Selbstständigkeit

birds-1714542_1920

 

 

Hallo ihr Lieben!

Ich habe ein ganz schlechtes Gewissen, weil ich mich nur noch so selten hier melde. Es ist einiges los, sowohl – als auch – und sowieso.

Amor und Psyche ist immer noch in der Überarbeitung. Je mehr Zeit vergeht, desto häufiger denke ich, wie “schlecht” der Text eigentlich ist. Das liegt daran, dass ich das einfach so runtergeschrieben habe, ohne mir im Vorfeld konkrete Gedanken zu machen. Ich verinnerliche nämlich langsam, wie das Schreiben an sich funktioniert. Und für mich funktionieren könnte. Seit ein paar Tagen arbeite ich an einem neuen, relativ kommerziellen, Produkt und bin gerade dabei, so vorzugehen, wie es die ganzen Schreibratgeber empfehlen: Stück für Stück und Kapitel für Kapitel. Fast schon seltsam, dass ich für diese Erkenntnis so lange gebraucht habe, aber nun gut. So ist das eben.

Ergo: erst einmal mache ich einen groben Entwurf und dann erst gehe ich ans Feintuning, also an den Fliestext. Bin mal gespannt, wie das so wird. Der Entwurf alleine macht auf jeden Fall schon schrecklich viel Spaß!

Vielleicht liegt das auch daran, weil sich das Buch um eine so simple wie auch grundlegende Frage drehen wird:

Gestalten wir unser Leben selbst, oder werden wir von den Umständen gesteuert? 

Ich selbst habe selbstverständlich eine Antwort auf diese Frage gefunden und werde sie demnächt in eine längere Erzählung gießen.

 

Aber was meint ihr? 

Ich bin ganz gespannt auf eure Antworten! 🙂

 

 

Und Amor und Psyche werde ich wohl oder übel noch ein Mal überarbeiten (ein MAL, das reicht dann(!!!)) und dann kostenlos anbieten, weil ich wirklich finde, dass es keine gute, im Sinne von durchdachte, Geschichte ist. Aber ich bin ja auch nicht ganz doof *hihi * und werde sie deshalb erst veröffentlichen, wenn auch das zweite Buch, Arbeitstitel “Zwischenzeilen” online geht. Dann kann Amor und Psyche vielleicht ein wenig Werbung machen, bei all den Verrückten, die sich (auch) noch für sowas abgefahrenes wie die Antike und Philosophie interessieren.

Das Herzmärchen, übrigens, bleibt für immer in der Versenkung verloren. Ich hatte es vor einiger Zeit gelöscht und bin froh drum. Es ist zwar eine wunderschöne Geschichte, aber ich möchte nicht mehr, dass man sie kaufen kann.

 

Ich wünsche euch alles Liebe und ganz viel Erfolg und Schaffenskraft!

 

Frühlingshafte Grüße

 

Eure

 

Runa Phaino

 

 

Zum Valentinstag!

love-903178_1920

 

Hallo ihr Lieben!

Gerne hätte ich euch jetzt schon mein neues E-Booklein “Amor und Psyche” präsentiert und kräftig dafür geworben, aber es ist immer noch “in der Mache”.

Es ist wirklich unbeschreiblich und sehr emotional, was bei einer Überarbeitung so anfällt. Ich hoffe, ich enttäusche niemanden, wenn ich sage, dass Psyche in der jetzigen Version (die dann auch irgendwann einmal die Endversion sein wird) nicht mehr hässlich, sondern doch sehr hübsch ist. So sagt es auch die antike Vorlage.

Ich bleibe also doch insgesamt viel näher am Original, als zuvor gedacht. An dieser Stelle empfehle ich auch jedem, der ein Buch schreibt, vorab eine möglichst konkrete Vorstellung davon zu entwickeln, was er oder sie zu schreiben gedenkt.

Die Überarbeitung macht (auch) Spaß, aber es ist echt eine Heidenarbeit, das jetzt in eine Form zu bringen, die mir – und hoffentlich auch anderen – gefällt. Da war es doch so viel einfacher, jede Woche ein paar Zeilen hier zu posten und euer liebes Feedback einzuheimsen. 😉

Das Schicksal hat mir übrigens eine sehr kompetente und passende Gefährtin geschickt, die mir mit Rat und Tat zur Seite steht. Nicht zuletzt kenne ich durch sie die wunderbar geniale Funktion und Wirkung/Fähigkeit von Google Documents.

