Alles hat ein Ende … (schon wieder)

 

Ihr Lieben!

Bevor die heiligen Tage zu ende gehen, möchte ich, wie schon angekündigt, ein kleines Geschenk aussprechen:

Am nächsten Donnerstag werden hier die übrigen Kapitel vom Manuskript “Amors Abenteuer” erscheinen. Das heißt, es wird ein langer Abschnitt sein, in dem, so viel darf ich vielleicht schon mal verraten, alles gut wird. 😉

Trotzdem ist das kein einfaches Happy End, denn es gibt dann keine Donnerstagsgeschichten, keinen Fortsetzungsroman mehr.

Und dennoch gibt es Grund zur Freude, denn was ich hier im Lehmofen verspreche, setze ich fast immer in die Tat um, also:

In ein paar Wochen werde ich mit der Überarbeitung der Geschichte fertig sein. Sie wird unter dem Titel “Amor und Psyche” als Ebook und als Hardcover erscheinen und ich würde mich riesig freuen, wenn ihr mit den mir zugewandten Menschen, denen ich per E-Mail (wie altmodisch!) davon berichten werde, die Amazon Verkaufscharts für das Büchlein in die Höhe treibt.

Hehe.

Die Menschheit muss gebildet werden und Liebe siegt bekanntlich immer!

An dieser Stelle sei auch angemerkt, dass die hier erscheinenden Kapitel noch nicht überarbeitet sind und ich dann mit grummelig verzogenem Blick auf “Veröffentlichen” klicken werde, da ich natürlich extrem unzufrieden bin mit dem Rohentwurf. (Das ist kein Fishing for Compliments, sondern die pure Wahrheit. Falls ihr Anmerkungen oder Hinweise habt, immer her damit.)

Und jetzt schnell noch “Frohe Weihnachten”, denn in 35 Minuten ist diese Zeit schon wieder vorbei.

 

Eure

Runa Phaino

(Die ein gesegnetes Weihnachtsfest hatte und gerade sogar eine Sternschnuppe sah. Ooooohhhhh! :))

 

 

 

 

 

 

 

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Wenn Wünsche sich erfüllen …

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Pluto trat einen Schritt zurück und berührte Amor leicht am Arm. „Du hast sie gehört. Würdest du, bitte?“

Amor seufzte. Wahrscheinlich gab es niemanden, der Liebe nötiger hatte als dieses Paar. Er zog den Pfeil aus dem Köcher. Seine goldene Spitze erhellte die Dunkelheit. Es war lächerlich leicht, die beiden ins Herz zu treffen, aber der Schuss kostete ihn Überwindung.

In diesem Moment trat ihm das Bild vor Augen, wie er Psyche zum ersten Mal gesehen hatte. Psyche und ihren wunderschönen Bart.

Ich kann nicht“, sagte Amor und ließ den Pfeil wieder sinken.

Die Frau hustete und knüpfte sich das schmutzige Hemd auf. „Mach schon“, sagte sie leise. „Oder soll ich darum betteln?“

Tu, was mein Schatz verlangt!“, rief Pluto aufgeregt, stellte sich neben seine Frau und tat es ihr gleich.

Amor legte an und schoss.

Als der Pfeil in ihr Herz drang, faltete sie die Hände über der Brust und atmete tief aus. Pluto stolperte zurück, als hätte ihn ein Felsbrocken getroffen und sank auf die Knie.

Mein Schatz. Ich hoffe, du kannst mir irgendwann verzeihen. Ich hätte dich nicht so behandeln sollen. Wie konnte ich nur! Ich meinte es nicht böse, ich bin … , ich wusste es nicht besser …“

Die Frau richtete sich auf und klopfte sich den Schmutz vom Kleid. Die verfilzten Haare strich sie hinters Ohr.

Die Tage im Kerker haben mich völlig unansehnlich werden lassen! Ich brauche meine Salbe. Beschaffe mir gemahlene Diamanten, Sternenstaub und erlesenes Rosenöl!“

Das ist teuer und schwer zu beschaffen“, murmelte Pluto, während er den Saum ihres Gewandes küsste.

Tu es, oder ich verlasse dich!“

Nein!“, rief Pluto entsetzt. „Ohne dich müsste ich sterben!“

Mach dich nicht lächerlich, du bist der Gott des Todes.“

Aber ich liebe dich so sehr!“

Dann beschaffe mir die Zutaten. Beschaffe mir alles, was ich brauche. Alles. Hörst du? Sorge außerdem dafür, dass dieses, unser Reich, etwas behaglicher wird. Es ist so dunkel hier. Ich will einen Palast aus weißem Alabastermarmor, ich will feine Stoffe, ich will Sonnenlicht, ich will einen Garten!“

Oh meine Liebste“, sagte Pluto kleinlaut.

Tu es, oder ich gehe!“

Meine Schönste, meine Klügste, meine Königin, ich werde alles tun, was ihr verlangt!“

Nenne mich „eure Majestät““.

Jawohl, eure Majestät.“

Amor schüttelte den Kopf. Was für ein verrücktes Paar.

