Zum Valentinstag!

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Hallo ihr Lieben!

Gerne hätte ich euch jetzt schon mein neues E-Booklein “Amor und Psyche” präsentiert und kräftig dafür geworben, aber es ist immer noch “in der Mache”.

Es ist wirklich unbeschreiblich und sehr emotional, was bei einer Überarbeitung so anfällt. Ich hoffe, ich enttäusche niemanden, wenn ich sage, dass Psyche in der jetzigen Version (die dann auch irgendwann einmal die Endversion sein wird) nicht mehr hässlich, sondern doch sehr hübsch ist. So sagt es auch die antike Vorlage.

Ich bleibe also doch insgesamt viel näher am Original, als zuvor gedacht. An dieser Stelle empfehle ich auch jedem, der ein Buch schreibt, vorab eine möglichst konkrete Vorstellung davon zu entwickeln, was er oder sie zu schreiben gedenkt.

Die Überarbeitung macht (auch) Spaß, aber es ist echt eine Heidenarbeit, das jetzt in eine Form zu bringen, die mir – und hoffentlich auch anderen – gefällt. Da war es doch so viel einfacher, jede Woche ein paar Zeilen hier zu posten und euer liebes Feedback einzuheimsen. 😉

Das Schicksal hat mir übrigens eine sehr kompetente und passende Gefährtin geschickt, die mir mit Rat und Tat zur Seite steht. Nicht zuletzt kenne ich durch sie die wunderbar geniale Funktion und Wirkung/Fähigkeit von Google Documents.

Falls jemand von euch Lust hat, an der Überarbeitung des Werkes mitzumachen: fühlt euch herzlich eingeladen. Ich vertraue den Menschen und dem Schicksal, daher an dieser Stelle ein kleiner Aufruf: schickt mir eine kurze Nachricht, warum ihr mitmachen wollt, an runa.phaino@gmail.com

Und dann füge ich euch einfach zur Bearbeitung hinzu.

Übrigens ist das kein Muss. Man kann die Geschichte auch einfach nur (mit)lesen in ihrer neusten Version und sie beim weiteren Werde- und Entstehensvorgang beobachten.

 

Ich würde mich sehr freuen!

Viele liebe Grüße

Eure

Runa Phaino

 

PS. Und zum Valentinstag noch ein paar Hintergrundinfos hier. Von den katholischen Freunden. Alles Liebe!

 

 

 

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gettyimages – Wo sind die Bilder hin?

Schweren Herzens habe ich mich dazu entschlossen, mich von “gettyimages” zu trennen, deren Bilder ich gerne nutzte, um meine Beiträge zu verschönern.

Es ist so, dass ich hier demnächst informiere, wann und ob mein erstes eBook erscheint, das ich auch verkaufen möchte.

Internet und Bilder; Kommerzielles und Urheberrecht und so, das könnte vielleicht problematisch werden … also habe ich mich bei gettyimages erkundigt, ob mein Vorhaben in Ordnung sei.

Telefonisch: “Gar kein Problem!”

Ich hätte es aber gerne schriftlich und fragte sicherheitshalber noch mal per E-Mail nach. Und siehe da: Getty teilte mir diesbezüglich heute mit, dass ich die Bilder käuflich erwerben müsste, wenn ich “Werbung” für ein eBook mache. Und zwar “Social-Media” lizensiert.

Mir taten sich zweierlei Fragen auf:

  1. Warum gibt es eine Diskrepanz zwischen telefonischer und schriftlicher Auskunft?
  2. Warum gibt es eine weitere Diskrepanz zwischen der schriftlichen Auskunft und den Bestimmungen bei gettyimages?

Denn: Es gibt auf Getty auch die Möglichkeit, die Bilder für ein “kommerzielles Blog” zu lizensieren, was in meinem Fall, streng genommen, dann doch so wäre. (?) Also nicht “nur” Social Media, wie von Getty in der E-Mail gefordert.