Falls jemand von euch Lust hat, an der Überarbeitung des Werkes mitzumachen: fühlt euch herzlich eingeladen. Ich vertraue den Menschen und dem Schicksal, daher an dieser Stelle ein kleiner Aufruf: schickt mir eine kurze Nachricht, warum ihr mitmachen wollt, an runa.phaino@gmail.com

Und dann füge ich euch einfach zur Bearbeitung hinzu.

Übrigens ist das kein Muss. Man kann die Geschichte auch einfach nur (mit)lesen in ihrer neusten Version und sie beim weiteren Werde- und Entstehensvorgang beobachten.

 

Ich würde mich sehr freuen!

Viele liebe Grüße

Eure

Runa Phaino

 

PS. Und zum Valentinstag noch ein paar Hintergrundinfos hier. Von den katholischen Freunden. Alles Liebe!

 

 

 

Liebe und Pfeile

Psyche hörte, wie das Untier krachend und polternd aus dem Schloss stürmte. So schnell war es geflohen, dass sie gar nicht reagieren konnte. Entgeistert tastete sie nach der Bettkannte und setzte sich.
Warum war das Ungeheuer davon gelaufen, gerade in dem Moment, als sie von „Freundschaft“ sprachen? Hatte sie etwas falsch gemacht?
Psyche grübelte noch eine Weile, dann überkam sie ein tiefer Schlaf. Doch als sie am Morgen aufwachte, vertrieben selbst die hellen und schönen Sonnenstrahlen nicht die grauen Gedanken.
Die Prinzessin ließ sich ankleiden und beobachtete, wie sich aus dem Nichts ein duftendes Frühstück auf einem kleinen Tischchen an ihrem Bett bereitete. Die Speisen sahen köstlich aus, doch als Psyche sie probierte, schmeckten sie ihr nicht. Ungeduldig stand sie wieder auf, ging zum Fenster und öffnete es. Die Sonne schien warm und Psyche sog die Luft in sich ein.
„Untier!“, rief sie in den Garten hinein. „Untier?“
Es antwortete nicht. Es war nicht da. Dieses seltsame Wesen war tagsüber nicht da, denn sie sollte es nicht sehen. Warum eigentlich? Es hatte davon gesprochen, dass es gefährlich sei. Gefährlich aber erschien es Psyche ganz und gar nicht. Eher etwas unbeholfen und tapsig. Auch wenn es sie gestern gerettet hatte. Alleine hätte sie den Weg aus der Bibliothek nicht zurückgefunden.
Psyche schloss das Fenster. Vielleicht, überlegte sie, war das Untier ebenfalls hässlich und versteckte sich aus diesem Grund vor ihr.
Bestimmt war es hässlich, denn wie sonst könnte es sie lieben?
Das hatte es nämlich gesagt.
„Ich liebe dich.“
Psyche seufzte. Sie konnte es nicht glauben, so wie sie all das nicht glauben konnte, was ihr wiederfuhr.
Doch die Speisen sättigten, die Wärme der Sonne fühlte sich natürlich an und als Psyche sich in den Arm kniff, tat es weh.
Was also, wenn dies alles gar kein Traum war?
Was, wenn es echt war?
Was, wenn das Ungeheuer sie wirklich liebte?
Und sie, Dummerchen, hatte gestern nur davon gesprochen, dass das alles nur ein Traum wäre. Sie hatte das Ungeheuer – oder was auch immer es war – überhaupt nicht ernst genommen. Kein Wunder also, dass es einfach so verschwunden war. Im Prinzip war sein Verschwinden sogar ein Beweis für die … Wirklichkeit.
Psyche fühlte sich völlig erschlagen von der Erkenntnis und setzte sich zurück auf das Bett.
Da gab es jemanden, der sie liebte. Und sie war ein Dummkopf! Bestürzung machte sich in Psyche breit.
Sie legte hin und nutzte die Decke, um ihre aufsteigenden Tränen aufzufangen. Oh, wie sehr sie jetzt wünschte, dass dieser kleine Kerl zurückkam!