Doch statt zu lachen, musste er plötzlich schluchzen. Denn er dachte an Psyche und daran, wie er sie verlassen hatte. Im Vergleich zu dem, was hier vorgefallen war, schien ihre Liebe leicht wie eine Feder und unschuldig wie frisch gefallener Schnee. Er fühlte sich kaltherzig und grausam und hasste sich für seinen Entschluss.

Plutos fester Griff riss ihn aus seinen Gedanken.

Hör auf zu heulen! Ich besorg jetzt diese Zutaten für die Salbe und du, mein Freundchen, gehst schön zurück zu deiner Mama.“

Halt, nein!“, rief Amor. „Bring mich zu Psyche!“

Doch da hatte Pluto ihn schon in sich aufgesaugt und zurück in sein Kinderzimmer gespuckt. Die Tür war noch immer verschlossen und ließ sich nicht erweichen, egal wie oft Amor dagegentrat.

Wo die Liebe hinpikst …

„WAS?“ Wie von einer Biene gestochen fuhr Amor empor. „Was war das?“, keuchte er.
„Ein Ungeheuer“, sagte Pluto.
„Oh nein!“
„Das war ein Scherz, du Schlafmütze. Wir sind da. Draußen kreischt die angeblich Schöne.“
Amor atmete auf und erhob sich.
„Gefällt sie dir?“, fragte er.
„Überhaupt nicht“, sagte Pluto missmutig und löste seinen Blick vom Ausguck. „Ein Steinbrocken wäre reizender als diese … Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt eine Frau ist.“
„La… lass mal sehen“, sagte Amor und schielte durch die kleine Öffnung.
„Ich werde mich nur in eine Frau verlieben, die so schön ist, dass ich für sie Blumen pflücke!“, hörte er Pluto noch sagen.
Es fiel Amor schwer, seine Gedanken zu fassen, als er durch das kleine Loch in der Wolke sah. Um ihn herum schien sich alles zu drehen, mindestens aber zu schwanken. Er nahm sich vor, nie wieder so viel Wein zu trinken.
Und dann fiel ein Zauber auf ihn, der seinen ganzen Verstand in Besitz nahm.
Denn die Prinzessin war das schönste Erdenkind, das er jemals erblickt hatte. Schwarz wie der nächtliche Himmel war ihr Gewand, ihre Augen waren hell wie der Morgen der aufgehenden Sonne, ihr Haar aber war golden wie das Licht der Sterne. Glanz und Liebreiz umgaben sie. Und ein funkelndes Leuchten strahlte durch ihren Bart.

Boah“, stammelte Amor ungläubig und sah noch einmal hin. Das Bild blieb bestehen.
„Oh!“, keuchte Amor.
„Ich muss zurück in den Tartarus“, brummte Pluto und begann, die Wolke zu wenden. „Ich bin schon viel zu lange fort … für nichts!“
„Das nennst du Nichts?“, rief Amor. „Die Prinzessin ist wunderschön! Wir gehen nicht ohne sie!“
„Bist du verrückt geworden?“, fragte Pluto.
Amors Augen blitzten. „Wir nehmen sie mit!“
„Du hast wirklich zu viel getrunken“, schloss Pluto. „Das kann nicht dein Ernst sein.“
„Ich habe mich selten so nüchtern gefühlt“, sagte Amor drohend.
Pluto begann zu Schmunzeln.
„Nun, mein kleiner Freund, wundert es dich gar nicht, dass du auf einmal so nüchtern bist? Dagegen angefüllt mit Eifer, Feuer und Leidenschaft für eine, ich sage es mal freundlich, eher unscheinbare Prinzessin?“
„Sie ist wunderschön!“
„Wo ist eigentlich dein Pfeil?“
Amor blickte Pluto fragend an. Er spürte den Impuls, die Wolke abzusuchen, doch klammerte sich wie ein Ertrinkender an den Ausguck.
„Er steckt in dir, du Trottel“, schloss Pluto und lachte grollend. „Wie auch immer du das angestellt hast, es ist faszinierend! Ein verliebter Liebesgott!“
Amor hörte Pluto kaum. „Sieh nur, die Prinzessin. Sie friert … und sie hat Angst!“
„Was wird deine Mutter dazu sagen?“, fragte Pluto mit Grabesstimme.
Amor seufzte, nicht imstande, den Blick von Psyche zu lösen.
„Ich muss sie retten“, flüsterte er.
Pluto rieb sich die Hände. „Na, dann los, Kleiner!“

 

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FROHE WEIHNACHTEN!!! 🙂

 

Runa Phaino

Märchen vom Auszug aller Ausländer

Eine sehr tiefsinnige und nachdenklich machende Geschichte, die ebenfalls ein wenig tragikkomischen Humor aufzuweisen hat. Sehr fein, bitte mehr davon!

musik und zeug

Mit dieser sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken anregenden Geschichte wünschen wir allen ein frohes Weihnachtsfest.

