Amor und Psyche – Nichtcover

Keines dieser Cover wird in zwei Wochen das Titelbild von Amor und Psyche zieren. Aber … man lernt ja nie aus. ūüôā

© Runa Phaino Mai 2017

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© Runa Phaino Happy Halloween (Oktober 2017)

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© Runa Phaino November 2017

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Der Stil und seine Mittel (1) – Welches Kleid passt meiner Geschichte?

Bei Mode geht es darum Sachen zu tragen, die einem stehen. (Vivienne Westwood)

Heute geht es um Mode. Es geht um Stil. Es geht ums Schreiben.

Die letzten Tage und Wochen habe ich mich mit Stilmitteln beschäftigt.

Unzählige gibt es! Seit Menschengedenken! Erstmals schriftlich festgehalten in der Antike. Z.B. in der Poetik von Aristoteles oder später von Cicero in De Oratore (Über den Redner).

Grunds√§tzlich habe ich festgestellt, dass ¬†die meisten¬†literarische H√ľpfer heutzutage nicht mehr en vouge sind. Zumindest fallen sie kaum auf. Das hei√üt, die “Schreibmode” scheint zur Zeit eher “schlicht” zu sein, kurze Pr√§gnanz, einfache S√§tze, wenig Schmuck und Gepr√§nge.

Nichtsdestotrotz habe ich gemerkt, dass die feinen Kniffe stilistischer Art Verschiedenes vermögen, sofern sie nicht inflationär eingesetzt werden.

Stil wirkt also noch heute.

Der geneigte Autor muss also “nur noch” die richtigen Klamotten f√ľr seine Figuren, Sprache und Werk finden – et voil√°! Sieht gleich viel besser aus.

Viele Seiten im Internet informieren √ľber Stilmittel, gut finde ich diese hier:

http://www.wort-satz-buch.de/wichtige-rhetorische-stilmittel-deutsch-liste/

Dort sind die 38 wichtigsten Mittel aufgelistet, ganz kurz und knapp.

Sehr ausf√ľhrlich, weil weiterverlinkend, ist das gute alte Wikipedia. Fast jede der rhetorischen Figuren hat ihren eigenen Wikipedia Eintrag. Man k√∂nnte sich wochenlang damit besch√§ftigen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_rhetorischer_Stilmittel

In beiden Fällen und insgesamt betrachtet fehlen mir allerdings Überlegungen dazu, wann und vor allem zu welchen Zweck die Stilfiguren eingesetzt werden sollen.

Auch dazu habe ich geforscht/mir Gedanken gemacht und kam zu dem Schluss:

Es gibt kein Patentrezept f√ľr Stilmittel.

Es muss genau gepr√ľft werden, wie sich das Mittel auf den Inhalt (und andersherum) auswirkt. Anders gesagt: jeder Geschichte steht was anderes. Solange es gut aussieht, ist alles erlaubt. Und es gibt sogar Modedesigner, die behaupten, dass es “geschmacklos” sein muss, um gro√üartig zu sein.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Eure Runa

 

Einfach mal so …

Am heutigen Tage möchte ich, unabhängig jedweder Literaturvorgabe, meine persönlichen Schreibtipps zum Besten geben.

1. Spreche mit deinem Material

Das mag sich erstmal merkw√ľrdig lesen. Wie oder wieso sollte man mit einem Thema “sprechen” oder – womit √ľberhaupt soll man sprechen?

Relativ verst√§ndlich ist dieser Vorschlag bei Figuren. Man hat also Figur x,y und z und an mancher Stelle wei√ü man nicht, wieso sie dies oder das tun – oder: was sie √ľberhaupt tun.

Fragt sie! Redet mit ihnen! Schreibt mit ihnen!

Es gibt die M√∂glichkeit, einen Steckbrief auszuf√ľllen. Das Internet ist voller Vorsch√§ge (Steckbrief Figur, Charakterisierung), aber ich glaube, das ist nur eine und vielleicht sogar eine “schlechte” Variante, um herauszubekommen, was und wer und wie die Figur eigentlich ist.

Ich mag Interviews. Eigene Fragen, geschriebene Antworten – die ich mir “selbst” gebe, durch die Figur. Kommt viel bei rum, finde ich. Wobei es immer noch eine Weile dauert.

Aber gerade wenn man vielleicht noch nicht in der Lage ist, seine Figuren in einen Steckbrief zu “stecken”, sollte man sich vielleicht einfach mal mit ihnen unterhalten – auf schriftlicher Ebene.

2. Sex

Wie s√§he – f√ľr Dich pers√∂nlich – die beste Liebesnacht Deines Lebens aus? Was m√ľsste passieren? Wer m√ľsste dabei sein und wie w√ľrde “man” vorgehen?

Ich finde, um die Rhythmik und Spannung einer guten Geschichte zu eruieren – um diese herauszubekommen – sollte man sich “back to the roots” aufmachen und dar√ľber nachdenken – und nachschreiben – wie eine perfekte Liebesnacht auszusehen h√§tte.

Das mag auf den ersten Blick wenig mit “der Geschichte” zu tun haben, aber – hey – subcontious it has! Oder anders gesagt: im Unbewussten wird das seine Wirkung tun.

Womit wir schon bei Punkt 3. wären:

3. Esoterik

Es gibt, laut Freud, sowas wie das Unbewusste. Nichts in den gro√üen Romanen ist dem Zufall √ľberlassen. Alles, was dort geschrieben steht, und sei es nur die stupide Beschreibung einer Vase, hat etwas mit unserem Unbewussten zu tun. Mag sein, dass es auch den ein oder anderen Autoren gibt, der sich da nicht 100% drauf verl√§sst. Aber grunds√§tzlich gilt: wenn z.B. von einer “T√ľr” die Rede ist, dann ist das immer eine M√∂glichkeit, neue Wege zu beschreiten.

Oder wenn von “Tunneln” oder “H√∂hlen” geschrieben wird: hier sind reinkarnierende Kr√§fte am Werk! (Reinkarnation = Wiedergeburt; oder im √ľbertragenen Sinn auch einfach: ein Neuanfang).

4. Musik

Schreiben, in letzer Konsequenz, ist meiner Meinung nach Musik. Oder “wie” Musik.

Um sich dessen zu behelfen, kann es sinnvoll sein  Рaber das ist eine Typfrage Рbeim Schreiben Musik zu hören. Diese muss gar nicht mal zum Thema passen, solange sie den Vibe des Themas zu transportieren vermag.

Also: hört Musik und schreibt!

Nun zum letzten und wichtigsten Punkt:

5. Schreiben

Wer schreiben will, sollte schreiben. Ich habe festgestellt, dass es eigentlich egal ist, was geschrieben wird. Z.B. mein Blog hat schon sehr viel in mir ausgel√∂st … vielleicht auch die Gegebenheit, dass ich durch den Blog viel lese (das als Tipp 5.1. Lesen ist superwichtig), was andere Blogger so schreiben.

Das war es f√ľr heute. Morgen gibt es was √ľber den Kaktus. Versprochen.

Beste Gr√ľ√üe und bis bald

Runa