Amor und Psyche – Ready to read!

 

27.11.2017.png

Für meine treuen Blogleser gibt es jetzt ganz exklusiv das herzschmerzsplatter-frecher-Amor-Cover … und da Amazon einfach mega schnell war … auch noch ein wenig mehr.

Einen wunderschönen 2. Advent und herzliche Grüße! Die Printversion gibt es in den nächsten Tagen. Kommafehler sind übrigens auch noch ein paar drin, – wer sie findet, darf sie mit Herzchen ummalen! ❤

(Werden aber in absehbarer Zeit behoben.) 😉

Boah, bin ick stolzzzz!!! 🙂 🙂 🙂

Advertisements

Apuleius von Madaura

Und so, mein lieber Glaukon, ist denn dieser Mythos erhalten worden und ist nicht untergegangen, und er wird vielleicht auch unsere Seelen retten, wenn wir ihm nämlich folgen. (Platon, Politeia 621c)

Selfhtml

Lucius verwandelt sich vom Esel zurück zum Menschen. By Bartolomeo di Bartoli for Bruzio Visconti – 2D copy of a scan of an medieval manuscript, Public Domain, Link

Warum ein Eingangszitat von Platon für einen Beitrag über Apuleius von Madaura?

Nun, der Autor vom Goldenen Esel, um den es letzte Woche ging, war ein bekennender Mittelplatoniker, möglicherweise Neupythagoreer, lebte im Umfeld von verschiedenen christlichen Schulen und kannte sicherlich auch die Stoa. – Und man sagt ja, dass alle Philosophie irgendwie von Platon ausging. 😉

Es würde zu weit führen, die verschiedenen platonischen Gedankenschulen, die sich im Laufe der Zeit entwickelten, genaustens darzustellen, aber um sich dem Menschen Apuleius zu nähern, sind ein paar Hintergründe hilfreich. Nicht zuletzt ist der Platonismus nur eine der verschiedenen Gedankenrichtungen, die “Lucius” Apuleius beeinflussten oder mit denen er im Laufe seiner zahlreichen Reisen in Berührung kam, denn das zweite Jahrhundert nach Christus erscheint rückblickend wie eine Art “Einmachglas” mit unterschiedlichsten Leckereien gefüllt, die Welt – und das Leben – zu verstehen.

Und mittendrin schwimmt der berühmte Autor des Goldenen Esels: Apuleius.

Selfhtml

Apuleius auf einem Cover von 1902. Zu sehen ist rechts der „goldene“ Esel, links Pamphile, eine der Hexen ganz zu Beginn des Buches, die sich in eine Eule verwandelt. By Unknownhttp://www.jnanam.net/golden-ass/goldass/apu01.jpg, Public Domain, Link

Apuleius (ca. 123-170) lebte in Madauros/Madaura im Nordosten des heutigen Algeriens. Apuleius ist nicht der Vorname, sondern ein Familienname. Möglicherweise hieß Apuleius mit Vornamen „Lucius“ – und hätte damit denselben Namen wie die Hauptfigur des Goldenen Esels – doch das ist Spekulation und nicht gesichert.

Man kann noch heute ein paar antike Überreste von Madaura finden.

Selfhtml By samir boualiOwn work, Public Domain, Link

Selfhtml By samir boualiOwn work, Public Domain, Link

Selfhtml By samir boualiOwn work, Public Domain, Link

Madaura befand sich damals im Königreich der Numider, war aber eine römische Provinz. Apuleius bezeichnete sich einst als “halber Numider”. Die römischen Kaiser, unter denen Apuleius lebte, waren Hadrian (117-138), Antonius Pius (138-161) und Marc Aurel (161-180). Gerade letzterem wird eine intensive philosophische Beschäftigung nachgesagt, sein Buch „Selbstbetrachtungen“ gehört noch heute zum Kanon der Weltliteratur und hat auf Amazon fast durchweg mehr als vier Sterne. 😉  Ich spreche hiermit eine klare Leseempfehlung aus! (Meine Oma hat es auch gelesen und für gut befunden, übrigens.)

https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Ddigital-text&field-keywords=marc+aurel

Das Buch von Marc Aurel basiert auf stoischer Philosophie, die – grob gesagt – versucht, dem einzelnen Menschen einen Platz (Sinn) im Leben (Kosmos) zuzuweisen, wohingegen das Ziel des Lebens im platonischen Sinne darin bestand, ganz abseits vom Leben irgendwie herauszubekommen, was denn eigentlich nun das „Wahre“ und „Gute“ wirklich ist. – Also eher so Gedankenspekulationen.
Platon – über den mal geschrieben wurde, dass sämtliche philosophischen Gedanken der Moderne eigentlich nur „Fußnoten“ (also kleinere Erklärungen) zu seinen antiken Schriften seien – ging davon aus, dass die Welt nicht so ist, wie sie ist, sondern dass es irgendwo von jedem Ding, das wir sehen (oder auch nicht sehen) ein Idealbild gibt. Also das perfekte Abbild – oder vielleicht besser „Urbild“ – von dem sich alle anderen Gegenstände (oder Gedanken) ableiten. Das nannte er dann: „Idee“.
Die „Idee“ des Guten ist also „besser“ (da originaler) als „das Gute“, oder was auch immer der Mensch vornehmlich darunter versteht.
Man kann vielleicht sagen: Platon war ein lebensfernerer Perfektionist, wohingegen die Stoa (Gründer: Zenon von Kition) sich eher damit beschäftigte, inwiefern das, was die Philosophie so herausfand und beforschte, für das Leben des Einzelnen wirklich nutzbar gemacht werden konnte.
Allerdings würde Platon – ganz perfektionistisch – dem natürlich widersprechen und mittels verschiedener Fragen zeigen, dass nur die „Idee“ des Nützlichen wirklich Nutzen bringen kann.

Um die Gedanken der beiden Schulen etwas „greifbarer“ zu machen, stelle ich im Folgenden mal ein paar Zitate gegenüber.

Platon  428/427 v. Chr. in Athenoder Aigina; † 348/347 v. Chr. in Athen

SelfhtmlBy SilanionUser:Bibi Saint-Pol, own work, 2007-02-08, Public Domain, Link

Zenon 333/332 v. Chr. in Kition; gestorben 262/261 v. Chr.

Selfhtml

Von Paolo MontiVerfügbar in der digitalen Bibliothek BEIC und hochgeladen in Partnerschaft.Dieses Bild stammt aus der Stiftung Paolo Monti, die im Besitz von BEIC ist und and im Städtischen Fotoarchiv von Mailand angesiedelt ist., CC-BY-SA 4.0, Link

Freundschaft
Wo aber keine Gemeinschaft ist, da kann auch keine Freundschaft sein.

Ein Freund: meine anderes Ich.

Gott
Als nun aber der Vater, welcher das All erzeugt hatte, es ansah, wie es bewegt und belebt und ein Bild der ewigen Götter geworden war, da empfand er Wohlgefallen daran, und in dieser seiner Freude beschloß er denn, es noch mehr seinem Urbilde ähnlich zu machen.

Gott ist der Ursprung von allem, er ist der reinste Körper und seine Vorsehung durchdringt alles.

Das Gute
Das Gute schafft die Ordnung, das Schöne ist sie.

Nicht in dem Großen liegt das Gute, sondern in dem Guten liegt das Große.