Es war einmal etwa drei Tage vor Weihnachten, spät abends. Über den Marktplatz der kleinen Stadt kamen ein paar Männer gezogen. Sie blieben an der Kirche stehen und sprühten auf die Mauer „Ausländer raus!“ und „Deutschland den Deutschen“. Steine flogen in das Fenster des türkischen Ladens gegenüber der Kirche. Dann zog die Horde ab. Gespenstische Ruhe. Die Gardinen an den Bürgerhäusern waren schnell wieder zugefallen. Niemand hatte etwas gesehen. „Los, kommt, es reicht, wir gehen.“ „Wo denkst du hin! Was sollen wir denn da unten im Süden?“ „…da unten? Das ist immerhin unsere Heimat. Hier wird es immer schlimmer. Wir tun einfach das, was an der Wand geschrieben steht: ‚Ausländer raus!‘“ Tatsächlich, mitten in der Nacht kam Bewegung in die kleine Stadt. Die Türen der Geschäfte sprangen auf: Zuerst kamen die Kakaopäckchen heraus…

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Gratisaktion – oder “frohen Weihburtstag”!

Weihnachtsbirthday

Mein eBook, “Das Herzmärchen der Spinnerin”, gibt es ab sofort für einen begrenzenten Zeitraum als

Geschenk! *draufklick*

Das kam so:

Ich hatte Geburtstag, daher wollte ich einen ausgeben.  😉

Und als ich das auszuführen gedachte, lernte ich Folgendes: Bei Neobooks verhält es sich so, dass man das eBook nur direkt nach dem Hochladen eine Zeitlang kostenlos anbieten kann. Mein eigentlicher Plan, das eBook erst in der Weihnachtszeit zu verschenken, war damit hinfällig geworden.

Denn:

Ich müsste das eBook ganz neu hochladen, alles wieder neu eingeben … und dabei gingen alle Rezensionen, bisherige Zahlen, Aktivitäten usw. verloren.

Das wäre natürlich sehr schade, daher bin ich froh, dass ich dieses “Problem” per Zufall schon jetzt, also nur ein paar Tage nach der Erstveröffentlichung, bemerkt habe. Ach ja, dieses ganze Drumherum neben dem Schreiben … das muss man erstmal verstehen!

Auf Nachfrage gab Neobooks übrigens bekannt, dass sie derzeit “an diesem Problem” arbeiten, grundsätzlich aber an dem bisherigen Konzept festhalten wollen, damit die Bücher nicht “nur” verschenkt werden.

Wie dem auch sei: Wer von euch mag, kann und darf jetzt einfach mal reinlesen ins Herzmärchen, denn ich gebe es aus! Ganz ohne “Hürden” welcher Art auch immer. – Aber nur für eine begrenzte Zeit. Danach geht das leider nicht mehr so einfach.

Ich wünsche euch ganz viel Freude mit meinem Büchlein!

Eure Runa

Das Herzmärchen der Spinnerin – IST ERHÄLTLICH!!!

Cover 2

Hallo ihr Lieben!

Das obige Cover hat gewonnen. Wer genau hingesehen hat, konnte das auch schon bei meinem letzten Post erkennen.

Tut mir leid für jeden, der das andere Cover bevorzugte. Ich fand es auch sehr schön! Aber dieses passt noch besser und hatte auch mit Abstand die meisten Stimmen.

Doch was noch viel besser ist: Heute habe ich erfahren, dass es mein Buch im Handel gibt! Nur als eBook, wie gesagt, aber in allen gängigen Shops müsste es erhältlich sein. Wer also mag, könnte … oder anders gesagt: Kauft!!! 😀

An dieser Stelle auch noch mal ein großes Dankeschön an euch, denn ich bin mir sicher, dass ich mich diesem Schritt nie getraut hätte, wenn hier nicht so viele Menschen mein “Geschreibsel” lieb aufgenommen und kommentiert hätten.

Mittlerweile hat sich der Blog etwas verändert und das “Geschreibsel” gibt es nicht mehr, dafür aber die Kategorie Kurzgeschichten, wo ihr, wenn ihr mögt, alle noch einmal nachlesen könnt. Es werden mit Sicherheit auch noch ein paar dazu kommen, allerdings werde ich mich jetzt verstärkt um die eBooks “kümmern”. (Man bedenke, manch Selfpublisher hat schon zwanzig oder mehr Werke publiziert! Unglaublich!)

Das aktuelle eBook “Das Herzmärchen der Spinnerin” ist übrigens aus einer Kurzgeschichte “herausgewachsen”:

https://lehmofen.wordpress.com/2015/05/11/das-herz-des-zackenbarsches/

Anfang November finden an dieser Stelle “Amors Abenteuer” statt! Live und in Farbe, sozusagen. Ich bin sehr gespannt, wie es sein wird, kontinuierlich an einem Stück zu schreiben, mit dem ich schon eine Weile in meinem Kopf spazieren gehe.

Auch dieses Werklein basiert auf bisher veröffentlichten kürzeren Episoden dazu. Wer mag kann hier schon (oder noch) einmal reinlesen:

https://lehmofen.wordpress.com/2015/07/25/amors-abenteuer/

Viel Freude beim Lesen, fühlt euch gedrückt (wenn ihr wollt) und auf bald!

Eure

Runa

(die sich ganz zufrieden jetzt ein Gläslein Wein einschenken wird)