Wie dem auch sei, in beiden Fällen (kommerzielles Blog/Social Media) würde die Einbettung eines Bildes weit über 200 Euro kosten, und das – kann doch nicht wahr sein!

Ich hatte gehofft – und es ist eine rechtliche “Lücke” -, dass die Lizenzbestimmungen “nur” für einzelne Beiträge, d.h. “Posts” gelten. Wen es interessiert: siehe hier unter Punkt 3.

http://rechtsanwalt-schwenke.de/faq-einbettung-bilder-getty-images-urheberrecht-top-datenschutz-flop/#f3

Tatsächlich aber wirken sich die Bestimmungen auf das gesamte Blog aus. Oder könnten es.

Fazit: Mir ist das zu riskant und daher werde ich all die schönen Bilder löschen und zukünftig nur noch auf eigenes Material zurückgreifen.

Vorschlag: Ich wäre gerne bereit für schöne Bilder, genauso wie für ein schönes eBook, einen kleinen, aber feinen Obolus zu zahlen. Also irgendwas zwischen 99 Cent und 9,99 Euro. Aber über 200 Euro für EIN Bild??? Wer kann sich denn sowas leisten?

Schreibtipps für blutige Anfänger (4)

Weiter geht es mit den Schreibtipps. Grundlage ist das famose Werk: Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben von Roy Peter Clark, das ich jedem angehenden oder professionellen Schreiber nur empfehlen kann.

http://www.amazon.de/Die-Werkzeuge-f%C3%BCr-gutes-Schreiben/dp/3866710313

Ein paar Punkte habe ich während der letzten Beiträge übersprungen und liefere sie hiermit nach:

5. Starke Wörter an den Anfang und/oder an das Ende

Leidenschaft, ein Feuer, das in der Seele brennt.

Hier haben wir ein recht starkes Wort direkt am Anfang des Satzes. Das ist sinnvoll, weil es den Leser von Beginn des Satzes an zu “packen” vermag. Immer geht es darum, den Leser zum Weiterlesen zu animieren. Dazu ist ein “starker Anfang” in einer Geschichte sinnvoll, dasselbe gilt für die “Satzebene”.

Nun heißt das nicht, dass jeder Satz mit einem starken Wort beginnen muss. Nach meinem Dafürhalten ist Schreiben ein wenig, als ob man mit Wörtern malte – und da kann der ein oder andere “rote Tupfer” in der Geschichte sehr angebracht sein.

Genauso – oder zumindest ähnlich – verhält es sich mit den starken Wörtern am Ende eines Satzes. Tendenziell würde ich solche starken Endwörter erst am Ende des Kapitels nutzen. Warum? Weil es das Kapitel gegen Ende “steigert” und – was wollen die Autoren? – genau, richtig: ihre Leser zum Weiterlesen animieren.

Beispiel:

Es war nichts, was er in den Händen hielt. Nicht ein Stückchen des Ganzen, nicht ein kleines Bisschen. Es war flüchtig wie Luft. Vielleicht ein kleiner Tod.

– Was immer mir da gerade aus den Fingern geflossen ist: “der Tod” als solcher, denke ich, kann durchaus als “starkes Wort” gelten.

Einschub: Was eigentlich sind “starke Wörter”?

Grundsätzlich denke ich dabei an Substantive, die viele Assoziationen auslösen. “Leidenschaft”, “Tod” … das sind Wörter, mit denen jeder etwas anfangen kann, da jeder Mensch irgend etwas damit verbindet.

Es gibt andere, starke Substantive, die “weniger abstrakt”, aber genauso vieldeutig, bzw. Assoziationen erweckend, sein können:

Sonne, Mond, Sterne. Ein steiler Berg. Ein Baum.

Viele starke Wörter stamme also, sehe ich gerade, aus der Natur.

