Psyche und Proserpina

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Oder: was Proserpina zu Psyche sagt, als sie sich in der Unterwelt rumtreibt.

Ja, bald ist es fertig, denke ich. “Amor und Psyche”, ein schönes, kleines BĂŒchlein mit derzeit schon 220 Normseiten Umfang. Es muss nur noch circa 1000 Mal ĂŒberarbeitet werden, wie gehabt. Und deswegen werde ich, glaube ich, doch etwas Geld dafĂŒr nehmen. So 99 Cent sind bei gefĂŒhlt 10.000 Überarbeitungen und fast drei Jahren intensiver Arbeitszeit, glaube ich, okay.  😉

Ich sage Bescheid, wenn es soweit ist!

Liebste GrĂŒĂŸe

Eure

Runa Phaino

SelbststÀndigkeit

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Hallo ihr Lieben!

Ich habe ein ganz schlechtes Gewissen, weil ich mich nur noch so selten hier melde. Es ist einiges los, sowohl – als auch – und sowieso.

Amor und Psyche ist immer noch in der Überarbeitung. Je mehr Zeit vergeht, desto hĂ€ufiger denke ich, wie “schlecht” der Text eigentlich ist. Das liegt daran, dass ich das einfach so runtergeschrieben habe, ohne mir im Vorfeld konkrete Gedanken zu machen. Ich verinnerliche nĂ€mlich langsam, wie das Schreiben an sich funktioniert. Und fĂŒr mich funktionieren könnte. Seit ein paar Tagen arbeite ich an einem neuen, relativ kommerziellen, Produkt und bin gerade dabei, so vorzugehen, wie es die ganzen Schreibratgeber empfehlen: StĂŒck fĂŒr StĂŒck und Kapitel fĂŒr Kapitel. Fast schon seltsam, dass ich fĂŒr diese Erkenntnis so lange gebraucht habe, aber nun gut. So ist das eben.

Ergo: erst einmal mache ich einen groben Entwurf und dann erst gehe ich ans Feintuning, also an den Fliestext. Bin mal gespannt, wie das so wird. Der Entwurf alleine macht auf jeden Fall schon schrecklich viel Spaß!

Vielleicht liegt das auch daran, weil sich das Buch um eine so simple wie auch grundlegende Frage drehen wird:

Gestalten wir unser Leben selbst, oder werden wir von den UmstÀnden gesteuert? 

Ich selbst habe selbstverstĂ€ndlich eine Antwort auf diese Frage gefunden und werde sie demnĂ€cht in eine lĂ€ngere ErzĂ€hlung gießen.

 

Aber was meint ihr? 

Ich bin ganz gespannt auf eure Antworten! 🙂

 

 

Und Amor und Psyche werde ich wohl oder ĂŒbel noch ein Mal ĂŒberarbeiten (ein MAL, das reicht dann(!!!)) und dann kostenlos anbieten, weil ich wirklich finde, dass es keine gute, im Sinne von durchdachte, Geschichte ist. Aber ich bin ja auch nicht ganz doof *hihi * und werde sie deshalb erst veröffentlichen, wenn auch das zweite Buch, Arbeitstitel “Zwischenzeilen” online geht. Dann kann Amor und Psyche vielleicht ein wenig Werbung machen, bei all den VerrĂŒckten, die sich (auch) noch fĂŒr sowas abgefahrenes wie die Antike und Philosophie interessieren.

Das HerzmĂ€rchen, ĂŒbrigens, bleibt fĂŒr immer in der Versenkung verloren. Ich hatte es vor einiger Zeit gelöscht und bin froh drum. Es ist zwar eine wunderschöne Geschichte, aber ich möchte nicht mehr, dass man sie kaufen kann.

 

Ich wĂŒnsche euch alles Liebe und ganz viel Erfolg und Schaffenskraft!

 

FrĂŒhlingshafte GrĂŒĂŸe

 

Eure

 

Runa Phaino

 

 

Was sieht “der Mensch”?

Der antike Philosoph Protagoras schrieb einmal auf: „Der Mensch ist das Maß aller Dinge.“

 

Und seitdem denken Philosophen und wirre Geister darĂŒber nach, was genau dieser „Mensch“ eigentlich ist.