Die Pfeile flogen aus Amors Händen. Ablenkung war laut Apollo das beste Mittel, um sich von trübsinnigen Gedanken zu befreien. Verschwitzt strich sich Amor die Locken aus der Stirn, griff in seinen Köcher und zielte erneut. Er fühlte sich so angespannt wie der Bogen, den er hielt.
Die Arbeit besserte seine Laune kein Stück, im Gegenteil, seine Wut wuchs und wuchs mit jedem Pfeil, den er schoss.
Er traf die Menschen. Mitten in ihre Herzen. Genauso, wie er Psyche getroffen hatte. Und die Menschen, was taten sie? Sie fielen sich in die Arme und küssten unaufhörlich, stundenlang, Ewigkeiten!
So wie Psyche ihn geküsst hatte, doch dann …
Amor spuckte zu Boden auf eines der küssenden Paare unter seiner Wolke.
Die beiden blickten nach oben, als hätte sie ein Regentropfen erwischt. Sie lachten und verschwanden unter dem Umhang des Mannes, wahrscheinlich knutschten sie dort weiter.
Amor schnaufte verächtlich und herrschte die Wolke an, zur nächsten Stadt zu fliegen.
„Hey, du trainierst ja wie besessen!“, rief eine Stimme aus dem Äther. „Hast wohl Angst vor unserem Wettkampf!“
„Apollo“, knurrte Amor und blinzelte in die Sonne. „Heute Nacht mach ich dich platt!“
„Hoho!“, rief der Sonnengott von seinem Wagen, „Was sind das denn für Töne? Und was sind das für neue Muckis, mein Dickerchen?“
„Warte nur ab!“, rief Amor und hob drohend die Hand in den Himmel.
Der Sonnengott lachte, ließ einen Sonnenstrahl in Amors Oberarm zwacken und vollzog eine scharfe Rechtskurve gen Westen.
„Auf in den Untergang!“, rief er fröhlich. „Und bis gleich!“
„Ja ja, bis dann“, murrte Amor und blickte hinab in die Stadt. Auch hier: Nur Geknutsche. Überall! Es war kaum auszuhalten!
Kurz überlegte Amor, einige seiner bleiernen Pfeile auf die Menschen abzufeuern. Pfeile, die die Liebe vertrieben anstatt sie zu wecken. Ein bisschen Liebesleid würde vielleicht dafür sorgen, dass er sich selbst nicht mehr so alleine fühlte.
Doch als Amor den bleiernen Pfeil anlegte, und umherblickte, auf wen er ihn schießen sollte, konnte er sich nicht entscheiden. Auf wen sollte er schießen? Auf den blassen Jüngling? Auf das zarte Mägdelein? Wenn er es täte, würden sie niemals zueinander finden. Wären für immer getrennt. Würden niemals erfahren, wie bittersüß die Liebe sein konnte. Sie würden sich nie verlieben …
Amor seufzte und schüttelte den Kopf. Was nur war in ihn gefahren? Psyche war so lieblich und so süß! Nur das, was sie sagte, wollte so gar nicht zu ihr passen. Wahrscheinlich, überlegte Amor, hatte er etwas falsch verstanden. Bestimmt war es so, denn anders konnte es nicht sein. Psyche musste ihn lieben,  – denn es bestand kein Zweifel daran, dass seine Pfeile funktionierten.
Beruhigt ließ Amor seinen Bogen sinken und legte den bleiernen Pfeil zurück in den Köcher. Er beschloss, sich wegen all der Aufregung ein paar Schlucke aus der Amphore seines Lieblingsweines zu gönnen, bevor er mit Apollo in den Wettstreit trat.

Herz und Märchen – für nur 1,49 €

Herzcover

 

Das Herzmärchen der Spinnerin passt ganz vorzüglich zu den derzeitigen kalten Temperaturen, beginnt es doch mit Schnee und Eis … und dann geht es auf in wärmere Gefilde, wo es sogar einen sprechenden Kaktus gibt.

Seit ein paar Tagen kann das Märchen für 1,49 Euro hier bei Amazon und bei allen anderen bekannten Stores (Googleplay, Thalia, Weltbild … ) gekauft und heruntergeladen werden.

Vielleicht wird das Büchlein sogar einst die kostenpflichtigen Top-Charts erklimmen. Das wäre doch was.   😀

Herzlichst!

Runa Phaino

 

 

 

 

 

Grüße vom Balkon

DSC_0312[1]

Hallo ihr Lieben!

Dieses Mal erhaltet ihr viele Grüße von Rosa, von ihrem “Heimat-Balkon”. (Wer genau hinsieht kann sie finden!)

Zurzeit bin ich nicht ganz so produktiv, was dieses Blog anbelangt, aber umso mehr, was meine Erzählung, bzw. den Kurzroman “Das Herzmärchen der Spinnerin” betrifft. Die Geschichte liegt in den letzten Zügen – und diese sind bekanntlich die schwersten.

Wenn ihr also in den nächsten Tagen (Wochen?) nichts von mir hört:

ich arbeite fleißig. 🙂

Denn ich werde meine erste Geschichte bald veröffentlichen. Vielleicht eher, vielleicht später. Spätestens aber am 28. September.

Denn dann ist Vollmond + Mondfinsternis noch dazu!

(Ich bin ein wenig abergläubisch.)

