Nackt im Badezimmerspiegel

 

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Inspiriert von Gerda (hier) und einer anderen Künstlerin (hier) habe ich mich heute morgen gleich an eine blinde Aktzeichnung gewagt.

Ja, das da oben bin ich NACKT – im Spiegel. 😉

Wer sich jetzt wundert, dass es seit gestern zwei Portraits aber keine wirklich schriftstellerischen Beiträge von mir gab, dem sei gesagt, dass ich gerade meine zweitliebste Leidenschaft nach dem Schreiben wieder entdecke (und daher auch ein wenig damit Herumblödel 😉 ).

Nebst Amors Abenteuer (bzw. Amor und Psyche – noch 30 Seiten zu überarbeiten), prokrastiniere ich derzeit ein wenig herum und hatte mir gedacht, dass es doch ganz fein wäre, das Herzmärchen der Spinnerin wieder online einzustellen (ja, derzeit gibt es das nicht mehr) und zwar mit eigenen Illustrationen.

Ein paar Leser hatten mich vor zwei Jahren darauf hingewiesen und mittlerweile ist die Idee ausgereifter und in mein Bewusstsein vorgedrungen. (Alles hat seine Zeit).

Ich weiß nur noch nicht, wie ich die Illustrationen machen soll.

Bin so eine Kugelschreiber-Papier-Tante. Könnte mir aber auch was mit Filz vorstellen (dann wäre es bunt). Oder ich mache es ganz klassisch so im Stile des „Kleinen Prinzen“ – also entfernt comicartige, liebevolle Skizzen.

Na, mal gucken, was die Zeit so mit sich bringt.

 

 

 

 

 

Selbstständigkeit

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Hallo ihr Lieben!

Ich habe ein ganz schlechtes Gewissen, weil ich mich nur noch so selten hier melde. Es ist einiges los, sowohl – als auch – und sowieso.

Amor und Psyche ist immer noch in der Überarbeitung. Je mehr Zeit vergeht, desto häufiger denke ich, wie „schlecht“ der Text eigentlich ist. Das liegt daran, dass ich das einfach so runtergeschrieben habe, ohne mir im Vorfeld konkrete Gedanken zu machen. Ich verinnerliche nämlich langsam, wie das Schreiben an sich funktioniert. Und für mich funktionieren könnte. Seit ein paar Tagen arbeite ich an einem neuen, relativ kommerziellen, Produkt und bin gerade dabei, so vorzugehen, wie es die ganzen Schreibratgeber empfehlen: Stück für Stück und Kapitel für Kapitel. Fast schon seltsam, dass ich für diese Erkenntnis so lange gebraucht habe, aber nun gut. So ist das eben.

Ergo: erst einmal mache ich einen groben Entwurf und dann erst gehe ich ans Feintuning, also an den Fliestext. Bin mal gespannt, wie das so wird. Der Entwurf alleine macht auf jeden Fall schon schrecklich viel Spaß!

Vielleicht liegt das auch daran, weil sich das Buch um eine so simple wie auch grundlegende Frage drehen wird:

Gestalten wir unser Leben selbst, oder werden wir von den Umständen gesteuert? 

Ich selbst habe selbstverständlich eine Antwort auf diese Frage gefunden und werde sie demnächt in eine längere Erzählung gießen.

 

Aber was meint ihr? 

Ich bin ganz gespannt auf eure Antworten! 🙂

 

 

Und Amor und Psyche werde ich wohl oder übel noch ein Mal überarbeiten (ein MAL, das reicht dann(!!!)) und dann kostenlos anbieten, weil ich wirklich finde, dass es keine gute, im Sinne von durchdachte, Geschichte ist. Aber ich bin ja auch nicht ganz doof *hihi * und werde sie deshalb erst veröffentlichen, wenn auch das zweite Buch, Arbeitstitel „Zwischenzeilen“ online geht. Dann kann Amor und Psyche vielleicht ein wenig Werbung machen, bei all den Verrückten, die sich (auch) noch für sowas abgefahrenes wie die Antike und Philosophie interessieren.

Das Herzmärchen, übrigens, bleibt für immer in der Versenkung verloren. Ich hatte es vor einiger Zeit gelöscht und bin froh drum. Es ist zwar eine wunderschöne Geschichte, aber ich möchte nicht mehr, dass man sie kaufen kann.