Der Mensch
Als Naturwesen bleibt der Mensch an den Körper gebunden, als Geisteswesen aber hat er Flügel.

Der Charakter ist die Quelle des Lebens, aus der die einzelnen Handlungen fließen.

Das Leben
Das Leben ist eine kurze Verbannung.

Das Ziel des Lebens ist ein Leben im Einklang mit der Natur.

Das jeweils erste Zitat unter dem Thema gehört zu Platon, das zweite stammt von Zenon. Ich finde, man erkennt daran ganz gut, dass die Stoa insgesamt etwas „lebenspraktischer“ unterwegs war. Zenon würde wahrscheinlich mit Erich Kästner übereinstimmen: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ und Platon würde Kästner lange befragen, um dieses „Gute“ zu definieren – und wahrscheinlich würde er auch versuchen das „Tun“ irgendwie einzugrenzen, bevor es denn überhaupt zum “guten Tun” kommt.

Es gibt eine dritte „geistige“ Strömung, der Apuleius ausgesetzt war: Das Christentum.
Die Christen waren damals noch ziemlich neu und erstmal auch nicht besonders beliebt. Während es im 1. Jahrhundert zu kleineren Christenverfolgungen kam, konnte sich das Christentum im 2. Jahrhundert (also zur Lebenszeit Apuleius) relativ ungehindert entfalten. Allerdings gab es damals noch nicht „die Kirche“, sondern verschiedene Bereiche, wo über theologische Fragen (was ist Gott, wie soll man sich verhalten, wie ist die Kirche organisiert, was soll eigentlich gelehrt werden und so weiter …) gesprochen wurde. Für den Raum Afrika ist dabei vor allem die sogenannte Gnosis interessant, die dort durch einen Mann namens Marcion eine recht große Verbreitung fand.

Selfhtml

By Unknown(Life time: 1100?) – Original publication: Manuscript, Italy, 11th centuryImmediate source: http://corsair.themorgan.org/cgi-bin/Pwebrecon.cgi?BBID=338126, Public Domain, Link

Marcion war ein christlicher Kaufmann, der ein beträchtliches Vermögen an die damals entstehenden Kirche in Rom spendete, der mit „seinen Leuten“ aber immer wieder aneinander geriet und daher irgendwann frustiert eine eigene Kirche gründete.
Marcion lehrte (vielleicht beeinflusst von Platon?), die Idee eines „Gottes der Liebe“, der den Menschen bis dato gänzlich unbekannt gewesen, was bedeutet, bis Jesus auf die Erde kam und Marcion seine Jesus-Kirche gründete. Marcion mochte Jesus voll gerne, fand das Alte Testament aber ziemlich doof, weil es seiner Meinung nach von einem strafenden, bösen „Demiurgen“ (einem Schöpfergott) handle, den die Menschen nicht brauchten. Die gängige Lehrmeinung damals war aber, dass das Alte Testament und das Neue Testament (was damals so langsam entstand) zusammen gehörten. Durch Jesus, so Marcion, habe sich Gott aber in seiner wahren (idealen? Platon lässt grüßen) Natur der „Liebe“ gezeigt – und dies sei der einzige Gott, den man anbeten sollte, also weg mit dem ollen Alten Testament.
Marcions Lehren haben sich in der christlichen Kirche in den folgenden Jahrhunderten übrigens nicht durchgesetzt, ganz im Gegenteil, die Anhänger dieser Vorstellung wurden bald von den „offiziellen Christen“ (Rom, Byzanz) verfolgt.
Erst mit Adolf von Harnack (+ 1930) ist Marcion wieder ins christliche Blickfeld geraten und wird seit Mitte des 20. Jahrhunderts von vielen Theologen für seine Ansichten geschätzt.

Selfhtml Apuleius rät zum Gebrauch von Dämonen als Mediatoren zwischen Menschen und Göttern – ein zentraler Aspekt seiner philosophischen Lehre. By Maître FrançoisApuleius advises the use of demons as mediators between mankind and the gods – Maïtre François CC0 View item at Koninklijke Bibliotheek , Public Domain, Link

Irgendwo zwischen all diesen Gedanken und Ideen, die damals kreuchten und fleuchten  (man bedenke noch die verschiedenen Mysterienkulte), schreibt Apuleius dann sein Buch „Der Goldene Esel“. Es gibt auch noch eine weitere geistige Strömungen, die Apuleius Denken möglicherweise beeinflusst haben, doch dazu unten mehr.

Selfhtml

By ApuleiusAvailable in the BEIC digital library and uploaded in partnership with BEIC Foundation., Public Domain, Link

Selfhtml

By Matteo Maria Boiardohttp://www.metmuseum.org/art/collection/search/345033This file was donated to Wikimedia Commons by as part of a project by the Metropolitan Museum of Art. See the Image and Data Resources Open Access Policy বাংলা | Deutsch | English | Esperanto | português | +/−, CC0, Link

Apuleius war der Sohn eines Bürgermeisters und stammte aus einer wohlhabenden Familie. Er studierte in Kathargo und später auch in Athen. Er bereiste verschiedene Städte im Mittelmeerraum (Athen, Samos, Phrygien, Rom) und arbeitete als Rechtsanwalt.

Zusätzlich zu den bisher benannten Ideenlehren, kam Apuleius bei seinen Reisen auch mit ziemlicher Sicherheit mit den Vorstellungen der Neupythagoreer in Berührung, die damals in Athen eine Art Renaissance erfuhren. Wikipedia informiert über die Pythaoreer folgendermaßen:

„Für die Pythagoreer charakteristisch ist die Überzeugung, dass der Kosmos eine nach bestimmten Zahlenverhältnissen aufgebaute harmonische Einheit bildet, deren einzelne Bestandteile ebenfalls harmonisch strukturiert sind oder, soweit es sich um menschliche Lebensverhältnisse handelt, harmonisch gestaltet werden sollten. Sie nahmen an, dass in allen Bereichen – in der Natur, im Staat, in der Familie und im einzelnen Menschen – dieselben zahlenmäßig ausdrückbaren Gesetzmäßigkeiten gelten, dass überall Ausgewogenheit und harmonischer Einklang anzustreben sind und dass die Kenntnis der maßgeblichen Zahlenverhältnisse eine weise, naturgemäße Lebensführung ermöglicht. Das Streben nach Eintracht beschränkten sie nicht auf die menschliche Gesellschaft, sondern dehnten es auf die Gesamtheit der Lebewesen aus, was sich in der Forderung nach Rücksichtnahme auf die Tierwelt zeigte. (…) Ausgangspunkt der konkreten Zahlenspekulation war der Gegensatz von geraden und ungeraden Zahlen, wobei die ungeraden als begrenzt (und damit höherrangig) und – wie im chinesischen Yin und Yang – als männlich bezeichnet wurden und die geraden als unbegrenzt und weiblich. Die als Prinzip der Einheit aufgefasste Eins galt als der Ursprung, aus dem alle Zahlen hervorgehen (und infolgedessen die ganze Natur); so gesehen war sie selbst eigentlich keine Zahl, sondern stand jenseits der Zahlenwelt, obwohl sie rechnerisch als Zahl wie alle anderen erscheint.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Pythagoreer#Mathematik_und_Zahlensymbolik