 

Meinte Protagoras „den (einzelnen) Menschen“ oder „die Menschheit“ oder „das Menschliche“?

Ich glaube (geprĂ€gt durch das, was ich selber denke), Protagoras meinte „das Individuum“, also den einzelnen Menschen.

Sonst hĂ€tte er ja schreiben können. „Die Menschheit“ oder „das Menschliche an sich“ sei “das Maß aller Dinge”.

 

Folgt man der Annahme, kommt man zu dem Schluss, dass die Sicht des Individuums auf die Welt, die individuelle Wahrnehmung, demnach das „Maß“ der Dinge fĂŒr den einzelnen Menschen ist.

Anders gesagt: so, wie der Einzelne die Welt wahrnimmt, erscheint sie ihm auch. Die Welt wĂ€re also ein Abbild dessen, was der Mensch selbst fĂŒr wahr hĂ€lt. Oder kann von dem Menschen nur so erfahren werden, “wie” er sie fĂŒr wahr/echt/real/wahrnehmbar hĂ€lt.

 

Aber was halten Menschen fĂŒr wahr und: wieso? Oder anders: Was nehmen Menschen wahr und: wieso?

(Darauf gibt es viele Antwortmöglichkeiten, sehr individuelle, evtl. kategorisierbar durch Psychologie.)

 

Und was mich viel mehr interessiert:

 

Gibt es einen „Funken“, den vielleicht alle Menschen „fĂŒr wahr“ halten – oder fĂŒr wichtig?

 

Ist das dann „das Menschliche“?

 

Was meint ihr?

Rosa Schweino tanzt!

Rosa Schweino tanzt

Warum?

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Neobooks

😀

Viele GrĂŒĂŸe von Rosa

(das Foto stammt ĂŒbrigens von einem Lichterfest in Berlin … )

Amors Abenteuer (3)

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Meine rosaweißen FlĂŒgelchen trugen mich zielsicher zurĂŒck zu Wolke. Eigentlich wĂ€re jetzt Zeit gewesen fĂŒr einen ausgiebigen Mittagsschlaf nach all der Anstrengung. Aber da gab es dieses Problem.

Ich befahl Wolke, einen der grĂŒnen HĂŒgel in der Landschaft Apuliens anzufliegen, um in Ruhe nachzudenken. Die Sonne schien, die Vögel zwitscherten. Nichts kĂŒndete von dem drohenden Unheil, das darin bestand, keinerlei Wein und Kraut in dem Palast meiner Mutter mehr vorzufinden. Wenn es ganz schlecht lief, wĂŒrde ich zum armen Schlucker werden, wie Apollo es so treffend beschrieben hatte. Dann wĂ€re ich das Gespött aller Götter. Und meine arme Mutter noch dazu.
Es musste etwas geschehen.
Ich versuchte mich zu erinnern, wann ich den letzten Pfeil abgeschossen hatte. Nach einer Weile kam ich zu dem Schluss, dass das tatsÀchlich schon ziemlich lange her war. Apollo hatte also Recht. Wie immer.
Seufzend beschloss ich daher, die Arbeit wieder aufzunehmen.
Ich musste ziemlich lange kramen, bis ich meinen Köcher in Wolke fand. Er war voller Pfeile. An einer ganz anderen Stelle in Wolke entdeckte ich meinen Bogen. Ich legte beides ĂŒber meine Schultern, was ziemlich anstrengend war. Anscheinend hatte ich die Bewegung nicht mehr so hĂ€ufig ausgefĂŒhrt.
Dann zog ich einen Pfeil aus dem Köcher und betrachtete ihn. Ganz dunkel erinnerte ich mich: es gab da auch noch so eine Höhle 

