Von Crawlern, SEO und dem Internet

Screenshot (95)

So sieht sie aus, die neue Seite! Rosa Schweinchenrosa!!! Zumindest bisher. Mit dem Ding kann ich jetzt bald ganz viele tolle Sachen machen. Z.B. SEO.

Wenn ihr mal gucken wollt: Achtung hier befindet sich eine Baustelle. Jeder haftet für sich selbst. *Klick * 

Search Engine Optimization – noch habe ich keine rechte Ahnung, was es damit auf sich hat. Es soll aber toll sein, denn man kann Googles Crawler anlocken, wenn man ihnen das richtige Futter hinwirft.

Hätte ganz spontan Lust, mal ein Bild von einem „Crawler“ zu zeichnen. Wie sieht der wohl aus? Wie groß, klein ist er? (Ich stelle ihn mir eher groß vor, aber abstrakt. Vielleicht aus Kabeln bestehend. Und mit einem riiiiiiieeeesengroßen Maul.)

Google selbst wäre dann die Lupe, mit der man dem Crawler im Hals rumfuhrwerkt, um in seinen Gedärmen nach einem bestimmten Futter zu suchen. Und SEO und so, das kann man ganz alleine in das große Internetz werfen, und dabei zusehen, wie der Crawler sich im besten Fall draufstürzt.

Irgendwie so. 😉

Ob sie sich auch gegenseitig fressen?

Ich glaube ja, Crawler sind tendenziell unglücklich und irgendwie auch bulimisch veranlagt. Ach, Apropos: Abgeleitet vom griechischen „bous“ (Ochse) und „limos“ (Hunger) bedeutet Bulimie in der wörtlichen Übersetzung „Ochsenhunger“. 😉

Vielleicht sind Crawler aber auch kleine, niedliche Krabbelwesen?

 

Rosas Reise – Eure Reise!

IMG_2792

 

Ihr Lieben!

Was bin ich froh, zurück im Lehmofen zu sein! Das ist gerade fast so ein Gefühl, als ob man nach einer laaaaangen Reise nach Hause kommt. Es ist jetzt 19:00 Uhr und ich habe den ganzen Tag damit verbracht, mich in eine neue Internetseite und Youtube einzuarbeiten.

Meine Güüüüüüüüte ist das kompliziert!!! Ein Respekt an all die Youtuber, die ich zwar schon das ein oder andere Mal milde belächelte ob ihrer Unprofessionalität … aber hey holy shit! That´s fucking complicated!!! I did´nt  know that!!!! Aber Rosa hat mich soooooo gedrängt, denn sie wollte euch etwas ganz Besonderes zeigen.

Und neue Homepage … mein lieber Gott. Das ist auch alles soooo krass viel und neu und überhaupt … also es wird noch eine ganze Weile dauern, denke ich, bis Rosa dann wirklich „umziehen“ wird.

Erst einmal könnte ihr aber selber auf die Reise gehen.

Los geht es hier. 

Viel Spaß und Freude – eine gute Reise und fröhliches Raten. 😉 Wo ihr dann kommentiert, überlasse ich euch.  😉

Selbstständigkeit

birds-1714542_1920

 

 

Hallo ihr Lieben!

Ich habe ein ganz schlechtes Gewissen, weil ich mich nur noch so selten hier melde. Es ist einiges los, sowohl – als auch – und sowieso.

Amor und Psyche ist immer noch in der Überarbeitung. Je mehr Zeit vergeht, desto häufiger denke ich, wie „schlecht“ der Text eigentlich ist. Das liegt daran, dass ich das einfach so runtergeschrieben habe, ohne mir im Vorfeld konkrete Gedanken zu machen. Ich verinnerliche nämlich langsam, wie das Schreiben an sich funktioniert. Und für mich funktionieren könnte. Seit ein paar Tagen arbeite ich an einem neuen, relativ kommerziellen, Produkt und bin gerade dabei, so vorzugehen, wie es die ganzen Schreibratgeber empfehlen: Stück für Stück und Kapitel für Kapitel. Fast schon seltsam, dass ich für diese Erkenntnis so lange gebraucht habe, aber nun gut. So ist das eben.

Ergo: erst einmal mache ich einen groben Entwurf und dann erst gehe ich ans Feintuning, also an den Fliestext. Bin mal gespannt, wie das so wird. Der Entwurf alleine macht auf jeden Fall schon schrecklich viel Spaß!

Vielleicht liegt das auch daran, weil sich das Buch um eine so simple wie auch grundlegende Frage drehen wird:

Gestalten wir unser Leben selbst, oder werden wir von den Umständen gesteuert? 