(Heute war ich in einer Ausstellung über Vinzent van Gogh. Ein Zitat von ihm war, dass der “Maler” nicht so sehr auf andere Maler hören sollte, sondern vielmehr auf das, was ihm die Natur zu sagen hat. Ich denke, das gilt für Schreiber, Autoren, Schriftsteller. 😉 )

6. Mit Adverbien und Adjektiven sollte man als Schreibender grundsätzlich vorsichtig sein

Dieser Rat hält sich wie ein Gebot in allen Schreibschulen. Ich finde ihn allerdings durchaus hinterfragenswert, da ich vor einiger Zeit hörte, dass z.B. J.K. Rowling sich gar nicht daran hält.

Insgesamt betrachtet denke ich: Zum Einen stimmt es. Denn es besteht die Gefahr dabei zu allgemein und beliebig zu schreiben.

Beispiel:

Hier steht eine Lampe auf einem unordentlichen Schreibtisch.

VERSUS

Hier steht eine Lampe. Sie steht auf meinem Schreibtisch inmitten von Stiften, Filterpäckchen, Büchern, Mappen und Ordnern.

“Unordentlich” ist recht allgemein. “Filterpäckchen, Bücher, Mappen, Ordner” dagegen viel konkreter, zumal der Leser selbst diese Dinge zum Leben erwecken kann, indem er sich eine Vorstellung, ein Bild davon macht.

Zum Anderen, siehe oben, denke ich, dass es “nicht” stimmt.

Denn: Ich vermute, je konkreter die Dinge beschrieben werden, desto mehr Adjektive und Adverbien “darf” man als Autor verwenden. Es geht bei diesem “Verbot” also vor allem darum, Allgemeinplätze zu vermeiden.

Beispiel:

Hier ist eine weiße Lampe. Sie steht auf meinem Schreibtisch aus Mahagoni inmitten von roten und blauen Stiften, schwarzen Büchern, grünen Mappen und Leitz-Ordnern.

– Erscheint das Bild möglicherweise sogar genauer vor dem Auge des Lesers.

Aber auch hier sollte man etwas aufpassen. Denn wer ein Bild zu genau beschreibt, läuft Gefahr, die Assoziationskraft des Beschriebenen einzudämmen. Man sollte bzw. “muss” dem Leser seine gedankliche Freiheit lassen. Detaillierte, penible Beschreibungen sind eher etwas für wissenschaftliche Aufsätze, z.B. in der Biologie.

😉

Zum Abschluss noch ein kleiner Ausblick:

Demnächst gibt es eine allgemeine Info zu Stilmitteln. ❤

Schreibtipps für blutige Anfänger (3)

Numero 4 (quatro – por mis amigos españoles!)

Beim Schreibern verzichten wir auf möglicherweise und ganz vielleicht auf theoretische oder wie auch immer geartete: FÜLLWÖRTER, denn – wie ihr diesem Text entnehmen könnt, liest es sich einfach besser:

Beim Schreiben verzichten wir auf Füllwörter. [Punkt]

Denn: Füllwörter schwächen und verzögern und beim Schreiben ist es wichtig, auf den PUNKT zu kommen.

Dazu zählen übrigens auch Substantivierungen

(Er machte etwas Gekochtes = Er kochte)

Doppelbedeutungen

(Er bemühte sich Füllwörter zu vermeiden und immer auf den Punkt zu schreiben)

Oder auch “Er bemühte sich Füllwörter zu vermeiden[Punkt] und immer auf den Punkt zu schreiben.”

Das Ganze funktioniert auch bei Handlungen:

Er kochte das Essen und setzte einen Topf auf den Herd, um Wasser zu erhitzen.

Was lassen wir weg?

Hier ist das allgemeine “Er kochte das Essen” wahrscheinlich besser wegzulassen, denn die Thematik: Einen Topf mit Wasser erhitzen – zeigt schon, dass der Protagonist möglicherweise essen will.

Grundsätzlich gilt auch, immer so anschaulich wie möglich zu schreiben. Und da ist es besser, einen Topf auf den (dreckigen) Herd zu stellen, als einfach nur “Essen zu kochen”.