Für die Neupythagoreer war also „Harmonie“ das oberste Prinzip. Die (Neu)Pythagoreer waren Vegetarier, lebten bescheiden, halfen einander in Notlagen, waren ein wenig „kommunistisch“ drauf (wobei diese Bezeichnung nicht 100% passt), glaubten an die ewige Wiederkehr der „Seele“ und an Vernunft. Mit Gott oder Göttern hatten sie es nicht so, bzw. nahmen an, dass Götter gar nicht existieren (oder existieren, aber für das Leben der Menschen keine Bedeutung haben).
Die Neupythagoreer namen Bezug auf Philosophen vor ihnen wie z.B. Pythagoras, Solon, Anthisthenes und … Platon (oder zumindest ein Teil seiner Ansichten). Diese “alten Philosophen” lebten schon ein paar Jahrhunderte zuvor und wurden als „Sophisten“ bezeichnet. „Sophist“ bedeutete ursprünglich nur „weiser Mann“, im Laufe der Zeit (und auch durch die Verfolgung der Sophisten, Sokrates ist ein berühmtes Beispiel, ihm wird „Abesie“ vorgeworfen, also „Gotteslästerung“ und deswegen muss er den Schierlingsbecher trinken) … im Laufe der Zeit wird daraus ein Schimpfwort und es heißt wohl sowas wie „Rumschwafler“ oder „Laberkopp“ und wurde bzw. wird für Menschen gebraucht, die einfach nicht auf den Punkt kommen oder total waghalsige Behauptungen aufstellen.

SelfhtmlDer Tod des Sokrates`. By José Maria de Medeiros[1], Public Domain, Link

Von Apuleius philosophischen Texten sind nur wenige erhalten geblieben, bei vielen wird über die Echtheit spekuliert. Erhalten geblieben und wahrscheinlich “echt” (also von Apuleius) sind: „Über den Gott des Sokrates“ (De deo Socratis), „Über Platon und seine Lehre“ (De Platone et eius dogmate), „Über die Welt“ (De mundo) und Peri hermēneías (De interpretatione, „Über die Aussage“ oder „Über das Urteil“).
Außerdem verfasste er ein Buch „Über die Magie“ (De magica), das auf einem Prozess basiert, in dem er angeklagt worden war, seine Frau Pudentilla durch Magie zur Heirat gezwungen zu haben.

Nach seinen Reisen heiratete Apuleius nämlich eine reiche Witwe namens Pudentilla. Einer ihrer Söhne fand das nicht gut und begann einen Prozess gegen Apueius, in dem er ihm vorwarf, die Mutter durch magische Handlungen zur Heirat verführt zu haben. Allem Anschein nach wurde Apuleius aber freigesprochen. Bis zu seinem Tod blieb er dann in seiner Heimat Nordafrika, zunächst in einem Ort namens Oea, dem heutigen Tripolis, und später in Karthago, wo er als Priester arbeitete. Wann genau er gestorben ist, weiß man heute nicht mehr genau.

Eindrucksvoll ist in jedem Fall, wie Apuleius Schaffen nach seinem Tod weiterlebte. Im Folgenden gebe ich dazu einen kleinen Einblick, wer mag, kann sich gerne den passenden Wikipedia-Artikel mit all seinen Unterverlinkungen dazu durchlesen, – sehr lohnenswert und von Wikipedia selbst als “lesenswert” deklariert.

 

Apuleius Nachleben und Wirkung

Bereits kurz nach seinem Tod wurden Apuleius einige Statuen errichtet. Im 4. Jahrhundert gab es dann sogenannte „Kontorniaten“ mit seinem Abbild drauf. Die Verwendung dieser Kontroniaten ist umstritten, vielleicht waren es Spielplaketten, vielleicht kleine Abzeichen, um den heidnischen Glauben (gegen die Christen) zu verteidigen.

Selfhtml

By Johann Jacob Bernoulli – Johann Jacob Bernoulli, Römische Ikonographie, Bd. 1: Die Bildnisse berühmter Römer mit Ausschluss der Kaiser und ihrer Angehörigen. Stuttgart u.a. 1882, Münztaf. 5,117., Public Domain, Link

Die frühen christlichen Kirchväter kannten Apuleius größtenteils und lobten in für sein Werk, kritisierten ihn teilweise aber auch als zu „belletristisch“ und deuteten seine Erzählungen in radikal christlichem Sinn. Im Mittelalter gab es Gelehrte, die auf die Schriften von Apuleius Bezug nahmen (Isidor von Sevilla, Fulgentius, Bernardus Silvestris, Johannes von Salisbury, Albert der Große). Die frühen Humanisten kannten Apuleius (Petrarca, Boccaccio, da Strada, …).
Mit der Verbreitung des Buchdrucks und dem Aufkommen von populärer Literatur, griffen einige Autoren auch auf die Erzählmotive von Apuleius` zurück.
Niccolo Machiavelli beispielsweise schrieb nicht nur etwas über Staatsphilosophie, sondern auch eine (unvollendete) Geschichte über einen verwandelten Esel. Apuleius Metamorphosen galten sogar als Vorbild für eine gesamte Literaturgattung: den sogenannten „Schelmenroman“ (bestes Beispiel: Don Quijote).

Besondere Beachtung fand allerdings die Erzählung von Amor und Psyche. Zahlreiche Humanisten und spätere Autoren haben die Geschichte ausgedeutet oder neu geschrieben, darunter Boccaccio, Niccolò da Correggio, Galeotto del Carretto, Juan de Mal Lara, Ercole Udine, Edmund Spenser (The Faerie Queene), William Browne (Britannia’s Pastorals), Shackerley Marmion (The Legend of Cupid and Psyche), Thomas Heywood (Loves Maistresse or The Queens Masque), Calderón (Ni Amor se libra de amor), Johann Ludwig Prasch (Psyche Cretica), Jean de La Fontaine (Les amours de Psyché et de Cupidon), Johann Wilhelm Ludwig Gleim, Herder, Mary Thighe, …
Einige sehr bekannte Werke, wie das oben schon erwähnte „Don Quijote“ oder Shakespeares Mittsommernachtstraum enthalten einzelne Elemente oder Episoden aus Apuleius „Amor und Psyche“.

Und auch ganz aktuelle Werke heute noch bekannter Autoren thematisieren Apuleius Schreiben aus dem 2. Jahrhundert nach Christus. So unter anderem
Elizabeth Barrett Browning  und C.S. Lewis, der nicht nur die „Chroniken von Narnia“ schrieb, sondern die Geschichte aus der Sicht von Psyches älterer Schwester darstellt.

Daneben gab und gibt es auch musikalische Versionen:

Auch in der Psychologie (eine Disziplin, die im 20 Jahrhundert größere Verbreitung fand) spielte die Erzählung von „Amor und Psyche“ eine Rolle. Das ist nicht allzu verwunderlich, bezeichnet der Name der Menschenfrau, in die Amor sich verliebt, ja auch tatsächlich DIE „Psyche“, – also im Sinne von „Seele, Verstand, Gedanken“ – dasselbe Wort wie in Psychologie.

Über all dem gibt es auch eine große Anzahl an Bildern, die es ohne Amor und Psyche nicht gäbe.  Anbei ein paar Beispiele (in chronologische Reihenfolge). – Und damit verabschiede ich mich dann auch erst einmal ganz schlicht und leise. Ich wünsche euch das Allerbeste, mir hat´s sehr viel Spaß gemacht diese Reihe zu schreiben! Bis ganz bald!

