasser erhitzen – zeigt schon, dass der Protagonist möglicherweise essen will.

Grundsätzlich gilt auch, immer so anschaulich wie möglich zu schreiben. Und da ist es besser, einen Topf auf den (dreckigen) Herd zu stellen, als einfach nur “Essen zu kochen”.

Besonders anschaulich wird es dann, wenn wir auch wissen, was der Protagonist – oder klar, die Protagonistin – essen will.

Ich zum Beispiel esse heute Kartoffeln mit Tzatiki und gebratennen Soja-Schnitzeln. Als Halbveganerin ein tolles Futterwerk! Famos! 😉