Besonders anschaulich wird es dann, wenn wir auch wissen, was der Protagonist – oder klar, die Protagonistin – essen will.

Ich zum Beispiel esse heute Kartoffeln mit Tzatiki und gebratennen Soja-Schnitzeln. Als Halbveganerin ein tolles Futterwerk! Famos! 😉

Oh Wunderwerk der Konjunktionen!

Es kommt immer anders, als man denkt.

Es kommt immer anders, bis man denkt.

Es kommt immer anders, wenn man denkt.

Es kommt immer anders, obwohl man denkt.

Es kommt immer anders und man denkt.

Es kommt immer anders, nachdem man denkt.

Es kommt immer anders, während man denkt.

Es kommt immer anders, es kommt immer anders.

Es kommt immer anders, wie man denkt. [Das ist schlechtes Deutsch.]

Es kommt immer anders, indem man denkt.

Es kommt immer anders, da denkt man sich …

Es kommt immer anders, damit man denkt.

Es kommt immer anders, um zu denken.

Es kommt immer anders, weil man denkt.

Schreibtipps für blutige Anfänger (2)

Aus einem substantiellen Werk aka “Die 50 Werkzeuge für gute Schreiben” von einem gewissen Herrn Clark (das habe ich gekauft am 30. Juli 2011 – also vor knapp vier Jahren (Ah! Tempus fugit)) – habe ich die ein oder andere Information entnommen, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

1. Subjekt und Prädikat dicht zusammen.

–> Hä?

Also. Subjekt, das Dings mit “wer oder was?” – Der “Täter”, wenn man so will. Und das “Prädikat”, das ist das Verb des Satzes.  Also so: Herr Keuner geht die Treppe rauf. Und nicht so: Damals, als alles ganz anders gewesen ist, ging, vor langer Zeit in einem Paralleluniversum der Extraklasse, das sich genau in der Schnittstelle zwischen Zwiebelhaut und Pradigma befand, Herr Keuner eine, nicht ganz wohlgeformte, aber doch irgendwie famose und ganz patente, Treppe hinauf.

Puh!

Man sieht aber, dass es auch mannigfaltige Möglichkeiten gibt, mit Subjekt-Prädikat zu “spielen”, sie dem Leser extra vorzuenthalten etwa. Für “blutige Schreibanfänger” aber gilt: Erstmal das wesentliche. Also: Subjekt und Prädilei = dicht zusammen!

Numero due!

2. Starke, aktive Verben nutzen!

(Die sorgen nämlich für Anschaulichkeit.)

Also nicht: Es schien irgenwie ein wenig lauwarm zu sein, sondern: Meine Zunge verbrannte.

Überhaupt, diese Konstruktionen mit “sein” + Adjektiv/Adverb: kloppt sie in die Tonne! Viel besser und definitiv leseflüssiger ist ein klares, starkes, aktives Verb.

Beispiele folgen. Vielleicht.

(Aller guten Dinge sind … na?

DREI

3. Das Opfer

Nutzt passive Konstruktionen, um das Opfer zu veropfern!

Das geht voll gut klar, wenn man z.B. sowas schreibt: Er wird geopfert. Statt: Der Priester opfert ihn.

Ich meine, ehrlich. Das zweite hört sich doch echt bescheuert an. Der Priester opfert ihn. *streichelstreichel* Ach, du kleines, liebes Opferli!

Nee! Wenn schon, denn schon!

Also: Er wird geopfert, ihm wird die Kehle aufgeschnitten, die Eingeweide rausgerissen. Danach wird er gefressen, geschlachtet, geköpft.

Die menschliche Phantasie ist grenzenlos. Und ich halte für heute lieber meine Finger beisammen.

Beste Grüße

Eure

Runa

Hier der Link zum Buch: http://www.amazon.de/Die-Werkzeuge-f%C3%BCr-gutes-Schreiben/dp/3866710313