Eure Runa Phaino

Selfhtml ca. 70 n. Chr. (Kann das sein? Vielleicht aufgrund einer vorhergehenden Erzählung???)By Stefano BologniniOwn work, Attribution, Link

Selfhtml Wahrscheinlich 3. Jahrhundert n. Chr. By FravekatorOwn work, CC BY-SA 4.0, Link

Selfhtml 1345. By Bartolomeo di Bartoli for Bruzio Visconti – 2D copy of a scan of an medieval manuscript, Public Domain, Link

Selfhtml ca. 1600. By Bartholomeus Spranger – found online [2]Upload: James Steakley, Public Domain, Link

Selfhtml 1605.

By Joseph Heintz the Elder – (Original text: Stadt Augsburg: http://www2.augsburg.de/uploads/pics/F_1548_01.jpg), 11. August 2007(11 August 2007 (original upload date)). Original uploader was Brezelsuppe at de.wikipedia, Public Domain, Link

Selfhtml 1817. By Jacques-Louis David – Author, Public Domain, Link

Selfhtml ca. 1850. By Reinhold Begas (1831-1911) – Alte Nationalgalerie, CC0, Link

Selfhtml Psyche öffnet die Tür zu Amors Garten. Waterhouse 1903. By John William Waterhousejwwaterhouse.com, Public Domain, Link

Der goldene Esel

Der „Goldene Esel“ oder „Metamorphosen“, ist ein Roman von Apuleius aus Madaura, der als gemeinhin „ältester Roman“ überhaupt gilt und zur Weltliteratur zählt. Die Geschichte, die ich demnächst zu veröffentlichen gedenke – Amor und Psyche -, ist ein Teil dieses Romans.

Selfhtml
By Byzantinischer Mosaizist des 5. Jahrhunderts – The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei. DVD-ROM, 2002. ISBN 3936122202. Distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH., Public Domain, Link

Das Mosaik hier steht vielleicht sogar in Zusammenhang mit dem Roman von Apuleius, denn es stammt aus dem 5. Jh. n. Chr. Die Geschichte selbst ist knapp 300 Jahre älter, sie wurde Mitte des zweiten Jahrhunderts geschrieben.

Worum geht es?

Kurz gesagt handelt die Geschichte von einem Mann, der aus Versehen in einen Esel verwandelt wird und als Esel allerlei Abenteuer erlebt.

Ob sich Apuleius dabei an König Midas orientiert hat?

Selfhtml

By Michelangelo Cerquozzihttp://www.christies.com/lotfinder/paintings/michelangelo-cerquozzi-king-midas-5022114-details.aspx, Public Domain, Link

Das Motiv Mann-Esel ist auf jeden Fall auch in anderen Werken zu finden, z.B. bei Shakespeare´s Komödie „Ein Mittsommernachtstraum“, in der der Elfenkönig Oberon die Elfenkönigin Titania damit ärgert, sich in einen (verwandelten) Eselsmann zu verlieben.

SelfhtmlBy Various – Scan from the original work, Public Domain, Link

Vielleicht kann man in dieser historischen Wiederholung der Geschichte eine Art kollektiven Zwang erkennen. Beruhen vielleicht all dieses Erzählungen auf dem unverarbeiteten Trauma der Geschichte von der Frau von König Minos (Achtung, nicht Midas!), die sich damals in einen Stier verliebte und so weiter und so fort …?

Na, wahrscheinlich ahnt ihr es schon. Auch im „Goldenen Esel“ geht es mitunter ganz schön schlüpfrig zur Sache.

Dadurch, dass der Roman auch als Apuleius „Metamorphosen“ bezeichnet wird, stellt sich der Autor in die Tradition von Ovid und anderen Autoren vor ihm, denn Geschichten, in denen sich gegen Ende der Protagonist (oder andere Figuren) in etwas Neues verwandeln, gab es in der Antike zuhauf.

Apuleius hat sich das alles also nicht selbst ausgedacht, sondern von anderen Autoren abgeschöpft. Geschieht ihm also nur Recht, dass ich mir einen Teil seines Werkes  als Roman genehmigte. 😉 Wahrscheinlich hatte Apuleius sogar eine sehr konkrete, griechische Romanvorlage, – einen Text von Lucius von Patrei.

Doch nun zur Geschichte selbst.

Inhaltlich geht es um einen Ich-Erzähler (Lucius), der sich total für Zauberei interessiert und nach Tessalien reist, weil er gehört hat, dass dort die mächtigsten Hexen leben.

SelfhtmlBy John DownmanGalerie Bassenge, Public Domain, Link

Tatsächlich macht er dort Bekanntschaft mit Hexen, die sich aber vor allem über ihn lustig machen. Durch ein Missgeschick verwandelt sich Lucius dann in einen Esel, wird von Räubern gefangen genommen und in eine Räuberhöhle gebracht.

SelfhtmlBy Maxfield ParrishAli-Baba.jpg, Public Domain, Link

In der Räuberhöhle trifft er auf die traurige Charite, eine junge Frau, die die Räuber von ihrer Hochzeit kidnappten.

SelfhtmlBy Rotary Photographic Series (198A) in the United Kingdom. [1]. – Transferred from en.wikipedia to Commons by FSII using CommonsHelper.http://robstevensblog.blogspot.com/2009/06/maude-fealy-romeo-julia-18981903.html, Public Domain, Link

Um Charite zu trösten, erzählt die Köchin der Räuber ihr das Märchen von „Amor und Psyche“.
„Amor und Psyche“ stellen also eine Art minikleinen -Exkurs dar, eine „Erzählung in der Erzählung“.

SelfhtmlBy Paul-Jacques-Aimé Baudry – [1], Public Domain, https://commons. wikimedia.org/w/index.php?curid=3216955

Nachdem Charite (und Lucius) die Geschichte gehört haben, freunden sie sich an und wollen fliehen. Sie schaffen es aber nicht und der Esel Lucius soll aufrund des Fluchtversuches getötet werden. Der Anführer der Räuber, entpuppt sich dann aber praktischerweise als Charites Bräutigam und alles ist gut.

Selfhtml By Louis Rhead – Rhead, Louis. “Bold Robin Hood and His Outlaw Band: Their Famous Exploits in Sherwood Forest”. New York: Blue Ribbon Books, 1912., Public Domain, Link

Doch die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Lucius-Esel soll es eigentlich wohl ergehen, aber ein eifersüchtiger Mann tötet Charites Bräutigam, sie bringt den Mörder ihres Mannes um und danach sich selbst. Tragische Liebesgeschichte! – Auch schon so alt wie die Menschheit selbst. 😉

Selfhtml By Arĝenta NeĝoOwn work, CC BY-SA 4.0, Link

Esel Lucius ist nun gezwungen, mit heuchlerischen Wahrsagern umher zu ziehen, später gerät er an einen Müller, Gärtner, Legionär, … und an eine Frau, die sich in ihn verliebt und es auch schafft, eine körperliche Verbindung mit ihm einzugehen. (Womit wir  schon wieder bei Minos Gattin wären …)

Apuleius schreibt dazu:
„Unterdessen verdoppelte die Dame ihre Liebkosungen, herzte, küßte mich und girrte und verdrehte im Taumel stechender Begierden die Augen. Zuletzt rief sie: »Ha, nun hab ich Dich! hab ich Dich, mein Täubchen! mein Vögelchen!« Und mit den Worten zeigte sie, daß alle meine Besorgnis und Furcht töricht und überflüssig war; denn sie umschlang mich und nahm mich ganz, ganz sage ich, auf!
So oft ich, ihrer schonend, mein Hinterteil zurückzog, so oft flog sie elastisch in jähem Schwunge mir nach, und, je fester und fester mit ihren Armen mein Rückgrat umfassend, schloß, drückte, preßte, schmiegte sie sich brünstiger an mich, so daß ich, beim Herkules! gar glaubte, es mangle mir noch etwas zur Befriedigung ihrer Üppigkeit, und im Ernst auf den Argwohn geriet: die Mutter des Minotaurs müsse sich wohl nicht ohne Grund lieber einen brüllenden Liebhaber zur Kurzweil erkoren haben.“ Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/buch/der-goldene-esel-5948/12
Nun ja … doch damit nicht genug!