Möglicherweise wird auch schon eher was draus. Und da gab es ja auch noch den angekündigten Fortsetzungsroman. Hm.

Die Geschichte, an der ich gerade arbeite (ich schrieb es bereits), kann ich nicht so einfach loslassen. Da bin ich Perfektionistin. Es ist ein “Herzmärchen”. Mit Herzblut geschrieben. – Und das tut immer ein bisschen weh.

Seid also geduldig, bleibt geduldig – bald ist es soweit!

Und dann kommt auch wieder mehr von mir!

Beste Grüße

Eure

Runa

PS. Allerdings werdet ihr demnächst noch einmal bezüglich des Covers befragt. Ich kann mich einfach nicht entscheiden! 😀

Der Kaktus

cactus-793841_1280

Es war einmal ein Mädchen, das hatte großen Liebeskummer. Es mied das Meer, denn es ängstigte sich, seiner verlorenen Liebe, die darin wohnte, noch einmal zu begegnen. Auch trocknete die Sonne, der das Mädchen entgegen ging, mit ihren Strahlen langsam den Kummer in seinem Herzen.

So kam es nach Süden, dort war die Erde rissig und rau. Heiß brannte die Sonne vom Himmel, verbrannte die Pflanzen und bräunte die Bäume. Das Mädchen war an die starke Hitze nicht gewöhnt. Seine Haut wurde dünn und mit jedem Schritt wurde es durstiger.

Da stand am Wegesrand ein großer, grüner Kaktus und machte ihm schöne Augen.

„Mädchen, wirst du mich ein wenig liebhaben?“, fragte der Kaktus.

Zögernd ging das Mädchen auf ihn zu. „Was meinst du damit?“ Seine Stimme war bloß ein Krächzen.

„Umarme mich nur ein wenig, Mädchen.“

„Du bist so stachelig.“

„Bin ich nicht auch grün und schön und schau, mein Kleid, ist das nicht fein? Ich will dir auch zu trinken geben, denn das Wasser, das ist Leben.“

„Nein“, sagte das Herz des Mädchens, doch schon war es zu nah herangetreten.

„So wollen wir heiraten und Kinder bekommen, du wirst ein schönes Kaktusweib abgeben!“

Doch seine Stacheln stachen. An Armen und Brust, in die Beine und in den Bauch. Sie stachen überall.

„Au“, wollte das Mädchen sagen, doch Trockenheit verschloss seine Kehle.

„Pst!“, zischte der Kaktus. „Bald will ich dir zu trinken geben. Sag nur ja zu mir und meinem Plan, dann magst du auch gehen, soweit meine Stacheln reichen.“

Das Mädchen wusste, dass Liebhaben schmerzen kann. So schwieg es still und wartete, auch wenn es sich sehr unwohl fühlte. Und tatsächlich, nach einer Weile floss etwas Flüssigkeit den grünen Leib des Kaktus` hinab. Aber es waren nur wenige Tropfen, die kaum die Zungenspitze benetzten.

Da ließ das Mädchen den Kaktus los.

Der lachte nur.

„Dummes Mädchen, geh weiter, hab dich sowieso nie lieb gehabt.“

Dass Mädchen aber wurde wütend und brach sechs Stacheln mit seinen bloßen Händen.

Und folgende Worte, die der Kaktus niemals vergaß, stach es in sein grünes Kaktusfleisch.

„Dein stolzes Kleid ist gerissen

Lieben tut weh, sollst du wissen

Dies lehrte mich ein Zackenbarsch

Der war dabei nicht grausam harsch

Und es hat alles einen Sinn

Nicht Mädchen bin ich – dummes Ding!“

Das Mädchen zog weiter gen Süden. Nach einer Weile wurden die Strahlen der Sonne wieder sanfter und streichelten die Haut, anstatt sie zu verbrennen. Die Kratzer, die ihm der Kaktus zugefügt hatte, verschwanden.

„Ach Mädchen“, seufzte da sein Herz. „Weißt du eigentlich, was ich über die Liebe denke?“

„So hast du eine Meinung dazu?“, fragte das Mädchen erstaunt.

Das Herz lachte: „Ich bin dein Herz – wer bitte sonst sollte eine Meinung dazu haben?“

Das leuchtete dem Mädchen ein. „Dann sage mir, was du von der Liebe weißt.“

„Nichts weiß ich, aber ich wünsche.“

„In Ordnung, dann sage mir, was du dir wünschst!“

„Es ist ganz einfach“, sagte das Herz. „Liebe sollte sein wie ihr Name:

Lieb.“

https://lehmofen.wordpress.com/2015/05/11/das-herz-des-zackenbarsches/