 

Ich wünsche euch alles Liebe und ganz viel Erfolg und Schaffenskraft!

 

Frühlingshafte Grüße

 

Eure

 

Runa Phaino

 

 

Mut und Liebeständelei

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In der Nähe der kleinen Stadt Lindos gab es einen alten Tempel, welcher der Göttin Venus geweiht war. Es war ein Weg von drei Tagen, der durch eine karge Landschaft führte. Psyche trank nicht, sie aß nicht, machte nirgendwo Halt. Sie achtete nicht auf ihre schmerzenden Füße, sie kümmerte sich nicht um ihre kaputten Glieder.

Ich bin glücklicher, als ich es im Schloss war“, stellte Psyche dabei fest. „Es tut gut zu wissen, was man will.“

Am Abend des dritten Tages stand sie endlich vor den gewaltigen Marmorsäulen, die den Eingang zu Venus Heiligtum markierten. Tapfer betrat sie den Tempel.

Innen war es leer und still, die Priester hatten sich von dem Tagesgeschäft zurückgezogen. In einer Kuhle in der Mitte loderte ein Feuer. Ringsum standen Gaben für die Göttin. Große Amphoren mit Wein, Kleider und Papyrusblätter, auf die Menschen ihre Wünsche geschrieben hatten.

Ich bin hier!“, rief Psyche. „Ich bin hier und ich bin die, die du suchst, Venus!“

Aus dem Gemäuer löste sich ein dunkles Etwas. „Hab ich dich!“, rief es. „Da wird sich meine Herrin freuen!“

Das Wesen hatte grelle, rote Lippen und kohlrabenschwarz umrandete Augen. Es trug eine knappe Tunika mit tiefem Ausschnitt.

Bist du eine Priesterin?“, fragte Psyche verwirrt.

Weit gefehlt“, rief das Wesen, stürzte zu Psyche und fesselte ihr die Arme auf den Rücken. „Mein Name ist „Liebeständelei“ und ich bin der Liebling von Venus!“

Dann bringe mich zu ihr, denn deswegen bin ich hier.“

Liebeständelei zupfte an Psyches Haar und kicherte vergnügt. „Diese kleine Heldeneinlage wird dir nichts nützen. Sie wird dich bestrafen. Ganz böse bestrafen! Und mich wird sie belohnen, ganz gut belohnen!“

Sie ließ ein eigenartiges Trällern verlauten und aus dem Nichts entstand ein Nebel, der sie einhüllte und in die Höhe hob.

Wenn Wünsche sich erfüllen …

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Pluto trat einen Schritt zurück und berührte Amor leicht am Arm. „Du hast sie gehört. Würdest du, bitte?“

Amor seufzte. Wahrscheinlich gab es niemanden, der Liebe nötiger hatte als dieses Paar. Er zog den Pfeil aus dem Köcher. Seine goldene Spitze erhellte die Dunkelheit. Es war lächerlich leicht, die beiden ins Herz zu treffen, aber der Schuss kostete ihn Überwindung.

In diesem Moment trat ihm das Bild vor Augen, wie er Psyche zum ersten Mal gesehen hatte. Psyche und ihren wunderschönen Bart.

Ich kann nicht“, sagte Amor und ließ den Pfeil wieder sinken.

Die Frau hustete und knüpfte sich das schmutzige Hemd auf. „Mach schon“, sagte sie leise. „Oder soll ich darum betteln?“

Tu, was mein Schatz verlangt!“, rief Pluto aufgeregt, stellte sich neben seine Frau und tat es ihr gleich.

Amor legte an und schoss.

Als der Pfeil in ihr Herz drang, faltete sie die Hände über der Brust und atmete tief aus. Pluto stolperte zurück, als hätte ihn ein Felsbrocken getroffen und sank auf die Knie.

Mein Schatz. Ich hoffe, du kannst mir irgendwann verzeihen. Ich hätte dich nicht so behandeln sollen. Wie konnte ich nur! Ich meinte es nicht böse, ich bin … , ich wusste es nicht besser …“

Die Frau richtete sich auf und klopfte sich den Schmutz vom Kleid. Die verfilzten Haare strich sie hinters Ohr.