Später soll Lucius das da oben Beschriebene an einer zum Tode Verurteilten in aller Öffentlichkeit wiederholen, allerdings flieht er, bevor es dazu kommt.

Selfhtml By Benutzer:BrunswykOwn work (Original text: Benutzer:Brunswyk), CC BY-SA 3.0 de, Link

Völlig traumatisiert wendet sich Lucius schließlich an die Muttergöttin, die ihm in der Gestalt der Isis erscheint und ihn endlich von seiner Odyssee im falschen Körper befreit und der er im Anschluss für den Rest seines Lebens als Priester dient.

SelfhtmlBy Wael MostafaOwn work, CC BY-SA 4.0, Link

Es ist nicht ganz sicher, ob es die Mysterien von Isis und Osiris zur Zeit Apuleius´ wirklich gab. Wenn ja, werden sie wahrscheinlich Ähnlichkeit mit anderen Mysterienkulten/religionen der Antike gehabt haben. – Wer mag, kann unter den folgenden Links noch mal nachlesen, ich hatte die immer mal wieder erwähnt.

https://lehmofen.wordpress.com/2017/10/12/kybele/
https://lehmofen.wordpress.com/2017/10/19/die-bacchanalien/ (!)
https://lehmofen.wordpress.com/2017/09/28/apollo/

Bei all dem stellt sich natürlich die Frage, wieso Apuleius diese Geschichte geschrieben hat und/oder was er damit aussagen möchte.

Interessant ist, dass die oben erwähnten Mysterien von Isis und Osiris nur bei Apuleius Erwähnung finden. Er ist also der einzige antike Autor, der davon schreibt. Wobei das mit den Überlieferungen aus der Antike ja so eine Sache ist …

Vielleicht ist also gerade dieser Bezug ein Schlüssel für die Interpretation. Vielleicht aber auch nicht. Das weiß man nach all der Zeit natürlich nicht mehr so genau und man muss sich ja bei Literatur grundsätzlich fragen, wie „bewusst“ dem Autor eigentlich ist, was er da tut und was er aussagen will – oder ob „das alles“ nicht einfach nur eine tolle Geschichte ist, die der Unterhaltung dient.

In der Szene, als Esel-Lucius sich hilfesuchend an Isis wendet, betrachtet er zunächst den Mond. Dann fängt er an zu beten und zwar mit folgenden Worten:

Selfhtml

By This file is in the public domain in the United States because it was solely created by NASA. NASA copyright policy states that “NASA material is not protected by copyright unless noted”. (See Template:PD-USGov, NASA copyright policy page or JPL Image Use Policy.)Warnings:Use of NASA logos, insignia and emblems is restricted per U.S. law 14 CFR 1221.The NASA website hosts a large number of images from the Soviet/Russian space agency, and other non-American space agencies. These are not necessarily in the public domain.Materials based on Hubble Space Telescope data may be copyrighted if they are not explicitly produced by the STScI.[1] See also {{PD-Hubble}} and {{Cc-Hubble}}.The SOHO (ESA & NASA) joint project implies that all materials created by its probe are copyrighted and require permission for commercial non-educational use. [2]Images featured on the Astronomy Picture of the Day (APOD) web site may be copyrighted. [3]The National Space Science Data Center (NSSDC) site has been known to host copyrighted content even though its photo gallery FAQ states that all of the images in the photo gallery are in the public domain., Public Domain, Link

„Königin des Himmels! Du seist nun die allernährende Ceres (Demeter), des Getreides erste Erfinderin, welche, in der Freude ihres Herzens über die wiedergefundene Tochter, dem Menschen, der gleich den wilden Tieren mit Eicheln sich nährte, eine mildere Speise gegeben hat und die eleusinischen Gefilde bewohnt, oder du seiest die himmlische Venus (Aphrodite), welche im Urbeginne aller Dinge durch ihr allmächtiges Kind, den Amor, die verschiedensten Geschlechter gegattet und also das Menschengeschlecht fortgepflanzt hat, von dem sie zu Paphos in dem meerumflossenen Heiligtume verehrt wird, oder des Phöbus Schwester (Artemis/Diana), welche durch den hilfreichen Beistand, den sie den Gebärerinnen leistet, so große Völkerschaften erzogen hat und in dem herrlichen Tempel zu Ephesus angebetet wird. Oder du seiest endlich die dreigestaltige Proserpina, die nachts mit grausigem Geheul angerufen wird, den tobenden Gespenstern gebietet und unter der Erde sie einkerkert, während sie entlegenen Haine durchirrt, wo ein mannigfacher Dienst ihr geweiht ist: Göttin! die du mit jungfräulichem Scheine alle Regionen erleuchtest, mit deinem feuchten Strahle der fröhlichen Saat Nahrung und Gedeihen gibst und nach der Sonne Umlauf dein wechselndes Licht einteilst; unter welchem Namen, unter welchen Gebräuchen, unter welcher Gestalt dir die Anrufung immer am wohlgefälligsten sein mag! Hilf mir in meinem äußersten Elende! Stehe mir bei, daß ich nicht gänzlich zugrunde gehe; nach so vielen, so schwer überstandenen Trübsalen verleihe mir endlich einmal Ruhe und Frieden! Ich habe genug des Jammers, genug der Gefahren! Nimm von mir hinweg die schändliche Tiergestalt! Laß mich wieder werden, was ich war; laß mich Lucius werden und gib mich den Meinigen wieder! Oder habe ich ja irgendeine unversöhnliche Gottheit ohne mein Wissen beleidigt: Ach, so sei lieber mir erlaubt, zu sterben denn so zu leben, o Göttin!“ Quelle: http://www.symbolon.de/downtxt/esel.htm

Kurze Zeit darauf erscheint ihm die Göttin im Traum und zwar folgendermaßen:

„Reiche, ungezwungene Locken spielen sanft in angenehmer Verwirrung um den Nacken der Göttin; ihren hohen Scheitel schmückte ein vielförmiger Kranz mit mancherlei Blumen. Über der Mitte der Stirn glänzte mit blassem Scheine eine flache Rundung nach Art eines Spiegels oder vielmehr der Scheibe des Mondes, darumher auf beiden Seiten sich gewundene Schlangen gleich Furchen zogen, und darüber hin, wie bei der Ceres, Kornähren gelegt waren.
Ihr Kleid war feines Zeug, das bald weiß, bald gelb, bald rosenrot wechselte. Es umhüllte sie ein Mantel von blendender Schwärze, der unter dem rechten Arm hindurch über die linke Schulter geschlagen war. Der Zipfel wie ein Schild eines Kriegers über den Rücken zurückgeworfen, fiel in mannigfachen Falten hinab, und die Fransen des Saumes flatterten zierlich im Winde. Sowohl auf der Verbrämung als auf dem Mantel selbst flimmerten zerstreute Sterne in deren Mitte der Vollmond in seiner ganzen Pracht glänzte, und eine schwere Kette allerlei künstlich zusammengeordneter Blumen und Früchte irrte allenthalben verloren darüber hin.
In ihren Händen führte die Göttin weit voneinander verschiedene Dinge; denn in der Rechten hielt sie eine goldene Klapper, durch deren schmales Blech, das sich wie ein Gürtel zusammenbog, einige Stäbe gezogen waren, die beim dreimaligen Schütteln des Armes einen hellen Klang gaben. Von der Linken aber hin ihr ein goldenes Trinkgeschirr herab, über dessen Handhabe an der Seite, wo sie sichtbar war, eine Schlange sich emporreckte mit hocherhobenem Haupte und geschwollenem Nacken.“
ebd.

Die Göttin – die hier tatsächlich in der Gestalt aller antiken Göttinnen zusammen erscheint,- gewährt Lucius seinen Wunsch und empfielt ihm, auf der Feier, die ihr zu Ehren stattfindet, Rosen zu essen, damit er sich zurückverwandelt.

SelfhtmlBy HamachidoriOwn work, CC BY-SA 3.0, Link

Gesagt, getan.

Alle dort anwesenden Menschen (eine bunte Schaar) sind erstaunt über Lucius´ Rückverwandlung hin zum Menschen. – Im Prinzip ist das “Happy End” erreicht.

Doch die Geschichte geht noch ein wenig weiter, Lucius hat eine weitere Traumbegegnung mit der Göttin „Isis“ (in verschiedenen Variationen) und schließlich wird Lucius in die Mysterien von Osiris eingeweiht.
Parallel wird Lucius zu einem Rechtsanwalt und zu einem „Pastophoren“.

Die Pastophoren waren im alten Ägypten Priester, die Zugang zu den kultischen Gegenständen hatten. Der Begriff wird noch heute in der byzantinischen, christlichen Kirche für Priester verwendet.

Ein wenig erinnert der Begriff auch an „Pastor“ (lat. Hirte), der ja eine Menge christliche Bezüge aufweist. Pastophoren leiten sich allerdings ab vom altgriechischen  παστοφόριον(pastophorion), παστὸς(pastos) Kapelle mit Götterbild und φορὸς (phoros) tragend).
SelfhtmlBy René SteyerOwn work, CC BY-SA 3.0 at, Link

By Charlie1965nrw at the German language Wikipedia, CC BY-SA 3.0, Link

Wie auch schon beim Gemälde von Boticelli, über das ich im Beitrag von Flora und Chloris schrieb, überlasse ich die Interpretation des Ganzen euch.

Der offensichtliche(?) Bezug zur einem meiner älteren Beiträge ist auf jeden Fall erwähnenswert.

Es gibt darüber hinaus aber natürlich schon Interpretationen der Geschichte des Goldenen Eselchens. Weg mag, darf sich gerne einlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Apuleius#Metamorphosen [Abschnitt Deutung]

http://www.heinrich-tischner.de/50-ku/marchen/marchen/eselsrom.htm

http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/439/1/Moellendorf_Apuleius_Der_Goldene_Esel_2000.pdf

Ich werde die Erkenntnisse aus den Beiträgen der Reihe „komische Götter“ (vielleicht erinnert sich der ein oder andere, so hatte es vor ein paar Monaten begonnen) auf jeden Fall für mein nächstes Buch nutzen. 😉 Nächsten Donnerstag gibt es dann noch einen letzten Artikel über den werten Autoren des „Goldenen Esels“, bei dem ich so schändlich geklaut habe, um meinen Roman zu schreiben (oh, übrigens auch bei Ovids Metamorphosen, by the way.) Dessen Name in Zusammenhang mit der aktuellen Blogreihe übrigens schon über 50 Mal fiel. – Das muss Liebe sein. ❤

Und dann werde ich mich erstmal ein wenig zurückziehen, der Blog wird umziehen, alles wird anders werden, aber grämt euch nicht, denn:

Nichts ist beständiger als der Wandel.

Das sagte schon mein guter, alter Kumpel Heraklit. – Und er hat verdammt nochmal Recht.

Woher kommt das Wissen über die Antike?

– Von Runa Phaino natürlich!
– Und von Wikipedia!

🙂

Ganz so einfach ist es natürlich nicht …
Die Antike ist ein Zeitraum, der ungefähr 1000 Jahre umfasst und – je nach Anfangs- oder Endpunkt – zwischen 2500 und 1500 Jahren zurück liegt. Grob gesagt begann die Antike mit den griechischen Philosophen (ca. 500 v. Chr.) und endete mit dem Untergang des römischen Reiches (ca. 500 n. Chr.)
Wie aber ist es möglich, dass wir heute dazu in der Lage sind, uns über Anfang, Inhalt und Ende dieser Epoche Gedanken zu machen? Woher und wieso wissen wir eigentlich, was damals vorgefallen ist?
Es gibt, wie so oft, keine genauen Eckdaten. So kann man auch behaupten, die Antike habe mit den Schriften Homers ihren Anfang gefunden (ca. 900 v. Chr.) und sei mit dem Erstarken des Christentums (etwa 300 n. Chr.) zu Ende gewesen. Bei all den Überlegungen sollte man auch nicht vergessen, dass es bereits vor der Antike schon eine ganze Menge Zivilisations-Zeugs gab.

Akropolis, Athen. By Leo von Klenze – Pinakothek Museum, Munich, Public Domain, Link

Grob unterscheidet man auch zwischen griechischer und römischer Antike. Die Griechen gab es schon etwas eher als die Römer – und ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. hat dann ein gewisser Ennius (Quintus Ennius) viel griechisches Kulturgut nach Rom importiert. Er war in Griechenland ausgebildet worden (wie auch viele römische Schriftsteller nach ihm) und hat dafür gesorgt, dass die griechischen Sagen/Theaterstücke/Erzählungen usw. latinisiert und in Rom populär wurden. Er gilt als „Vater der römischen Dichtung“.

Forum Romanum. Gemeinfrei, Link

Ennius. Mit Kranz (!). Public Domain, Link

Vielleicht kennt jemand die Spekulationen über Karl den Großen. In den letzten Jahren gab es Behauptungen, dass dieser König nie gelebt habe und dass alles nur eine Erfindung gewesen sei.

Für die Antike könnte selbiges gelten. Doch bevor die Antike wie eine Seifenblase zerplatzt, soll fernab von diesen Spekulationen versucht werden, die „Überlieferungsgeschichte“ antiken Wissens zu rekonstruieren.