Der Pfeil blitzte im Sonnenlicht. Es war einer von den Goldenen, die die Liebe verursachten. Ehrlich gesagt hatte ich mich nie intensiv mit den Dingern beschÀftigt.
»Leidenschaft«, stand am Pfeilende eingraviert.
»Leidenschaft«, murmelte ich. »Was auch immer es damit auf sich hat.«
FĂŒr mich waren diese ganzen menschlichen Emotionen wie barbarische Dörfer. Liebe, Leidenschaft, GefĂŒhlsduselei, Strohfeuer, Kussfreundschaft, ewige Liebe, große Liebe, erste Liebe, AffĂ€re, … bei den Titanen, wie viele Begriffe gab es fĂŒr die Liebe?
Die bleiernen Pfeile waren weitaus nĂŒtzlicher als die goldenen, denn sie hielten einem lĂ€stige Lebewesen – zum Beispiel Insekten – vom Leib. »Ablehnung« und »Ignoanz«, ich verbesserte mich: »Ignoranz«, vertrieben sogar Schmeißfliegen. Die Arbeit konnten sie aber nicht vertreiben.
»Nee, ey!«, stöhnte ich und ließ mich rĂŒcklings auf Wolke fallen. »Ich hab sowas von kein Bock!«

Wolke ruckelte sachte hin und her. Ich verstand das als Einladung, ihr mein Herz auszuschĂŒtten.
»Die Menschen sind in Liebesdingen eine Katastrophe. Weißt du, ich habe mich viele Jahre abgemĂŒht, es ist immer dasselbe: Er liebt mich nicht, sie liebt mich nicht, wieso liebt der mich, aber nicht der, wieso liebt die mich, aber nicht die? Warum liebt mich keiner? Wieso-weshalb-warum ist die Mondsichel krumm?«
Ich stellte mich aufrecht hin. Es tat gut, das alles mal rauszulassen.
»Es ist doch so: Menschen sind nicht geschaffen fĂŒr die Liebe. Da kann ich noch so toll schießen. StĂ€ndig finden sie irgendwelche Möglichkeiten, sich gegenseitig das Leben schwer zu machen. Und falls, ja ich sage »falls« – denn es passiert selten – sich mal zwei gefunden haben, die sich wirklich lieben … dann stirbt der eine und der andere direkt danach.«
Ich setzte mich wieder.
Szenen spielten sich vor meinem inneren Auge ab. Pyramus hieß der Typ, soweit ich mich erinnerte, und Tisbe hieß die Frau.
Die hatten sich wirklich gerne, durften aber nicht zusammen sein, weil ihre Familien verfeindet waren. Ich half ihnen, so gut ich konnte. Zwei meiner schönsten goldenen Pfeile habe ich hergegeben, um sie so richtig dolle ineinander verliebt zu machen.
Was passierte?
Sie schlichen nachts aus ihren HĂ€usern, um sich zu treffen. Ich erwartete ein Happy End!
Aber ein Löwe, ein verlorener Schal und ein MissverstÀndnis machte alles zunichte.
Schlussendlich:
Beide mausetot.
Damals begriff ich: MĂ€nner und Frauen passen nicht zusammen!
»WofĂŒr also soll ich schuften, weswegen mich abmĂŒhen, Wolke? Kannst du es mir sagen?«
In diesem Moment machte Wolke einen Satz; ich stolperte und fiel hinab. Mein Sturz verursachte ein riesiges Loch im Erdboden und ich hatte mir eine Locke verbogen. Tapfer rappelte ich mich wieder auf.
»Was erlaubst du dir? Ich bin ein Gott!«
Ich wollte Wolke gehörig die Meinung sagen, als mein Blick auf den Eingang einer Höhle fiel, die ich … zugegebenermaßen … etwas verdrĂ€ngt hatte.
Ich bedachte Wolke mit einem bösen Blick, – gewiss steckte sie dahinter, mich genau hier abzuwerfen – und betrat mit einem unguten GefĂŒhl in der Magengegend die Höhle. Es war stockfinster und ich brauchte einige Augenblicke, um mich an die Dunkelheit zu gewöhnen.
Dann sah ich sie. Ich hÀtte es mir kaum schlimmer vorstellen können. Pfeile um Pfeile, die ganze Höhle vollgestopft damit.
Und ich erinnerte mich, dass ich sie, – wenn es auf Wolke zu voll wurde – einfach hier abgeladen hatte. Scheiße!
Diese Dinger mussten verschwinden! Wenn mir jemand auf die Schliche kommen wĂŒrde, nicht auszudenken! Apollo hatte so verdammt Recht gehabt.
Die Erkenntnis durchzog meinen Geist schmerzhaft wie die Kopfschmerzen, die in diesem Moment wieder einsetzten. Mit zusammengekniffenen Augen und beiden HÀnden an den SchlÀfen, meinen Kopf haltend, musterte ich den Schaden.
Immerhin hatte ich die Pfeile halbwegs sortiert. Die mit rosa Schimmer fĂŒr MĂ€dchen und Frauen, rechter Teil der Höhle, die mit blauem Schimmer fĂŒr Jungs und MĂ€nner – linker Teil.
Aber wie verdammt sollte ich all die Pfeile loswerden? Es wĂŒrde mehrere ErdumlĂ€ufe dauern. Eine Ewigkeit. Auf jeden Fall zu lange. Auch wĂ€re, so schien mir, damit viel zu viel Arbeit verbunden.