Die Tage im Kerker haben mich völlig unansehnlich werden lassen! Ich brauche meine Salbe. Beschaffe mir gemahlene Diamanten, Sternenstaub und erlesenes Rosenöl!“

Das ist teuer und schwer zu beschaffen“, murmelte Pluto, während er den Saum ihres Gewandes küsste.

Tu es, oder ich verlasse dich!“

Nein!“, rief Pluto entsetzt. „Ohne dich müsste ich sterben!“

Mach dich nicht lächerlich, du bist der Gott des Todes.“

Aber ich liebe dich so sehr!“

Dann beschaffe mir die Zutaten. Beschaffe mir alles, was ich brauche. Alles. Hörst du? Sorge außerdem dafür, dass dieses, unser Reich, etwas behaglicher wird. Es ist so dunkel hier. Ich will einen Palast aus weißem Alabastermarmor, ich will feine Stoffe, ich will Sonnenlicht, ich will einen Garten!“

Oh meine Liebste“, sagte Pluto kleinlaut.

Tu es, oder ich gehe!“

Meine Schönste, meine Klügste, meine Königin, ich werde alles tun, was ihr verlangt!“

Nenne mich „eure Majestät““.

Jawohl, eure Majestät.“

Amor schüttelte den Kopf. Was für ein verrücktes Paar.

Doch statt zu lachen, musste er plötzlich schluchzen. Denn er dachte an Psyche und daran, wie er sie verlassen hatte. Im Vergleich zu dem, was hier vorgefallen war, schien ihre Liebe leicht wie eine Feder und unschuldig wie frisch gefallener Schnee. Er fühlte sich kaltherzig und grausam und hasste sich für seinen Entschluss.

Plutos fester Griff riss ihn aus seinen Gedanken.

Hör auf zu heulen! Ich besorg jetzt diese Zutaten für die Salbe und du, mein Freundchen, gehst schön zurück zu deiner Mama.“

Halt, nein!“, rief Amor. „Bring mich zu Psyche!“

Doch da hatte Pluto ihn schon in sich aufgesaugt und zurück in sein Kinderzimmer gespuckt. Die Tür war noch immer verschlossen und ließ sich nicht erweichen, egal wie oft Amor dagegentrat.

Neuer Header

Der „Lehmofen“ hat einen neuen Header, passend zum Namen! Wie findet ihr ihn? Der Lehmofen wurde mir übrigens von http://www.holzlehm.de als Foto zur Verfügung gestellt und eigenhändig gebastelt. Wie genau das vonstatten ging, kann man hier nachlesen: http://holzlehm.de/2015-lehmbau/lehm-ofen-bauen.htm

Ich habe ihn dann via Inkscape in eine etwas andere Umgebung platziert …

Ein schönes Wochenende!
Eure
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Cover Design zu „Amors Abenteuer“

 

Ich habe mal wieder eine Cover-Frage! Dieses Mal bin ich ganz allein für die Gestaltung verantwortlich: Nachdem ich mich ungefähr drei Wochen lang in Gimp und Inkscape „eingefuchst“ habe, sind dies nun zwei erste, brauchbare Varianten.

Was haltet ihr davon?

Welche würdet ihr bevorzugen?

Was würdet ihr verbessern/ändern? (Hintergrund, Rahmen, Schrift – es kann alles geändert werden. Wobei ich den Rahmen und Hintegrund schon ganz hübsch finde.)

Wie gesagt, ist ein erster, vorzeigbarer Entwurf, aber noch nicht „das Ende“. Aber ich wollte es einfach schon mal zeigen! (Zumal ich dieses alte Bild zu Amor mittlerweile echt nicht mehr sehen kann! 😉 )

Eure

Runa

 

PS. Wenn Tipps und Hilfe gewünscht ist, wie ich das angestellt habe, dann schreibt mir das in die Kommentare. Gebe mein Wissen gerne weiter, wenn gewünscht.

 

Entscheidungsfindung!

Von meiner lieben Designerin aka Traumstoff (FB) habe ich drei Vorschläge für ein Cover bekommen. Alle drei können noch beliebig verändert und variiert werden. Sind erstmal also nur „Rohentwürfe“. Mir gefallen insbesondere die ersten beiden, ich zeige sie euch aber dennoch alle drei.
Welches gefällt euch am besten?

Cover 1
Cover 1
Cover 2
Cover 2
Cover 3
Cover 3