 Public Domain, Link

In Rom und Griechenland gab es viele Autoren (Philosophen, Historiker, Schriftsteller von Komödien/Tragödien, Naturwissenschaftler (im weitesten Sinne)). Sie schrieben meistens auf Papyrus, da es damals noch kein Papier gab, und ihre Werke wurden in verschiedenen Bibliotheken aufbewahrt.

Public Domain, Link So ungefähr sah das aus.
 Zwei Varianten einer Papyrus-Rolle. By AudihOwn work, GFDL, Link

Es gab eine Menge an Bibliotheken in der Antike, irgendwo las ich mal was von knapp 50.000. Ein paar waren berühmt, wie z.B. die Bibliothek in Alexandria (heute Kairo). Herrscher hatten eigene Bibliotheken, genauso wie manche Kaufleute oder Gelehrte. Es gab private Bibliotheken und öffentliche.

Celsus-Bibliothek in Ephesos. Von Benh LIEU SONGEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

(Mögliches) Innenleben der Bibliothek von Alexandria. By O. Von Corven – Tolzmann, Don Heinrich, Alfred Hessel and Reuben Peiss. The Memory of Mankind. New Castle, DE: Oak Knoll Press, 2001, Public Domain, Link

Nachbau der Papyrus-Villa aus Herkulaneum (Neapel) in Los Angeles. Hier wurden vor wenigen Jahren Papyrus-Fragmente gefunden, die den Ausbruch des Vesuv halbwegs überstanden haben. Sie werden immer noch entschlüsselt. Von Bobak Ha’EriEigenes Werk, CC BY 3.0, Link

Mit dem Ende des römischen Reiches verschwanden auch die Bibliotheken, doch es ist schwer, ein genaues „Datum“ oder genaue Ursachen für „das Ende“ festzumachen, noch schwerer ist es, das für die unzähligen Bibliotheken zu tun. Bei Herkulaneum ist die Sache relativ klar: 79 nach Christus brach der Vesuv aus und begrub alles unter sich, was nicht bei drei auf den Bäumen war.

In den anderen Fällen ist nicht ganz so klar, warum Bibliotheken geschlossen wurden oder verschwanden.
Die Celsus-Bibliothek ist möglicherweise von den Goten zerstört worden oder wurde im Laufe der Zeit einfach für andere Dinge genutzt.
Die Bibliothek in Alexandria ist wahrscheinlich im Zusammenhang mit Krieg zerstört worden (Römer gegen Ptolemäer), eventuell aber hatte sie bis ins Mittelalter noch einen kleinen „Ableger“ unweit vom Haupthaus entfernt, das „Serapeion“, das unter anderem auch die Araber nutzten.

Es gab sicherlich mehrere Gründe, warum die Bibliotheken im Laufe der Zeit verschwanden.
Plünderungen, neue Herrscher, Feuer, Umwidmung der Gebäude, Desinteresse, Profit, Krieg, … um nur ein paar Ursachen zu nennen.
Ein wichtiger Punkt ist sicherlich auch die Entstehung des Christentums. Manche antiken Schriften passten inhaltlich nicht so besonders gut zu der neuen Lehre und wurden daher auch ganz gerne mal ins Feuer gehalten (oder so).

Trotzdem waren es dann doch die christlichen Klöster, die etwa 10% der antiken Texte „retteten“.

90% des antiken Wissens sind also verloren gegangen und von den 10% die „überlebt haben“ gibt es keine originale „Handschrift“ mehr. Wir wissen also nicht, wie Cicero, Ovid, Vergil – und wie sie alle hießen-, wirklich geschrieben haben, denn es gibt keinen Text auf einem Stück Papyrus (oder Pergament) aus der Lebzeit der antiken Autoren. (Mal abgesehen von den kohlrabenschwarzen Papyrus-Fragmenten aus Herkulaneum, wer weiß, was bei deren Entzifferung noch rauskommt.)
Das, was zum Beispiel Vergil geschrieben hat, kennen wir vor allem aus einem Buch aus dem vierten Jahrhundert nach Christus. Vergil lebte aber im ersten Jahrhundert vor Christus.
Wie kann das sein?

Zum Ende der Antike wurden ein paar der antiken Texte „gerettet“, die – wie auch immer – in christliche Klöster gelangten und nicht in die Flammen gehalten wurden.
In den Klöstern gab es Skriptorien. Skriptorien sind nichts anderes als Schreibwerkstätten in Klöstern. Nicht jedes Kloster hatte eine, aber in jedem Fall die, die etwas auf sich hielten.
In den Skriptorien wurden die Texte gehegt und gepflegt und auf dickes Pergament überschrieben (Pergament besteht aus Tierhaut und hält sich länger als Papyrus, ist aber auch deutlich teurer) und reich bebildert, zudem auch vervielfältigt, da die Mönche und Nonnen ja sonst nicht so viel zu tun hatten, – außer zu arbeiten und zu beten.

Selfhtml

By Peter Paul Rubens – [1], Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5096194

By Unknownhttp://www.bassenge.com/, Public Domain, Link

Ovids Metamorphosen. 15. Jahrhundert. Public Domain, Link

Vergilius Vaticanus. Älteste Variante von Vergils Aeneis. Von Der ursprünglich hochladende Benutzer war Bibhistor in der Wikipedia auf Deutsch – Übertragen aus de.wikipedia nach Commons durch PHansen., Gemeinfrei, Link

In sehr vielen Klöstern wurden antike und christliche Schriften transkribiert (St. Gallen, Citeaux, Frankenthal, Montecassino), … innerhalb der verschiedenen Orden (Benediktiner, Zisterzienser, Augustiner) … man muss sagen: das alles geschah über komplett Europa verteilt, auch und gerade in östlicheren Gefilden (wo sich die orthodoxe Tradition vom Christentum entwickelte). Überall wurden Texte abgeschrieben.  – Wobei es sich wohl zu 99%(?) um christliche Literatur handelte, aber eben auch um antiken Texte.

So kommt es, dass wir heute zwar keine Originalhandschrift von Vergil (und all den anderen) mehr haben, aber dafür verschiedene Varianten ein und desselben Werkes (z.B. der Aeneis oder den Metamorphosen), die in unterschiedlichen Klöstern von unterschiedlichen Schreibern abgeschrieben wurden. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass manche Mönche und Nonnen in Skriptorien arbeiteten, die gar nicht verstanden, was sie dort abschrieben. Wie bei dem Spiel „stille Post“ entstanden bei der Weitergabe von Informationen Fehler – und darüber versucht man heutzutage die „älteste“ Handschrift und die „originale“ Variante der antiken Texte zu rekonstruieren.

Manche Mönche und Nonnen waren so fleißige oder bekannte Abschreiber, dass man sie heutzutage identifizieren kann. Manche waren auch so selbstbewusst, dass sie sich ihr eigenes Schreiberzeichen ausdachten und unter ihren Texten abbildeten. Bei manchen Texten vermuten die Wissenschaftler nur, dass sie „aus derselben Hand“ stammen.
Es gibt auch sogenannte Stemma (Stammbäume) für die Rekonstruktion eines Textes. Man sucht alle Handschriften eines Textes zusammen und guckt anhand der Fehler, welcher der älteste ist und wie die Zusammenhänge sind. Wer sich dafür interessiert, einfach mal hier klicken.

Selbstportrait des Skriptors „Rufilius“.