Ich bestopfte Wolke mit den goldrosa Liebespfeilen. Alles dabei: Leidenschaft, Strohfeuer, ewige Liebe, heftige AffĂ€re 
 und flog los. Die Dinger mussten weg, so schnell wie möglich.
Und irgendwo ĂŒber dem Mittelmeer, ĂŒber den Ă€gĂ€ischen Inseln, darunter eine mit dem vielversprechenden Namen »Lesbos«, schmiss ich sie einfach runter.

Die blaugoldenen Pfeile flog ich zu einer Halbinsel mit fĂŒnf kleineren Halbinselchen daran. Die Menschen nannten es Griechenland.
Mit Sicherheit paßten MĂ€nner viel besser zu MĂ€nnern und Frauen viel besser zu Frauen. Es konnte nur besser werden als die klassische Variante »Mann-Frau«.
Ein genialer Plan! Ich heiße Amor! Ich bin ein Gott!

Als ich zurĂŒck kam, lagen immer noch einzelne Pfeile in der Höhle. Die hatte ich wohl ĂŒbersehen. Ich ĂŒberlegte, ob ich sie liegen lassen konnte. Genug getan fĂŒr heute.
Sicherheitshalber klaubte ich sie doch zusammen und verstreute sie ĂŒber einsamen Bergwipfeln, wo es nichts anderes zu geben schien als Hirten und ihre Herden.
Dann flog ich zurĂŒck zur Wolke, um einen wohlverdienten FrĂŒhabendschlaf abzuhalten. Ich war zufrieden mit mir. WĂ€hrend ich einschlief, stellte ich mir vor, wie KrĂŒge um KrĂŒge in den Opferschrank meiner Mutter geliefert wurden.
Die Griechen tranken ausgezeichneten Wein.
Ich war mir sicher, dass alles gut werden wĂŒrde.
Wer hĂ€tte gedacht, dass Arbeit so glĂŒcklich machen kann!

Anmerkung:

Dies ist der vorerst letzte Teil des “Entwurfes” zu Amors Abenteuer. Ich plane aber, demnĂ€chst an dieser Stelle das Wagnis eines “Fortsetzungsromanes” zu beginnen.

Dazu brauche ich Deine Hilfe!

Wenn Du bis hierher gelesen hast und vielleicht sogar Freude daran empfandest, wĂ€re ich schon mal sehr glĂŒcklich. 😀 Besonders wichtig ist fĂŒr mich allerdings ein kurzes Feedback, ein Kommentar, damit ich ggf. die “Richtung” meines Buches noch etwas besser koordinieren kann.

Was hat Dir besonders gut gefallen?

Was hat Dir nicht so gut gefallen?

Was wĂŒrdest Du gerne noch von Amor, Diana, Apollo, Venus, Mars, Jupiter … u.a. lesen?

Was sonst gibt es zu sagen?

Ich meine, klar, ich habe einen Plan, genauso wie unser Amor. 😉 — Aber mir ist es ganz wichtig, dass das, was ich schreibe, auch beim Leser ankommt. Dass es verstĂ€ndlich ist! Dass es Spaß macht, das zu lesen. Dass der Humor (hoffentlich) nicht zuuuu derb gewesen ist. DafĂŒr ist jeder Kommentar hilfreich und wichtig!!!

Wer nicht hier drunter posten kann/mag, der ist natĂŒrlich herzlich eingeladen, mir eine private Nachricht zu schicken.

Runa.Phaino@gmail.com

Herzlichen DANK!!! ❀