Ich selbst habe selbstverständlich eine Antwort auf diese Frage gefunden und werde sie demnächt in eine längere Erzählung gießen.

 

Aber was meint ihr? 

Ich bin ganz gespannt auf eure Antworten! 🙂

 

 

Und Amor und Psyche werde ich wohl oder übel noch ein Mal überarbeiten (ein MAL, das reicht dann(!!!)) und dann kostenlos anbieten, weil ich wirklich finde, dass es keine gute, im Sinne von durchdachte, Geschichte ist. Aber ich bin ja auch nicht ganz doof *hihi * und werde sie deshalb erst veröffentlichen, wenn auch das zweite Buch, Arbeitstitel „Zwischenzeilen“ online geht. Dann kann Amor und Psyche vielleicht ein wenig Werbung machen, bei all den Verrückten, die sich (auch) noch für sowas abgefahrenes wie die Antike und Philosophie interessieren.

Das Herzmärchen, übrigens, bleibt für immer in der Versenkung verloren. Ich hatte es vor einiger Zeit gelöscht und bin froh drum. Es ist zwar eine wunderschöne Geschichte, aber ich möchte nicht mehr, dass man sie kaufen kann.

 

Ich wünsche euch alles Liebe und ganz viel Erfolg und Schaffenskraft!

 

Frühlingshafte Grüße

 

Eure

 

Runa Phaino

 

 

Kummer und Sorge

sculpture-1801600_1920Als die Sicht wieder klar wurde, erkannte Psyche eine riesige, rosafarbene Wolke, auf die ein riesiger Palast gebaut worden war.

Wie ist das möglich?“, fragte Psyche.

Vorwärts!“, rief Liebeständelei und gab Psyche einen Stoß in den Rücken.

Mit großen Schritten bewegten sie sich auf das Schloss zu. Auf einer Empore über dem Eingang stand die Göttin. Ihre Schönheit war so gewaltig, dass sie den Sonnenuntergang überstrahlte. Doch nichts täuschte darüber hinweg, dass sie zornig war.

Was bist du nur für ein hässliches, widerwärtiges Ding!“, rief Venus vom Balkon hinab. „Glaube ja nicht, dass ich mich erweichen lasse, weil du meinen Enkel unter dem Herzen trägst. Kummer! Sorge! Ins Verließ mit ihr! Lasst sie genauso leiden, wie mein Sohn es tut!“

Die Flügeltüren des Palastes öffneten sich und hinaus trat ein junges Mädchen. Das Haar fiel ihm lose ins Gesicht, sein Gewand war fleckig und zerrissen. Es kümmerte sich nicht darum, was es von sich zeigte. Gebückt ging es, als ob es eine gewaltige Last tragen würde. Immer wieder wischte es sich die Augen.

Ihm folgte eine alte Frau. Sie blickte gerade heraus und stützte sich beim Gehen auf einen Stock. Ihre Stirn wirkte zerfurcht, ihr Gesicht von tiefen Falten durchzogen. Obwohl sie den Mund zu einer Art Lächeln verzog, zeigten die Mundwinkel hinab.

Hastig band Liebeständelei Psyches Arme los und wich ein paar Schritte zurück. Das kleine Mädchen nahm Psyches Hand, die alte Frau legte eine Hand auf ihre Schulter.

Und in diesem Moment schwand Psyches Mut und jede Hoffnung. Sie fühlte sich schwach und leblos. Ihr Vorhaben war zum Scheitern verurteilt. Was sollte sie schon ausrichten gegen den Willen einer Göttin? Sie hatte Amor zutiefst gekränkt. Nie würde er ihr verzeihen. Nichts war sie im Vergleich zu all dem, was sie umgab. Selbst der Schmutz im Verließ war wertvoller als sie. Und schöner.

Psyche sank gegen die kalte Mauer des Kerkers. Kummer und Sorge überwältigten sie und sie hatte nicht einmal mehr die Kraft zu weinen.

 

Mut und Liebeständelei

bikini-148764

In der Nähe der kleinen Stadt Lindos gab es einen alten Tempel, welcher der Göttin Venus geweiht war. Es war ein Weg von drei Tagen, der durch eine karge Landschaft führte. Psyche trank nicht, sie aß nicht, machte nirgendwo Halt. Sie achtete nicht auf ihre schmerzenden Füße, sie kümmerte sich nicht um ihre kaputten Glieder.