Von Frater Rufillus (wohl tätig im Weißenauer Skriptorium) – http://www.e-codices.unifr.ch/en/list/one/cb/0127, Gemeinfrei, Link

Kleinere Figur links: der Schreiber Gero.
Von Buchmaler der Reichenauer Schule – Übertragen aus de.wikipedia nach Commons., Gemeinfrei, Link

Bis auf die Mönche und Nonnen, die die Texte abschrieben und vielleicht den ein oder anderen christlichen Gebildeten, der sie lesen konnte, waren die Schriften aber für lange Zeit vergessen. Bis zu dem Tag – oder besser „dem Zeitraum“, als auf einmal ein neuer Wind durch das Denken vieler Köpfe wehte, als eine neue Epoche begann, die man gemeinhin als „Neuzeit“ bezeichnet.
Auch hier ist schwierig zu bestimmen, wann die Neuzeit denn nun eigentlich anfängt. Einige Eckdaten und Ereignisse werden häufiger für den Zeitraum des Beginnens benannt:

Eroberung von Konstantinopel 1453
Humanismus
Buchdruck 1450

Kopernikus` heliozentrisches Weltbild (Sonne im Zentrum, nicht Erde)
Entdeckung Amerikas 1492
Reformation 1517

Grob kann man sagen, dass die Neuzeit ab 1500 beginnt. (Womit das Mittelalter den Zeitraum von ca. 500-1500 umfasst.)

Eine tolle, grafische Übersicht über den Anteil von Literatur in Bibliotheken im Laufe der Zeit. Erinnert irgendwie ein wenig an einen Aktien-Chart. Hm. Sollte man jetzt noch kaufen? 😉 By Bibhistor at the German language Wikipedia, CC BY-SA 3.0, Link

Ein anderer Begriff für eine etwas kleinere Zeiteinheit in dieser „Neuzeit“, eine Mini-Epoche sozusagen, war „Renaissance“ (dt. Wiedergeburt). Das, was wiedergeboren wurde, waren vor allem Erkenntnisse aus den Schriften der Antike.
Es fing an mit ein paar gelehrten Schriftstellern wie Petrarca, Dante und Boccaccio, die in ihren Werken auf antike Autoren Bezug nahmen. Es gibt auch die Meinung, dass die antiken Schriften die Neuzeit erst möglich machten. Mit der Zeit gewannen die alten Ideen nämlich an Bekanntheit und andere Autoren bemühten sich darum, ihrer habhaft zu werden. Man muss sagen, dass es eine Zeitlang wohl nichts tolleres gab als behaupten zu können, man habe in irgendeinem Kloster einen antiken Text wieder entdeckt. Durch den Buchdruck wurden die Schriften dann entsprechend verbreitet und erlangten eine immer größere Bekanntheit.

Petrarca. By nach einem Stahlstich, herausgegeben von Gustav Schauer Photographische Kunstanstalt, Grosse Friedrichs Str. 188 Berlin. – Carte de Visite – Foto 5,6 x 8,3 cm., Public Domain, Link

Dante. By Sandro Botticellitelegraphhttp://www.pileface.com/sollers/article.php3?id_article=312, Public Domain, Link

Boccaccio. By Engraved by Raffaello Sanzio Morghen (1758-1833) after Vincenzo Gozzini – The Best Portraits in Engraving at Project Gutenberg, Public Domain, Link

Es war Zufall und ist auch nicht bei jeder Abbildung der Fall, aber augenscheinlich haben alle diese Gelehrten einen Kranz auf dem Kopf. Damit nehmen sie (bzw. die Künstler, die die Bilder erstellt haben) möglicherweise Bezug auf den Gott Apollo. (Es gibt einen schönen Mythos, warum Apollo einen Kranz trägt. Den habe ich aber schon im Artikel über Apollo nicht verraten, da er Bestandteil meines Buches – Amor und Psyche – ist.)

Apollo, Gott des Lichts, der Weissagung und der (Schreib)Künste.
By maarjaara – originally posted to Flickr as Apollo with his laurel wreath, CC BY 2.0, Link

Nun gibt es, wie im Fall von Karl dem Großen, die Behauptung, dass die Antike in letzter Konsequenz eine Erfindung dieser Leute war, die die angeblich antiken Schriften in Klöstern wiederentdeckt haben. Theoretisch könnte man wirklich meinen, dass sich ein paar Gelehrte hingesetzt haben und „das alles“ erfanden, viele Bücher schrieben und als antik deklarierten. Wer weiß, vielleicht ist das in dem ein oder anderen Fall ja sogar so. 😉

Dante meditiert. Oben die Inschrift: Amor condusse noi ad una morte = Die Liebe verführte uns zu einem gemeinsamen Tod.
By Joseph Noel Patonhttp://www.liveinternet.ru/users/nadynrom/post74333253/comments#comment483390274, Public Domain, Link

Ich persönlich glaube übrigens nicht daran, dass „das alles“ nur erfunden sei. Es gibt ja neben den Schriftquellen genügend archäologische Zeugnisse (Ruinen usw.), die übrigens ab dem frühen 18. Jahrhundert „entdeckt“ und wissenschaftlich erforscht wurden. Diese Bauwerke kann man mittels verschiedener Techniken sehr genau datieren. Schwer vorstellbar, dass Menschen, die solche Bauten und Statuen erschufen, keinerlei Vorstellungen von Schrift, Kultur usw. gehabt haben.
Allerdings gehe ich davon aus, dass vieles von dem, was wir heute aus der Antike vermeintlich wissen, über die Jahrhunderte eine ziemliche Verfälschung abbekommen hat. Da wurde ganz sicher (je nach Zeitgeist), etwas hinzugedichtet oder weggelassen. Auf der anderen Seite glaube ich aber, dass insbesondere Mythen oder „vollständige Geschichten“ noch immer einen Kern der damaligen Wahrheit – also des ursprünglichen Zeitgeistes – enthalten.
Wissen also, das die Zeiten überdauert.

By Luc-Olivier MersonArt Renewal Center, Public Domain, Link

Links zum Thema „Erfundene Antike“

http://diepresse.com/home/zeitgeschichte/5276781/NeoChronologie_Ist-die-ganze-Antike-eine-Erfindung

Ist unsere Antike nur eine Erfindung der Rennaissancezeit?

https://zeitgeist-online.de/printausgabe/32-printausgabe/heft-nr-22-1-2004/431-das-altertum-eine-erfindung-der-renaissance.html

Und Karl der Große

https://www.stephan-matthiesen.de/texte-blog/geschichte/31-erfundenes-mittelalter-illig.html

https://www.welt.de/geschichte/article135827634/Hat-Karl-der-Grosse-wirklich-gelebt.html

Psyche und Proserpina

DSC_0819

Oder: was Proserpina zu Psyche sagt, als sie sich in der Unterwelt rumtreibt.

Ja, bald ist es fertig, denke ich. “Amor und Psyche”, ein schönes, kleines Büchlein mit derzeit schon 220 Normseiten Umfang. Es muss nur noch circa 1000 Mal überarbeitet werden, wie gehabt. Und deswegen werde ich, glaube ich, doch etwas Geld dafür nehmen. So 99 Cent sind bei gefühlt 10.000 Überarbeitungen und fast drei Jahren intensiver Arbeitszeit, glaube ich, okay.  😉

Ich sage Bescheid, wenn es soweit ist!

Liebste Grüße

Eure

Runa Phaino