Ich bin glücklicher, als ich es im Schloss war“, stellte Psyche dabei fest. „Es tut gut zu wissen, was man will.“

Am Abend des dritten Tages stand sie endlich vor den gewaltigen Marmorsäulen, die den Eingang zu Venus Heiligtum markierten. Tapfer betrat sie den Tempel.

Innen war es leer und still, die Priester hatten sich von dem Tagesgeschäft zurückgezogen. In einer Kuhle in der Mitte loderte ein Feuer. Ringsum standen Gaben für die Göttin. Große Amphoren mit Wein, Kleider und Papyrusblätter, auf die Menschen ihre Wünsche geschrieben hatten.

Ich bin hier!“, rief Psyche. „Ich bin hier und ich bin die, die du suchst, Venus!“

Aus dem Gemäuer löste sich ein dunkles Etwas. „Hab ich dich!“, rief es. „Da wird sich meine Herrin freuen!“

Das Wesen hatte grelle, rote Lippen und kohlrabenschwarz umrandete Augen. Es trug eine knappe Tunika mit tiefem Ausschnitt.

Bist du eine Priesterin?“, fragte Psyche verwirrt.

Weit gefehlt“, rief das Wesen, stürzte zu Psyche und fesselte ihr die Arme auf den Rücken. „Mein Name ist „Liebeständelei“ und ich bin der Liebling von Venus!“

Dann bringe mich zu ihr, denn deswegen bin ich hier.“

Liebeständelei zupfte an Psyches Haar und kicherte vergnügt. „Diese kleine Heldeneinlage wird dir nichts nützen. Sie wird dich bestrafen. Ganz böse bestrafen! Und mich wird sie belohnen, ganz gut belohnen!“

Sie ließ ein eigenartiges Trällern verlauten und aus dem Nichts entstand ein Nebel, der sie einhüllte und in die Höhe hob.

Wenn Wünsche sich erfüllen …

christmas-1076593_1920

Pluto trat einen Schritt zurück und berührte Amor leicht am Arm. „Du hast sie gehört. Würdest du, bitte?“

Amor seufzte. Wahrscheinlich gab es niemanden, der Liebe nötiger hatte als dieses Paar. Er zog den Pfeil aus dem Köcher. Seine goldene Spitze erhellte die Dunkelheit. Es war lächerlich leicht, die beiden ins Herz zu treffen, aber der Schuss kostete ihn Überwindung.

In diesem Moment trat ihm das Bild vor Augen, wie er Psyche zum ersten Mal gesehen hatte. Psyche und ihren wunderschönen Bart.

Ich kann nicht“, sagte Amor und ließ den Pfeil wieder sinken.

Die Frau hustete und knüpfte sich das schmutzige Hemd auf. „Mach schon“, sagte sie leise. „Oder soll ich darum betteln?“

Tu, was mein Schatz verlangt!“, rief Pluto aufgeregt, stellte sich neben seine Frau und tat es ihr gleich.

Amor legte an und schoss.

Als der Pfeil in ihr Herz drang, faltete sie die Hände über der Brust und atmete tief aus. Pluto stolperte zurück, als hätte ihn ein Felsbrocken getroffen und sank auf die Knie.

Mein Schatz. Ich hoffe, du kannst mir irgendwann verzeihen. Ich hätte dich nicht so behandeln sollen. Wie konnte ich nur! Ich meinte es nicht böse, ich bin … , ich wusste es nicht besser …“

Die Frau richtete sich auf und klopfte sich den Schmutz vom Kleid. Die verfilzten Haare strich sie hinters Ohr.

Die Tage im Kerker haben mich völlig unansehnlich werden lassen! Ich brauche meine Salbe. Beschaffe mir gemahlene Diamanten, Sternenstaub und erlesenes Rosenöl!“

Das ist teuer und schwer zu beschaffen“, murmelte Pluto, während er den Saum ihres Gewandes küsste.

Tu es, oder ich verlasse dich!“

Nein!“, rief Pluto entsetzt. „Ohne dich müsste ich sterben!“

Mach dich nicht lächerlich, du bist der Gott des Todes.“

Aber ich liebe dich so sehr!“

Dann beschaffe mir die Zutaten. Beschaffe mir alles, was ich brauche. Alles. Hörst du? Sorge außerdem dafür, dass dieses, unser Reich, etwas behaglicher wird. Es ist so dunkel hier. Ich will einen Palast aus weißem Alabastermarmor, ich will feine Stoffe, ich will Sonnenlicht, ich will einen Garten!“

Oh meine Liebste“, sagte Pluto kleinlaut.

Tu es, oder ich gehe!“

Meine Schönste, meine Klügste, meine Königin, ich werde alles tun, was ihr verlangt!“

Nenne mich „eure Majestät““.

Jawohl, eure Majestät.“

Amor schüttelte den Kopf. Was für ein verrücktes Paar.

Doch statt zu lachen, musste er plötzlich schluchzen. Denn er dachte an Psyche und daran, wie er sie verlassen hatte. Im Vergleich zu dem, was hier vorgefallen war, schien ihre Liebe leicht wie eine Feder und unschuldig wie frisch gefallener Schnee. Er fühlte sich kaltherzig und grausam und hasste sich für seinen Entschluss.

Plutos fester Griff riss ihn aus seinen Gedanken.

Hör auf zu heulen! Ich besorg jetzt diese Zutaten für die Salbe und du, mein Freundchen, gehst schön zurück zu deiner Mama.“

Halt, nein!“, rief Amor. „Bring mich zu Psyche!“

Doch da hatte Pluto ihn schon in sich aufgesaugt und zurück in sein Kinderzimmer gespuckt. Die Tür war noch immer verschlossen und ließ sich nicht erweichen, egal wie oft Amor dagegentrat.

Der Tod und die Liebe (2)

pomegranate-185456_1920

Die Frau kauerte in der Ecke der Kammer. Ihr Haar war verfilzt, die Haut fleckig, das Gewandt zerrissen. Als Pluto die Tür zum Verließ öffnete, zuckte sie leicht. Sie war so schmutzig, dass sie kaum mehr als Mensch zu erkennen war. Und es roch … unangenehm.

„Oh ihr Götter!“, keuchte Amor. „Was ist das?“

„Ist sie nicht wunderschön?“, fragte Pluto strahlend.

„Ist das deine Liebste?“, stammelte Amor. „Wie lange ist sie schon so?“ Je näher er kam, desto genauer konnte er den Zustand der Frau erkennen. Die Haare klebten an ihrem Nacken und kleine Insekten krabbelten über ihren Körper. Die Lippen waren aufgesprungen und überall an ihren Beinen und Armen waren kleine, rote Stiche.

„Ach, wen kümmert die Zeit, wenn man verliebt ist! – Liebling!“, rief Pluto und beugte sich hinab zu der Frau. „Ich bin zurück!“

Die Frau drehte den Kopf von Pluto weg. Er gab ihr einen Kuss auf die verschwitzte Stirn.

„Ich glaube“, sagte Pluto und wandte sich zu Amor, „sie mag mich nicht.“

„Du kannst sie doch nicht einfach einsperren!“

„Wieso denn“, fragte Pluto. „Du hast es doch genauso gemacht.“

„Wie bitte?“, entrüstet verschränkte Amor die Arme. „Ich habe Psyche ein Schloss gebaut, ich habe sie nicht in ein Verließ gesperrt!“

Pluto reckte sein menschliches Kinn. „Aber sie wollte weglaufen. Du wolltest weglaufen. Nicht wahr, mein kleiner Schatz? Das war nicht nett von dir. Außerdem darfst du mich nie mehr verlassen, denn du hast von dem Granatapfel gegessen.“

„Ja, aber …“ Amors Stimme überschlug sich vor Empörung. „Guck sie dir doch an. Kein Wunder, dass sie dich nicht mag. So funktioniert das nicht. Einfach einsperren … was hast du dir bloß dabei gedacht?“

Pluto blickte von der Frau zu Amor und wieder zurück. Er legte seine menschlichen Finger ans Kinn und dachte nach. „Du meinst, ich habe etwas falsch gemacht?“

Die Frau in der Ecke regte sich. Sie öffnete ihre Augen und hustete leise. Dann murmelte sie deutlich: „Du hast alles falsch gemacht, alles, aber auch alles.“

„Mein Schatz!“, rief Pluto und augenblicklich strotzte seine Mimik vor Entzücken. „Du sprichst wieder! Sage mir, was du verlangst, ich werde dir die Welt zu Füßen legen und dir jeden Wunsch erfüllen und …“

„Ist das der, um den ich gebeten hatte?“, unterbrach ihn ihre dünne Stimme.

„Das ist Amor“, sagte Pluto. „Ich habe ihn hergeholt, ganz wie du es verlangt hast. Es war gar nicht so einfach, weißt du, denn seine Mutter hält ihn gefangen, aber für dich würde ich alles tun …“

Die Augen der Frau richteten sich auf Amor. Sie blinzelte ihn an. „Setze meinem Leiden ein Ende. Ich halte das hier keinen Augenblick länger aus.“